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Coming soon Ende 2026 überarbeitet bzw. fortgesetzt…..

PROLOG

Warum dieses Buch so lange auf seinen Moment warten musste …

Es hat mich unglaublich viel Mut gekostet, dieses Buch endlich in die Welt hinauszubringen.

Lange Zeit lag es fertig geschrieben in meiner Schublade. Still und verborgen. Und doch war es in meinen Gedanken immer präsent.

Bereits 2020 hatte ich dieses Buch vollständig geschrieben. Doch damals fehlte mir der Mut, meine sehr persönlichen Erfahrungen und meine spirituelle Reise mit der Öffentlichkeit zu teilen.

Warum?

Weil ich Angst hatte.

Angst davor, was andere Menschen über mich denken könnten. Angst davor, belächelt, verurteilt oder vielleicht sogar verspottet zu werden. Angst davor, dass Menschen meine Worte ins Lächerliche ziehen und mich für verrückt erklären könnten.

Und ja, ich hatte sogar Angst davor, dass meine eigene Familie sich für mich schämen könnte.

Denn dieses Buch ist nicht einfach nur eine Geschichte.

Es ist ein Teil von mir. Ein Teil meiner Seele.

Es erzählt von Erlebnissen, die mich tief berührt, erschüttert und verändert haben. Von Erfahrungen, die sich nicht immer mit dem Verstand erklären lassen. Von Momenten, in denen ich selbst an mir gezweifelt habe, und von Begegnungen, die mein bisheriges Weltbild auf den Kopf gestellt haben.

Wie würden andere Menschen darauf reagieren?

Würden sie mich verstehen? Würden sie mir glauben? Oder würden sie mich verurteilen?

Diese Gedanken hielten mich lange davon ab, meine Geschichte mit der Welt zu teilen.

Also blieb das Manuskript in meiner Schublade liegen.

Doch tief in meinem Inneren wurde eine Stimme immer lauter.

Eine Stimme, die sich nicht mehr zum Schweigen bringen ließ.

„Irene, es ist Zeit. Deine Geschichte möchte erzählt werden.“

Ich versuchte, diesen inneren Impuls zu ignorieren. Ich lenkte mich ab, beschäftigte mich mit anderen Dingen und redete mir immer wieder ein, dass es vielleicht besser wäre, alles für mich zu behalten.

Aber es funktionierte nicht.

Denn manche Dinge lassen sich nicht einfach verdrängen, wenn sie tief aus unserem Herzen kommen.

Und irgendwann verstand ich:

Vielleicht geht es bei diesem Buch gar nicht darum, ob andere Menschen mich verstehen. Vielleicht geht es darum, dass sich ein einziger Mensch durch meine Worte endlich verstanden fühlt.

Vielleicht gibt es da draußen jemanden, der Ähnliches erlebt hat wie ich.

Jemanden, der Dinge wahrnimmt, die er sich selbst nicht erklären kann. Der Fragen in sich trägt, auf die er bisher keine Antworten gefunden hat. Der sich anders fühlt, unverstanden, vielleicht sogar einsam.

Jemanden, der sich nicht traut, über seine Erfahrungen zu sprechen, weil er Angst hat, dafür ausgelacht oder verurteilt zu werden.

Und vielleicht hält genau dieser Mensch eines Tages mein Buch in seinen Händen.

Vielleicht liest er eine Zeile und denkt:

„Endlich. Ich bin nicht allein. Da ist jemand, der versteht, was ich fühle.“

Allein dieser Gedanke berührt mich zutiefst.

Denn ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man sich mit seinen Gedanken, Gefühlen und Erfahrungen allein gelassen fühlt.

Ich weiß, wie schmerzhaft es sein kann, wenn selbst die Menschen, die einem am nächsten stehen, nicht wirklich nachvollziehen können, was in einem vorgeht.

Viele Jahre meines Lebens habe ich mich so gefühlt.

Unverstanden. Anders. Manchmal verloren.

Ich habe mir so sehr gewünscht, dass mich jemand wirklich sieht. Nicht nur das, was ich nach außen zeige, sondern auch das, was tief in meinem Inneren verborgen liegt.

Meine Gedanken. Meine Ängste. Meine Sehnsucht. Meine Fragen an das Leben und an das, was vielleicht weit über unser sichtbares Dasein hinausgeht.

Nicht jeder konnte meinen Weg verstehen. Manche Menschen haben ihn zumindest akzeptiert.

Und manchmal war allein das schon ein großes Geschenk.

Deshalb möchte ich dir heute etwas sagen, von Herz zu Herz:

Wenn du dich manchmal anders fühlst als die Menschen um dich herum …

Wenn du Dinge erlebt hast, über die du dich kaum zu sprechen traust …

Wenn du das Gefühl hast, dass niemand wirklich versteht, was in deinem Inneren vorgeht …

Dann möchte ich dir sagen:

Du bist nicht allein.

Du musst dich nicht dafür schämen, dass du fühlst, was du fühlst.

Du musst dich nicht ständig erklären oder rechtfertigen.

Und du musst auch nicht so sein, wie andere Menschen dich gerne hätten.

Du darfst einfach du selbst sein.

Mit all deinen Gefühlen, deinen Fragen, deinen Zweifeln, deinen Wunden und deinen Hoffnungen.

Vielleicht kann ich dir nicht auf jede deiner Fragen eine Antwort geben. Vielleicht wirst du auch nicht alles, was ich in diesem Buch erzähle, genauso sehen oder empfinden wie ich.

Und das ist vollkommen in Ordnung.

Ich wünsche mir nur, dass du meine Worte mit einem offenen Herzen liest.

Denn jedes Wort in diesem Buch kommt aus meinem tiefsten Inneren.

Ich glaube daran, dass Worte und Gedanken eine eigene Energie in sich tragen. Dass sie uns berühren, etwas in uns bewegen und manchmal genau dort ankommen können, wo wir sie am dringendsten brauchen.

Und wenn ich dir durch dieses Buch auch nur einen kleinen Funken Hoffnung, Trost oder Mut schenken kann, dann hat sich jeder einzelne Moment des Zweifelns gelohnt.

Ich möchte mit diesem Buch nicht reich werden. Ich möchte Herzen erreichen.

Vielleicht sogar ein Herz, das schon lange darauf wartet, sich endlich verstanden zu fühlen.

Wie aus meinem Manuskript ein Buch wurde

Im Jahr 2022, zwei Jahre nachdem ich mein Manuskript fertiggestellt hatte, fasste ich schließlich den Mut, meine Geschichte mit der Welt zu teilen.

Ich veröffentlichte mein Buch über Amazon.

Für andere Menschen mag eine Buchveröffentlichung etwas ganz Selbstverständliches sein. Für mich war es ein riesiger Schritt.

Denn plötzlich waren meine Gedanken, meine Gefühle und meine ganz persönlichen Erfahrungen nicht mehr nur meine eigenen.

Sie waren für andere Menschen sichtbar.

Ich konnte mich nicht mehr hinter meiner Schublade verstecken.

Und natürlich war die Angst vor Kritik noch immer da.

Doch gleichzeitig spürte ich eine tiefe Freude und Dankbarkeit darüber, dass ich mich endlich getraut hatte.

Ein ganz besonderer Moment auf diesem Weg war für mich meine Buchvorstellung bei Astro TV in Berlin.

Dort durfte ich über mein Buch und meine spirituellen Erfahrungen sprechen.

Wenn mir das jemand einige Jahre zuvor erzählt hätte, hätte ich es wahrscheinlich selbst kaum glauben können.

Die Frau, die solche Angst davor hatte, ausgelacht oder verurteilt zu werden, saß plötzlich vor einer Kamera und sprach öffentlich über ihre Geschichte.

Es war aufregend, emotional und für mich ein weiterer Schritt aus meiner eigenen Angst heraus.

Heute, einige Jahre später, blicke ich mit großer Dankbarkeit auf diese Zeit zurück.

Doch seit der ersten Veröffentlichung ist unglaublich viel geschehen.

Ich habe neue Erfahrungen gesammelt, bin Menschen begegnet, die mich tief berührt haben, und durfte mich persönlich und spirituell weiterentwickeln.

Manche meiner damaligen Überzeugungen haben sich verändert. Andere haben sich durch meine Erlebnisse noch mehr gefestigt.

Und manches, was ich damals geschrieben habe, würde ich heute mit einem anderen Bewusstsein und einem tieferen Verständnis beschreiben.

Denn das Leben bleibt nicht stehen. Und auch wir bleiben nicht dieselben Menschen, die wir einmal waren.

Wir lernen. Wir wachsen. Wir hinterfragen. Wir lassen los.

Manchmal müssen wir sogar Dinge, von denen wir einmal vollkommen überzeugt waren, noch einmal aus einer anderen Perspektive betrachten.

Und genau das ist auch mir in den vergangenen Jahren immer wieder begegnet.

Deshalb habe ich mich entschieden, die ursprüngliche Ausgabe meines Buches von Amazon zu entfernen.

Nicht, weil ich meine damalige Geschichte bereue oder verleugnen möchte.

Ganz im Gegenteil.

Sie gehört zu mir.

Zu der Irene, die ich damals war. Mit all ihren Ängsten, Hoffnungen, Fragen und Erkenntnissen.

Aber heute bin ich nicht mehr dieselbe Frau wie 2020.

Ich bin gewachsen. Ich habe gelernt. Ich habe losgelassen. Und ich habe mich in vielerlei Hinsicht selbst noch einmal neu kennengelernt.

So entstand der Wunsch, meinem Buch eine neue Tiefe zu schenken, es zu ergänzen, zu aktualisieren und meine bisherigen Erfahrungen mit den Erkenntnissen der vergangenen Jahre zu verbinden.

Ende 2026 erhält mein Buch „Herzdiamant“ deshalb eine aktualisierte Neuauflage.

Für mich ist diese Neuauflage weit mehr als nur eine Überarbeitung.

Sie ist ein weiterer Abschnitt meiner persönlichen spirituellen Reise.

Ein Ausdruck dessen, was sich in meinem Leben, in meinem Herzen und in meinem Bewusstsein verändert hat.

Und vielleicht zeigt sie auch etwas, das ich dir von Herzen mitgeben möchte:

Wir dürfen uns verändern. Wir dürfen wachsen. Wir dürfen alte Überzeugungen hinterfragen und neue Wege einschlagen, ohne uns dafür rechtfertigen zu müssen.

Denn jede Version von uns selbst hat ihre eigene Geschichte.

Ich bin dankbar für die Irene von damals, die trotz ihrer Ängste irgendwann den Mut gefunden hat, ihre Geschichte zu erzählen.

Und ich bin dankbar für die Irene von heute, die bereit ist, diese Geschichte weiterzuschreiben.

Denn meine spirituelle Reise ist noch lange nicht zu Ende.

Eine Reise von meiner Seele zu deiner Seele

Auf den folgenden Seiten nehme ich dich mit auf meine ganz persönliche spirituelle Reise.

Ich erzähle dir von meinen eigenen Erlebnissen, von Begegnungen, die mich geprägt haben, und von Erfahrungen, die mich dazu gebracht haben, das Leben, die Seele und unsere Existenz mit anderen Augen zu betrachten.

Außerdem werde ich einige Geschichten aus meiner Arbeit mit Klientinnen und Klienten mit dir teilen.

Zum Schutz ihrer Privatsphäre habe ich persönliche Angaben und einzelne Details verändert. Die wesentlichen Erfahrungen und Botschaften, die ich damit vermitteln möchte, bleiben jedoch erhalten.

Dabei geht es mir nicht darum, dich von meinen Überzeugungen zu überzeugen.

Es geht mir darum, dir einen Einblick in meine Welt zu schenken und dich einzuladen, deine eigenen Gedanken und Gefühle dazu wahrzunehmen.

Vielleicht erkennst du dich in manchen Geschichten wieder. Vielleicht bringen sie dich zum Nachdenken. Vielleicht berühren sie etwas in dir, das schon lange darauf wartet, gesehen zu werden.

Und vielleicht ist es auch einfach nur eine Reise, auf die du dich für eine Weile mit mir begibst.

Was du daraus für dich mitnimmst, darfst du ganz allein entscheiden.

Natürlich weiß ich, dass nicht jeder Mensch dieses Buch verstehen oder gutheißen wird.

Es wird Menschen geben, die meine Erfahrungen anzweifeln. Menschen, die meine Sichtweise kritisieren. Und vielleicht auch Menschen, die darüber lachen.

Und weißt du was?

Ich habe manchmal immer noch Angst davor.

Denn ich bin ein Mensch. Mit Gefühlen, mit Unsicherheiten und mit dem tiefen Wunsch, angenommen und geliebt zu werden.

Mein ganzes Leben lang wurde ich immer wieder kritisiert.

Von Menschen aus meiner Familie, von Freunden, ehemaligen Partnern, Arbeitskollegen, von manchen unzufriedenen Klienten, die sich vielleicht mehr von unserer gemeinsamen Arbeit erhofft hatten, und auch von Menschen in den sozialen Medien.

Ganz gleich, was ich tat oder nicht tat, irgendjemand hatte immer etwas daran auszusetzen.

Und lange Zeit habe ich versucht, genau das zu verhindern.

Ich wollte es allen recht machen.

Ich wollte niemanden enttäuschen.

Ich wollte alles richtig machen, immer freundlich sein, immer Verständnis zeigen und möglichst keine Fehler machen.

Ich wollte perfekt sein, damit mich niemand kritisieren konnte.

Aber weißt du, was ich irgendwann begriffen habe?

Das funktioniert nicht.

Egal, wie sehr wir uns bemühen, wir werden niemals allen Menschen gefallen können.

Und vielleicht ist genau das eine der wichtigsten Erkenntnisse meines Lebens:

Ich muss nicht perfekt sein, um wertvoll zu sein.

Ich bin nicht perfekt.

Ganz und gar nicht.

Ich habe in meinem Leben unzählige Fehler gemacht. Ich habe Entscheidungen getroffen, die ich heute vielleicht anders treffen würde. Ich war nicht immer geduldig, nicht immer liebevoll und ganz sicher nicht immer das kleine Engelchen, das sich meine Eltern vielleicht gewünscht hätten.

Ich habe Menschen enttäuscht.

Und ja, ich habe bestimmt auch Menschen verletzt. Manchmal bewusst, manchmal ohne es zu wollen.

Das zu erkennen, tut weh.

Denn niemand möchte gerne in den Spiegel schauen und sich eingestehen, dass er selbst anderen Menschen Schmerz zugefügt hat.

Aber auch das gehört zu meiner Geschichte.

Ich möchte mich nicht hinter Ausreden verstecken.

Wenn ich einem Menschen in meinem Leben Leid zugefügt habe, dann tut mir das von Herzen leid.

Ich bitte all jene um Vergebung, die ich durch meine Worte, mein Verhalten oder meine Entscheidungen verletzt oder enttäuscht habe.

Und ich versuche, auch mir selbst zu vergeben.

Für all die Fehler, die ich gemacht habe.

Für all die Momente, in denen ich es nicht besser wusste.

Für die Entscheidungen, die ich aus Angst, Unsicherheit oder Schmerz getroffen habe.

Denn auch ich bin auf meinem Weg.

Auch ich lerne noch.

Jeden einzelnen Tag.

Vielleicht besteht unsere Aufgabe im Leben gar nicht darin, niemals Fehler zu machen, sondern daran zu wachsen, Verantwortung zu übernehmen und immer wieder neu zu versuchen, mit mehr Liebe und Bewusstsein zu handeln.

Heute weiß ich, dass ich nicht länger darauf warten möchte, bis ich keine Angst mehr habe.

Vielleicht wird dieser Tag niemals kommen.

Vielleicht bedeutet Mut auch gar nicht, keine Angst zu haben.

Vielleicht bedeutet Mut, seinem Herzen zu folgen, obwohl die Angst noch da ist.

Und genau deshalb möchte ich auch mit dieser Neuauflage noch einmal einen Schritt weitergehen.

Ich kann nicht beeinflussen, was andere Menschen darüber denken oder sagen werden.

Ich kann nicht in ihre Köpfe schauen.

Ich kann nur entscheiden, ob ich mich weiterhin von meiner Angst zurückhalten lasse oder ob ich den Mut finde, meinen eigenen Weg zu gehen.

Und ich habe mich entschieden.

Für meinen Weg. Für meine Wahrheit. Für das, was mein Herz mir schon so lange sagen möchte.

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Ich vertraue darauf, dass dieses Buch genau die Menschen erreicht, für die meine Worte vielleicht eine Bedeutung haben.

Und ich vertraue auf Gott.

Auf jene göttliche Liebe, an die ich von ganzem Herzen glaube und die mich auf meinem bisherigen Lebensweg immer wieder getragen hat, selbst in Zeiten, in denen ich sie nicht erkennen oder spüren konnte.

Mein Glaube ist ein Teil von mir.

Er ist nicht davon abhängig, ob andere Menschen ihn verstehen, teilen oder infrage stellen.

Ich möchte dieses Buch in den Dienst Gottes und der Liebe stellen.

Nicht, weil ich glaube, alle Antworten zu kennen.

Sondern weil ich tief in meinem Herzen spüre, dass Liebe, Mitgefühl und Vertrauen uns auf unserem Weg begleiten können.

Und so wünsche ich mir, dass meine Geschichte vielleicht ein kleines Licht auf deinem eigenen Seelenweg sein darf.

Dass sie dir Mut schenkt, wenn du zweifelst.

Dass sie dich daran erinnert, dass du wertvoll bist, wenn du dich selbst infrage stellst.

Dass sie dir Hoffnung gibt, wenn du gerade nicht weißt, wie dein Weg weitergehen soll.

Und dass sie dich vielleicht ein kleines Stück näher zu dir selbst führt.

Mögest du auf deinem Weg Liebe erfahren, Vertrauen finden und dich daran erinnern, dass dein eigenes Licht niemals ganz erlischt, auch wenn du es manchmal nicht sehen kannst.

Möge Gott dich segnen und dich auf deinem ganz persönlichen Seelenweg begleiten.

Und vielleicht, nur vielleicht, hältst du dieses Buch gerade nicht ohne Grund in deinen Händen.

Vielleicht ist jetzt genau der richtige Moment für unsere gemeinsame Reise.

Von meiner Seele zu deiner Seele.

In Liebe und Dankbarkeit,

Deine Irene
Herzdiamant

WACH AUF!

Eine Kurzgeschichte von Irene Matern, 2017

Wir laufen durch unser Leben. Tag für Tag. Oft, ohne wirklich wahrzunehmen, was um uns herum geschieht.

Mit Scheuklappen vor unseren Augen, die wir uns irgendwann selbst angelegt haben.

Wir schauen weder nach rechts noch nach links. Unser Blick ist nur nach vorne gerichtet.

Immer weiter. Immer höher. Immer schneller. Immer besser.

Immer mehr. Mehr. Mehr.

Wir hetzen von einem Ziel zum nächsten, jagen unseren Träumen hinterher und glauben, dass wir irgendwann glücklich sein werden, wenn wir nur genug erreicht, genug verdient oder genug besessen haben.

Wir haben so vieles und fühlen uns doch manchmal, als würden wir mit leeren Händen dastehen.

Also strecken wir unsere Hände erneut aus und bitten um noch mehr.

Mehr Erfolg. Mehr Anerkennung. Mehr Sicherheit. Mehr Liebe.

Wir suchen nach etwas, das wir selbst nicht benennen können.

Etwas fehlt.

Tief in unserem Inneren spüren wir eine Sehnsucht, doch wir wissen nicht, wonach.

Und so laufen wir weiter.

Immer im Kreis.

Schneller und schneller.

Bis sich irgendwann alles um uns herum dreht und wir vor lauter Schwindel plötzlich zu Boden fallen.

Erschöpft. Kraftlos. Vielleicht sogar verzweifelt.

Wir verstehen nicht, warum uns das passiert ist.

Warum gerade uns?

Wir haben doch immer alles gegeben. Haben funktioniert, gekämpft und versucht, alles richtig zu machen.

Und nun liegen wir da.

Plötzlich ist es still.

Zum ersten Mal seit langer Zeit müssen wir nirgendwohin.

Wir müssen nichts leisten. Niemandem etwas beweisen.

Wir dürfen einfach nur sein.

Und dann entdecken wir etwas neben uns auf dem Boden.

Unsere Scheuklappen.

Sie sind bei unserem Sturz heruntergefallen.

Ganz vorsichtig öffnen wir unsere Augen.

Wir schauen nach rechts.

Dann langsam nach links.

Und plötzlich sehen wir Dinge, die schon immer da waren, die wir aber all die Jahre nicht wahrgenommen haben.

Wir richten uns langsam auf.

Stehen still.

Schauen uns um.

Und können kaum glauben, was wir sehen.

Das sanfte Licht der Sonne. Die Schönheit einer Blume. Die Bewegung der Blätter im Wind. Das Wunder eines einzigen Atemzugs.

All die kleinen Dinge, an denen wir bisher achtlos vorbeigelaufen sind.

Die Welt hat sich nicht verändert. Aber unser Blick auf sie.

Wir stehen einfach nur da.

Sprachlos.

Und zum ersten Mal beginnen wir wirklich zu begreifen, was das Wort Wunder bedeutet.

Es liegt eine Magie in diesem Augenblick.

Eine tiefe Stille, die sich nicht leer anfühlt, sondern voller Leben.

Und dann geschieht etwas in uns.

Ganz leise.

Fast unbemerkt.

Wir spüren, wie die Kälte, die sich über all die Jahre um unser Herz gelegt hat, langsam zu schmelzen beginnt.

Wie eine dicke Schicht aus Eis, die unter den ersten warmen Sonnenstrahlen des Frühlings auftaut.

Tropfen für Tropfen.

Wir fühlen, wie es in uns wärmer wird.

Wie etwas, das wir schon längst vergessen glaubten, wieder zum Leben erwacht.

Und plötzlich spüren wir es.

Unser Herz.

Nicht nur seinen Schlag.

Sondern seine Wärme. Seine Liebe. Seine Lebendigkeit.

Vielleicht zum ersten Mal seit vielen Jahren.

Wir atmen tief ein.

Und wieder aus.

Tränen laufen über unsere Wangen. Doch diesmal sind es keine Tränen der Verzweiflung.

Es sind Tränen der Berührung.

Der Dankbarkeit.

Des Erwachens.

Wir öffnen unsere Augen noch ein kleines Stück weiter und erkennen, wie wunderschön diese Welt eigentlich ist.

Wie viel Liebe, Schönheit und Wunder uns jeden Tag umgeben, ohne dass wir sie wirklich wahrnehmen.

Und in diesem einen Augenblick verstehen wir etwas, das wir so lange im Außen gesucht haben:

Das größte Wunder war die ganze Zeit bereits in uns.

Wir selbst sind ein Wunder.

Nicht erst dann, wenn wir erfolgreich sind.

Nicht erst dann, wenn wir etwas erreicht haben.

Nicht erst dann, wenn andere Menschen uns lieben oder anerkennen.

Sondern einfach, weil wir sind.

Weil wir leben.

Weil wir fühlen können.

Weil unser Herz schlägt.

Und weil wir die Fähigkeit besitzen, die Welt mit anderen Augen zu betrachten.

Vielleicht müssen wir manchmal erst fallen, um wieder sehen zu können.

Vielleicht müssen wir manchmal alles anhalten, um zu erkennen, was wirklich wichtig ist.

Und vielleicht müssen wir uns manchmal selbst verlieren, um den Weg zurück zu unserem Herzen zu finden.

Denn die größten Wunder des Lebens lassen sich nicht mit dem Verstand erklären.

Man kann sie nicht besitzen, nicht erzwingen und nicht mit Geld kaufen.

Man muss sie fühlen.

Ganz tief.

In unserem Herzen.

Irene Matern
Entstanden 2017 während einer Trance-Writing-Übung am Arthur Findlay College in England.

**********

alte Version:

Meine Kurzgeschichte, die ich in London am Arthur Findlay College für paranormale Phänomene 2017 beim Trance Writing geschrieben habe:

11WACH AUF!

„Wir laufen umher, tagein, tagaus, mit unseren

festsitzenden Scheuklappen. Schauen weder nach

rechts noch nach links … immer vorwärts, immer

höher, immer weiter, immer besser, immer mehr,

immer mehr, immer mehr.

Wir haben viel und doch stehen wir mit leeren

Händen da und bitten um noch mehr. Wir suchen

etwas und wissen nicht, was. Wir bewegen uns im

Kreis und alles dreht sich, bis wir vor lauter

Schwindel einfach plötzlich umfallen. Dann

wundern wir uns, warum uns das nun passiert ist.

Wir sehen die Scheuklappe auf dem Boden neben

uns liegen und sehen plötzlich Dinge um uns herum,

die wir nie vorher gesehen haben. Wir schauen nach

rechts … ganz langsam … dann nach links, wir

stehen auf und schauen einmal um uns herum und

sind einfach nur sprachlos.

Wir stehen ganz still da und fangen an zu begreifen,

was das Wort Wunder bedeutet. Es ist Magie im

Raum und wir fühlen, wie unser Herz auftaut, wie

die Tropfen auf den Boden fallen und wie es in uns

12immer wärmer wird…. Wir fühlen zum ersten Mal

unser Herz.

Wir öffnen unsere Augen und sehen zum ersten Mal,

wie wunderschön unsere Welt ist und wir begreifen,

dass auch wir selbst ein wahres Wunder sind.

Wunder kann man nicht einfach in Worte fassen,

man muss sie fühlen … tief in unseren Herzen.“

(Short Story by Irene Matern, 2017)

13KAPITEL 1

WIE ALLES BEGANN…

„Mit 18 habe ich mein Leben geplant… das

Leben und ich lachen immer noch!“

Mai 2017: Einige Jahre zuvor (da war ich noch

Gymnasiallehrerin)…

Ich habe noch nie ein Buch geschrieben und es kam

mir auch nie in den Sinn, das zu tun, aber am 30.

Mai 2017 sitze ich tatsächlich da und fange an, ein

Buch zu schreiben. Und das alles nur, weil ich beim

Wechseln der Bettwäsche diese innere Stimme

hörte, die mir mehrmals sagte, ich solle jetzt sofort

damit beginnen. Ich muss am nächsten Tag sehr

früh raus, weil meine Schüler eine Deutschklausur

schreiben sollen… und was mache ich? Ich liege im

Bett und schreibe ein Buch um kurz vor

Mitternacht… wovon ich absolut keine Ahnung

habe! Also gut, ich lasse mich führen und

überraschen, was sich daraus entwickelt. Max Frisch

formulierte es so herrlich in seinem Roman „Homo

Faber“: durch das Schreiben lernt der Mensch sich

14selbst kennen, weil er auf diese Weise seiner Seele

begegnet. Ich glaube, da ist etwas dran! Die Reise

kann beginnen!

Klausuren, Homo Faber und Engel…. Wie passt das

denn zusammen? Nun ja, eigentlich gar nicht!

Ich heiße Irene, bin 1987 in Kasachstan geboren

worden und kam mit sechs Jahren mit meinen

Eltern und meinem kleinen Bruder nach

Deutschland.

Warum wir ausgewandert sind? Weil die

Wirtschaftslage unglaublich schlecht war und die

Leute mehrere Jobs hatten, um sich über Wasser zu

halten, selbst Akademiker. Meine Eltern hatten

beide Diplome mit Auszeichnungen in technischen

Bereichen, aber keinen Job. Als meine Eltern

heirateten, wusste meine Mutter nicht, dass mein

Vater deutsche Wurzeln hatte. Sie selbst ist eine

echte Russin aus Russland, die mit ihren Eltern einst

aus Russland nach Kasachstan ausgewandert war,

als sie 19 war. Die Russlanddeutschen wurden von

den echten Russen nicht unbedingt angenommen,

sie waren quasi Ausländer in ihren Augen. Mein

Vater wurde als Kind daher oft negativ als Deutscher

abgestempelt und fühlte sich nicht wirklich in der

Heimat zuhause. Deshalb verschwieg er meiner

15Mutter gegenüber seine deutschen Wurzeln. Aber

meiner Mutter hat die Wahrheit später nichts

ausgemacht. Im Gegenteil, dafür war es umgekehrt,

denn ihre Schwiegermutter akzeptierte sie nicht,

weil sie wiederum eine echte Russin war und eben

keine deutschen Wurzeln hatte.

Egal, wie man es macht, man kann es nie allen

Recht machen. Aber es lebt sich wesentlich leider,

wenn man nicht das Bedürfnis hat, „Everybody´s

Darling“ sein zu müssen.

Fünf Jahre nach der Hochzeit kam ich dann doch

noch zur Welt, nachdem ich meine Eltern verdammt

lange hingehalten hatte…. Sie wollten schon fast

die Hoffnung auf Nachwuchs aufgeben. Und sie

hatten sich doch einen Jungen gewünscht,

zumindest mein Vater! Und dann kam ich…. Falsche

Bestellung, aber sie haben mich nicht reklamiert

und zurückgeschickt.

Ich durfte bleiben, auch wenn ich die ersten Monate

nur durchgeschrien habe und ständig krank war und

Penicillin ohne Ende bekam… Ich war von Anfang

an bockig, manchmal impulsiv und hatte meinen

eigenen Kopf. Das ist bis heute geblieben…

Meine Mutter sagte, ich sei immer ein Rebell

gewesen und sie konnte mich nie wirklich unter

16Kontrolle kriegen, auch wenn sie es mit allen

Mitteln versucht hatte. Oh ja…. Aber ein cooles

Mädchen war ich auch, denn ich spielte lieber mit

Papas Werkzeugkoffer als mit Mädchenkram…. Den

hab ich aber später nachgeholt… mit Puppen, Pink

und Pumps! Yes!

Als ich 6 Jahre alt war, mein Bruder war da 3,

packten wir unsere sieben Sachen und wanderten

nach Deutschland aus. Das war in 1993.

Zur Begrüßung erhielten wir vom Staat 50 Deutsche

Mark und eine Staatshilfe in Kreditform, so dass wir

jeden Cent natürlich zurückzahlen mussten. Das ist

heut in der Flüchtlingskrise anders gelöst worden….

Meine Eltern konnten kein Wort Deutsch, wir Kids

dann natürlich auch nicht…. Die Diplome und

sonstige Papiere wurden in Deutschland nicht

anerkannt und meine Eltern durften hier quasi ohne

Sprachkenntnisse bei Null beginnen.

Meine Mutter nahm Putzstellen an, obwohl sie

überqualifiziert war, und kümmerte sich um uns

Kinder, damit mein Vater fast ein Jahr lang ein

unbezahltes Praktikum bei einer Firma im

Ingenieurbereich machen konnte, ohne zu wissen,

ob er überhaupt eine Chance auf einen Job hatte.

17Es war eine harte Zeit mit wenig Geld und

unendlich vielen Sorgen. Aber meine Eltern wollten

uns eine bessere Zukunft ermöglichen, wollten, dass

wir eine gute Ausbildung bekommen und dann auch

eine gute Arbeitsstelle.

Sie wollten nicht, dass wir auch eines Tages im

Alkohol versinken, wie das in Russland (und ich

Kasachstan lebten viele Russen damals, da es zur

Sowjetunion gehörte) leider auch heute noch ein

gewaltiges Problem ist.

Und allein dafür bin ich ihnen von Herzen dankbar.

Für den Mut, so einen Schritt zu gehen und Opfer in

Kauf zu nehmen. Mein Vater bekam nach Monaten

tatsächlich den Job als Ingenieur bei der Firma und

blieb dann über 25 Jahre dort bis zur Rente.

M e i n e M u t t e r k o n n t e m i t b e s s e r e n

Deutschkenntnissen dann als Verkäuferin arbeiten

und machte sich später sehr erfolgreich selbständig

als medizinische Fußpflegerin. Sie wurde von ihren

Kunden unglaublich geschätzt. Mit 60 machte sie

dann einen Englischkurs und bildete sich in

Numerologie und psychologischer Beratung weiter,

schloss mit der Fußpflege ab und macht noch

numerologische Beratungen vor allem in

18russischsprachigen Raum, wo sie sehr für ihre

Kenntnisse gelobt wird.

Meine Eltern waren und sind immer noch große

Vorbilder für mich, wenn es um Mut, Veränderung,

Flexibilität, Disziplin, Hartnäckigkeit, Willen und

Durchhaltevermögen geht. Und sie haben mir

beigebracht, an sich zu glauben und auch trotz

Angst Dinge zu tun, von denen man träumt, auch

wenn man scheitern könnte.

An meinen ersten Schultag kann ich mich nicht

mehr so ganz erinnern… wahrscheinlich hab ich die

Grundschulzeit etwas aus meinem Bewusstsein

gestrichen. Insgesamt hab ich aber drei

verschiedene Grundschulen besucht, weil wir so oft

umgezogen sind. Das war glaub ich nicht so cool.

Und einfach auch nicht…. Ich konnte ja kein Wort

Deutsch! Und ich durfte dann später auch noch

neue Freunde suchen an den anderen Schulen. Und

bei meinem Bruder war es im Kindergarten wohl

ähnlich…

Ich erinnere mich aber an meine erste Barbiepuppe,

als wir in Deutschland, in Weinsberg bei Heilbronn

im Auffanglager angekommen waren. Sie hat

damals 10 Deutsche Mark gekostet, was seeeeehr

viel Geld für uns war und ich hab sie von dem

19Begrüßungsgeld kaufen dürfen. Dieses Bild hab ich

heute, mit 33 im Jahre 2020, immer noch. Ein

glücklicher Moment in meiner Kindheit. Ich hatte so

viele glückliche Momente in meinem Leben und ich

bin so dankbar für jeden einzelnen.

Aus der Kindheit in Kasachstan erinnere ich mich

auch an den Moment, als mein Vater aus Moskau

Orangen und Bananen mitbrachte. Sowas kannten

wir nur aus dem Fernsehen! Und dann durften wir

sie echt essen! Die Bananen waren noch grün und

schmeckten scheußlich…. Wir wussten damals

nicht, dass sie ja unreif waren…. Heut weiß ich es!

Wenn ich heute im Supermarkt Obst sehe, kommt

manchmal die Erinnerung hoch und ich muss

innerlich schmunzeln, wenn ich die Orangen und

Bananen sehe…

Für mich waren materielle Dinge niemals

selbstverständlich, weil ich sie ja nie wirklich hatte,

und daher habe ich alles wertzuschätzen gelernt,

was ich in meinen späteren Jahren „besitzen“ durfte,

wenn auch nur für einen Lebensabschnitt. Meinem

Exmann bin ich auch unglaublich dankbar für alle

Reisen und sonstige materielle Dinge, die ich

niemals so intensiv erlebt hätte ohne ihn. Aber

Materielles macht dich nicht glücklich, auch das

durfte ich dadurch lernen.

20Materielles bedeutete für mich Sicherheit. Und

dieses Gefühl ist wichtig, um sich wohl zu fühlen

und ruhig schlafen zu können. Aber Sicherheit gibt

es nicht. Es ist immer nur eine Schein-Sicherheit…

leider.

Aber meine Seele hatte trotzdem nie Angst, das

Materielle wieder verlieren zu können, schließlich

können wir es eh nicht mitnehmen, wenn wir eines

Tages diese Welt verlassen. Mein Ego hatte aber

mega Schiss davor! 😉 Vielleicht kommt dir das auch

bekannt vor… Ich hatte im Leben immer wieder mal

alles und dann wieder nichts wirklich. Oder

umgekehrt. Aber ich war immer zufrieden mit dem,

was ich in der jeweiligen Lebenssituation hatte. Es

hätte ja schließlich auch schlimmer sein können.

War es aber im Vergleich dann doch nicht. Das hat

mir sehr geholfen, als ich dann mit 28 nach der

Scheidung vier Jahre lang alleinerziehend war, bis

ich mit 32 meinen jetzigen Lebenspartner (nach 16

Jahren wieder) getroffen habe und wir

zusammengezogen sind.

Als Alleinerziehende war es schwierig, einen neuen

Partner zu finden, wo es einigermaßen passte.

Entweder harmonierte es zwischen mit und dem

Partner gut, aber nicht zwischen Kind und Partner

21oder es lief gut zwischen Kind und Partner, aber

nicht wirklich gut zwischen dem Partner und mir.

Kennst du das auch, wenn du alleinerziehend bist?

In solchen hoffnungslosen Momenten hab ich mir

manchmal gewünscht, eine Nonne im Kloster zu

sein. Der Plan war aber schwer umsetzbar mit

einem Kleinkind. Vielleicht im nächsten Leben!

Ich hatte also alle karmischen Beziehungen hinter

mir, bevor ich reif genug war, meiner Dualseele (und

das ist nicht die einfachste….) zu begegnen. Ich

hatte alle möglichen Szenarien durch, wie es nicht

funktionieren konnte…. Vielleicht schreib ich dazu

auch mal ein Buch! Jetzt bin ich unfassbar dankbar

für all diese Lektionen! Glaub mir, das war ich

damals nicht…. Ich hatte nicht verstanden, wozu

alles gut war. Heute schätze ich soooooo viele Dinge

an meinem Partner, die ich ohne die Vorerfahrungen

wahrscheinlich für selbstverständlich gehalten hätte.

Dafür gibt es jetzt neue Lektionen durch und mit

ihm zu lernen…Denn eine Dualseele zeigt dir den

Spiegel noch deutlicher und das tut weh… Aber erst

wenn man hinsieht, den Schmerz annimmt und

langsam heilt, löst er sich allmählich auf und man

reift seelisch. Alles beginnt bei DIR, nicht bei den

anderen.

22Lernen hört niemals auf. Und gerade nach der

Schule fängt es erst richtig an mit der Schule des

Lebens!

Und wenn du deine Dualseele triffst, bekommst du

den krassesten Spiegel vorgesetzt, der dir all deine

Schwächen deutlich zeigt…. Das musst du erst mal

seelisch ertragen können, um sie anzuschauen,

reflektieren und dann schließlich heilen zu können.

Und in einer Beziehung kann deine Seele am

schnellsten reifen, weil der Partner dir spiegelt,

woran du noch zu arbeiten hast… an deinem

Selbstwert, an deiner Wut, deiner Ungeduld und

sonstigen Unzulänglichkeiten. Das, was dich

triggert, schlummert noch in dir und will

angeschaut und geheilt werden. Klingt hart, ist auch

hart.

Heile das innere Kind in dir, vergib deinen

Mitmenschen, die dir in welchem Leben auch

immer weh getan haben, bitte um Vergebung

und vergib dir selbst… und du wirst Frieden in

dir finden.

Das ist vielleicht der kürzeste Weg zur Selbstheilung

und Lösung von Karma, aber auch emotional

gesehen der schwerste…. Du entscheidest. Dein

Leben. Dein freier Wille. Dein Spielplatz.

23Mittlerweile (im Jahre 2020) bin ich 33 Jahre alt,

ehemals Lehrerin am Gymnasium, nun seit 2018

selbständig als Hypnose Coach.

Weißt du, was das Witzige oder Paradoxe war? Ich

war Deutschlehrerin….. ja, Deutsch (okay und

Englisch habe ich auch studiert). Dafür, dass ich bei

der Einschulung 1993 kein Wort Deutsch sprechen

konnte, bin ich mit 24 Deutschlehrerin geworden

und habe unter anderem Goethes „Faust“ in der

Oberstufe unterrichtet (side note…ich finde Goethe

und Schiller toll!). Das Transzendentale faszinierte

mich einfach sehr.

Meine Jugendzeit hab ich in der Tanzschule

verbracht. Ich tanzte gern Hip Hop und Video Clip

Dancing. Mit 15 gewann ich bei einem Casting in

der Tanzschule und durfte mit 11 anderen Tänzern

als Backgroundtänzer bei drei Tourneen von DJ

Bobo im Jahre 2003 beim Chihuahua Song dabei

sein. Das Interessante war, dass sogar die Tour

„Visions“ hieß… das wird mir gerade klar…. Ich

stand direkt neben ihm auf der Bühne vor 11 000

Menschen in München…. Das war eine fantastische

Erfahrung mit 15! Und seeehr viele Stunden

Übung…. In der Heilbronner Zeitung war unsere

Tanztruppe dann natürlich auch abgebildet.

24Während des Studiums in Würzburg langweilte ich

mich etwas und hatte daher auch verschiedene

Nebenjobs, um als Student etwas Geld zu haben

und um in diverse andere Jobs reinzuschnuppern.

Also arbeitete ich nebenbei in der Grundschule als

Hausaufgabenbetreuerin, machte Promotion für

Schlafsysteme, versuchte mich als (leider

katastrophale) Kellnerin in einem Café, arbeitete im

Lager im C&A, machte bei einer Social Media Seite

für Senioren einen Englisch-Chat zum Englisch üben

und gab zwei Jahre lang HipHop Tanzkurse in

Würzburg. Das war eine unvergessliche Zeit.

Ich habe viel erlebt, schöne wie auch teilweise sehr

schmerzhafte Dinge. Ich wollte nur wenige

Ratschläge annehmen, sondern alles am eigenen

Leib erfahren. Vielleicht hätte ich mir einiges von

dem, was ich erlebt habe, erspart, hätte ich mich

öfter einmal umgehört. Aber dadurch bin ich die

Person geworden, die ich jetzt bin.

Und durch diese Erfahrungen bin ich vielleicht zu

meinem „Talent“, wie es manche nennen,

gekommen. Es erschien im richtigen Moment, als

ich Ende 2014 den für mich tiefsten Punkt meines

Lebens erreicht hatte und rettete mich davor, mich

selbst völlig aufzugeben und in einer Depression zu

25enden. Innerhalb von drei Monaten änderte sich

mein Leben um 360 Grad.

All das begann vor einigen Jahren, im Dezember

2014, da war ich 27 Jahre alt. Von diesem Zeitpunkt

an sind so viele Dinge passiert, dass ich gar nicht

weiß, wo ich überhaupt anfangen soll.

Ich habe plötzlich meine innere Stimme gehört, ich

hatte spontan Visionen und konnte einige Dinge

sehen oder Geheimnisse aufdecken, ich konnte

Engel oder Lichtwesen wahrnehmen und ihre

S t i m m e v o n Ve r s t o r b e n e n i r g e n d w a n n

unterscheiden. Ich konnte fremde Seelen

wahrnehmen und sie klar und deutlich vor meinem

inneren Auge sehen, ich konnte mit ihnen in

Gedanken sprechen, ich konnte sie sogar teilweise

fühlen. Ich konnte „heilen“ durch Gedanken und

durch Handauflegen und war absolut überfordert

mit diesem plötzlichen Talent, Gabe oder was auch

immer das war, weil ich nicht wusste, wie das

möglich war und warum ICH es plötzlich konnte

und ich war verzweifelt, weil ich nicht wusste, wie

ich es steuern konnte, wie ich mich eventuell

energetisch schützen sollte, und…und…und…

26Was ich damals nicht wusste: meine Kundalini-

Energie war spontan erwacht. Und damit auch all

meine seelischen „Talente“, von denen ich nicht

wusste, dass ich sie in mir hatte.

Die Kundalini-Energie erwacht dann in deinem

Leben, wenn es in deinem Seelenplan vorgesehen ist

und deine Seele reif genug ist, um mit dieser

gewaltigen Energie verantwortungsbewusst

umgehen zu können. Was ich bis dato auch nicht

wusste: man kann die Energie nicht stoppen oder

ihr sagen, dass sie schön wieder schlafen gehen darf.

Sie führt nämlich ein Eigenleben und du hast dich

dem zu beugen, wenn du nicht gegen den Strom

(und der ist gewaltiger als du es dir vorstellen

kannst) schwimmen willst. Also musste ich wohl

oder übel über mehrere Jahre lernen, damit

umzugehen und auf der Welle zu reiten. Glaub mir,

das war nicht so einfach…. Und da die Kundalini-

Energie schubweise immer weiter „erwacht“ und

stärker wird, wird es wohl nie Ruhe geben.

In 2017 machte ich daher verschiedene Reiki-

Ausbildungen und war am Arthur Findlay College in

London (Stansted), um herauszufinden, was das

war und wie ich diese Energie am besten loswerden

konnte, weil ich keinen Bock drauf hatte… Die

27Mentoren sagten, ich solle dankbar dafür sein und

anderen Menschen damit helfen. Na toll… Ich lernte

dort zumindest, wie ich die Energie besser steuern

konnte und wie ich meine Wahrnehmungen

dämpfen oder sogar im Alltag gelegentlich

„stoppen“ konnte. Seitdem geht es mir besser damit

und ich nutze lieber die Hypnose oder die Trance,

um Menschen zu helfen.

Aber heute, in 2020, weiß ich, wozu die Kundalini-

Energie da erwacht war. Ich war seit 3 Jahren

Mutter und hatte gelernt, Verantwortung zu

übernehmen…. Und auch durch meinen Ex-Mann

habe ich sehr viele verschiedene Erfahrungen

gemacht, durch die ich wachsen durfte. Er war 14

Jahre älter als ich und das hatte mir geholfen, viele

Dinge heute aus einer anderen Perspektive zu

betrachten. Damals war es natürlich lange nicht so

und ich reagierte oft eher kindisch, denke ich…

Aber das Schlimmste in der Anfangszeit für mich

war, dass ich es außer meiner Familie niemandem

erzählen konnte, weil mir wahrscheinlich niemand

geglaubt hätte. Selbst mein jetziger Ex-Mann hat

eine Veränderung in mir zwar bemerkt, diese Dinge

aber nicht ernst genommen. Ich habe mittlerweile

gelernt, die Ansichten meines Umfeldes zu

akzeptieren und möchte es niemandem mehr recht

28machen. Denn jeder glaubt sowieso nur das, was er

glauben will.

Ich habe mich in dieser Zeit unglaublich einsam und

allein gefühlt und von meinen Mitmenschen einfach

nicht verstanden. Teilweise ist es leider auch heute

noch so, weshalb ich im Juli 2020 ja wieder

angefangen habe, mein Buch weiter zu schreiben.

Meinem Buch kann ich alles erzählen. Alle kuriosen

und paranormalen Geschichten, die mir in dieser

Welt nicht viele glauben und auch nicht viele

wirklich verstehen würden, außer die, die es selbst

oder mit mir in den Coachings mit Hypnose erlebt

haben. Danke an dieser Stelle schon mal an dich,

lieber Leser, dass du dich getraut hast, dieses Buch

in die Hand zu nehmen und Geschichten zu lesen,

die dich vielleicht so berühren werden, dass du

weinen musst oder Geschichten, die dein Hirn so

verdrehen werden, dass du nicht mehr weißt, wo

Anfang und Ende sind. Wenn du aber das Buch in

der Hand hältst, dann ist deine Seele bereit für

diesen Inhalt. Zufälle gibt es nicht, glaub mir.

Und selbst wenn du danach denkst, es sei alles

erfunden und nicht real oder bestimmte Phänomene

wie Fremdenergien und UFOs seien einfach nur

Blödsinn, was auch Viele eben behaupten, dann soll

29es für dich eben Blödsinn sein. Jeder hat seine

eigene Wahrheit. Aber dann solltest du das Buch

jetzt besser nicht weiter lesen…

Alles, was ich in diesem Buch schreibe, ist einzig

und allein meine persönliche Meinung und meine

Ansicht und es gibt sicherlich viele Experten, die

dieser Meinung widersprechen und das ist okay.

Möge mein Buch dein Herz ganz tief berühren, es

mit viel Liebe füllen und dadurch wenigstens ein

Stück „heilen“.

Mein Vater und mein Bruder hörten sich einige

Geschichten und Visionen an, standen diesen aber

trotzdem kritisch gegenüber… bis heute. Meine

Mutter dagegen glaubte mir Vieles, aber auch für sie

war es sicherlich seltsam, dass ihre Tochter plötzlich

etwas „anders“ war. Sie verstand auch nicht

wirklich, wie das alles genau funktionierte, genauso

wenig wie ich auch, aber sie versuchte mir zu

glauben und hielt mich nicht für „verrückt“. Wäre

sie nicht hinter mir gestanden, wüsste ich nicht, wo

ich zum heutigen Zeitpunkt wäre. Danke, Mama!

Danke Papa, danke Anton, dass ihr trotzdem offen

für etwas Neues wart, auch wenn ihr nichts davon

wirklich verstanden habt.

30Zwei Jahre lang wussten nur meine Familie und

vielleicht zwei Freunde von meinem neuen „Talent/

Gabe“ (ich weiß nicht, wie ich das sonst nennen

soll…) und ich spielte bis 2017 noch brav meine

Doppelrolle. Allerdings hatte ich dann beschlossen,

einige meiner langjährigen Freunde in mein

Geheimnis einzuweihen, weil ich so unglücklich

war, denn ich hatte ja so viel zu erzählen! Aber ich

hatte Angst davor, abgelehnt zu werden und meine

Freunde dadurch zu verlieren. Glücklicherweise

waren sie zu meiner Überraschung begeistert, nach

anfänglicher Verunsicherung, was mir den Rücken

unheimlich stärkte. Danke! Auch wenn sich später

so manche Wege trennten, bin ich dankbar dafür.

Seit Dezember 2014 weiß ich offiziell von der

Existenz der Engel und seitdem ist keiner von ihnen

bei mir arbeitslos. Kurz vor Weihnachten 2014 hatte

ich eine sehr dunkle Phase in meinem Leben.

Ich war seit einem Jahr mitten im Referendariat,

kurz vor den Lehrproben. Ich hatte mich innerlich

sehr von meinem Mann entfernt, weil die Arbeit und

mein Sohn mich so beanspruchten, dass ich einfach

keine Kraft mehr hatte. Nicht einmal mehr Zeit und

Kraft für mich selbst. Woher sollte ich dann noch

Energie für meinen Mann nehmen? Ich war nicht

mehr Irene, sondern nur noch eine Maschine, die

31funktionierte. Bis die Maschine eben nicht mehr

funktionieren wollte. Am Ende dieses Jahres ging

für mich gefühlt alles den Bach hinunter. Auf der

Arbeit hagelte es nur Kritik, niemandem konnte ich

es recht machen, egal, wie perfekt ich die Show-

Stunden geplant hatte (dachte ich zumindest).

Irgendwas passte immer nicht, jedes Mal etwas

Neues. Lob? Weniger Kritik bedeutete Lob. Ich

lernte schnell, mich selbst zu motivieren, sonst hätte

ich alles schon nach zwei Monaten hingeworfen.

Der Stress nagte sehr an mir und mein Mann und

besonders mein Sohn spürten es deutlich. Ich hatte

keine echte Zeit für meine Familie. Ständig nörgelte

ich an ihnen herum, weil ich total überfordert und

so unzufrieden mit mir selbst war und machte

dadurch alles schlimmer. Mein Sohn wurde immer

aggressiver, schlug um sich, er schlief keine einzige

Nacht durch – erst mit ca. fast vier Jahren!

Ich hatte also auch nachts keine Ruhe, da ich ihn

immer ins Bett brachte und mich auch sonst gefühlt

allein um ihn kümmerte, da mein Ex-Mann

geschäftlich sehr viel unterwegs war und meist sehr

spät nach Hause kam oder auch einige Tage am

Stück fort war. Mein Ex-Mann und ich kamen uns

deswegen manchmal in die Haare, aber schlimmer

war es, dass wir nicht miteinander reden konnten,

32sodass jeder den anderen wirklich verstand. Wir

redeten quasi oft aneinander vorbei. Er verstand oft

nicht, wo mein Problem war, da in seinen Augen

alles perfekt war. Er ermöglichte uns ein schönes

Leben ohne finanzielle Sorgen und half, wo er eben

konnte und wollte. Und trotzdem war ich traurig

und unglücklich. Außen hatte ich alles, aber

innerlich fühlte ich mich leer. Und ich gab ihm

immer die Schuld, dass ich unglücklich war, was

völliger Blödsinn war, denn jeder ist für sein Glück

im Inneren selbst verantwortlich, nicht der Partner.

Später entschuldigte ich mich bei ihm dafür, dass ich

mich so falsch verhalten hatte. …

Ich war damals an einem Punkt, wo mir

erschreckenderweise plötzlich alles egal war. Ich

hatte für nichts und niemanden mehr Zeit, keine

Hobbys mehr, keine Energie. Ich hatte meinen

kompletten Lebenssinn verloren. Beruflich und

privat funktionierte nichts mehr. Alles lief aus dem

Ruder. Auch der Kinderpsychologe und die

Eheberaterin hatten keine geeignete Lösung. Ich

wollte und konnte ehrlich gesagt einfach nicht mehr.

Nichts ergab einen Sinn für mich und ich fühlte

mich wert- und nutzlos. Ich hatte jegliche Kontrolle

über mein sonst so organisiertes Leben einfach

verloren. Sieben Jahre Beziehung, davon drei Jahre

33verheiratet, wollte ich in den Sand setzen. Ich hatte

zwar noch von einer echten, großen Hochzeitsfeier

geträumt, aber dazu kam es nicht mehr. Alles wurde

mir zur Last. Ich war am Ende. Ich konnte nicht

mehr. Akku leer. Ich wollte das Referendariat

abbrechen. Ich hatte auch keine Nerven mehr für

meinen quengelnden Sohn. Nichts ging mehr.

Was auch immer das war, ob Burnout oder was auch

immer, ich wollte einfach nicht mehr. Sicher hatten

andere Menschen tragischere Erlebnisse als ich, aber

solche Empfindungen sind immer subjektiv, wie der

Schmerz auch. Den Sinn des Lebens zu verlieren,

wenn alles aus den Fingern gleitet, war für mich der

Wendepunkt meines Lebens.

Meine Mutter wollte nicht, dass ich einfach aufgebe

und schleppte mich zu einer russischen Heilerin. Ich

weiß nicht, was sie wirklich tat, ich verstand das

alles nicht zu dem Zeitpunkt, aber seitdem konnte

ich plötzlich alles klarer sehen. Das war der

auslösende Punkt für mich, an dem alles plötzlich

einen Sinn ergab und ich Dinge wahrnehmen

konnte, die andere nicht sehen konnten. Das war

mein spirituelles Erwachen. Von null auf hundert.

Ohne Vorbereitung. Boom!

34Drei Monate danach recherchierte ich viel in

Büchern und im Internet über die seltsamen Dinge,

die passierten. Und ich erlebte einiges, was ich mir

nicht erklären konnte.

Im Januar 2015 stand meine erste Lehrprobe bevor

und ich musste viel dafür vorbereiten. Mein Ex-

Mann wollte zu diesem Zeitpunkt mit seinen

Freunden Skifahren gehen wie jedes Jahr.

Ich war verärgert, weil ich seine Hilfe gern gehabt

hätte. Aber ich hatte auch ein schlechtes Gefühl und

bat ihn, nicht zu fahren. Er hörte aber nicht auf

mich… Nun ja, er kam dann doch etwas früher

zurück, weil er einen Skiunfall hatte und vom

Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden

musste. Wunderbar! Nun hatte ich ihn zwar zurück,

aber als „Pflegefall“! Ich war so schon überfordert

mit der Vorbereitung auf meine Lehrprobe und mit

meinem Kind und dann auch noch ein verletzter

Mann mit gigantisch aufgeschwollenem Michelin-

Männchen-Bein auf Krücken, der sich weigerte, die

verschriebenen Medikamente und Spritzen

einzunehmen.

Dann weiß ich nicht, was in mich gefahren ist, aber

ich setzte mich intuitiv neben ihn aufs Bett, fragte,

ob ich sein kaputtes Knie berühren durfte und stellte

35mir in diesen wenigen Sekunden vor, wie er

vollkommen heil und gesund ist, durch das

Wohnzimmer hüpft und mit unserem Sohn Fußball

spielt. Aber diese Vorstellung war so real in diesem

Moment, dass ich es kaum in Worte fassen kann.

Am nächsten Morgen sollte er eigentlich einen OP

Termin vereinbaren etc., aber er wartete noch ab.

Stattdessen kam er aus dem Schlafzimmer und hatte

eine enge Jeans an! Zuvor hatte er kaum in seine

breite Jogginghose gepasst! Ich war sprachlos. Ich

dachte, er hätte heimlich doch die Medizin

genommen, aber sie war noch originalverpackt.

Er war aber auch etwas überrascht, kam auf mich zu

und fragte, wie ich das gemacht hatte. Ich wusste

nicht, was er meinte, weil ich es selbst nicht

begreifen konnte. Dann meinte er: „Kannst du das

nochmal machen? Dann muss ich nicht zur OP,

sondern kann im Februar wieder Skifahren gehen!“

Sehr witzig!! Ich fand das wirklich nicht lustig in

meiner Situation. Und ich legte daher nicht mehr

meine Hand auf.

Was dann geschah, war dennoch faszinierend.

Einige Tage später brauchte er keine Krücken mehr,

sondern konnte schon leicht auftreten. Er ging zu

Fuß in die Stadt einkaufen und spielte tatsächlich

36Fußball mit unserem Sohn im Wohnzimmer. Eine

weitere Woche später ist er Fahrrad gefahren. Und

im Februar ging er tatsächlich wieder Skifahren …

ohne OP. Nach zwei Jahren hatte er wieder einen

kleineren Unfall und musste sich dann doch

letztendlich der Knie-OP unterziehen. Naja, manche

lernen es wohl nie… oder vielleicht sehr spät? Die

Hoffnung stirbt zuletzt. Das war meine erste

spontane „Heilerfahrung“ oder was auch immer das

war. Vielleicht war es auch einfach nur Zufall und

das Knie heilte von selbst, ich weiß es wirklich

nicht. Auf jeden Fall war es eine spannende Story.

Ich habe danach viel über das geistige Heilen

gelesen und wollte wissen, wie das, was ich getan

hatte, hieß. Im Jahr 2017 habe ich mich dazu

entschlossen, den 1. Und 2. Grad in Rainbow-Reiki

zu machen, um die Techniken zu erlernen. Und ich

buchte ein Seminar in London am international

bekannten Arthur Findlay College für paranormale

Phänomene, um meine medialen Talente oder was

auch immer das war, zu verstehen und steuern zu

können, wie ich zuvor bereits erwähnt hatte.

In dieser Zeit habe ich auch plötzlich angefangen,

Menschen wahrzunehmen, die nur ich sehen

konnte. Ich konnte sie aber nicht einordnen. Zuerst

dachte ich, es wären Engel in Menschengestalt, jetzt

37weiß ich, dass es verstorbene Seelen waren, die ich

wahrnahm. Das war alles vor den Ausbildungen.

Einmal sah ich im Wohnzimmer beim Blumengießen

plötzlich ein kleines blondes Mädchen mit Locken.

Sie sah wunderschön aus. Ich kniete mich zu ihr

nieder und fragte sie nach dem Namen. Sie

antwortete mir in Gedanken (also telepathisch), sie

heiße Sophia. Ich musste in dem Moment weinen,

weil ich das Gefühl hatte, dass ich sie irgendwoher

kannte. Sie legte ihre Arme um mich als Trost und

danach verschwand sie wieder. Ich sah sie nie

wieder. Aber ich denke manchmal an sie.

An einem anderen Abend lag ich mal wieder alleine

im Bett und es war stockdunkel, aber ich konnte

nicht einschlafen. Plötzlich stand vor meinem

inneren Auge ein schlanker, dunkelhaariger Mann in

einem beigen Hemd und einer khakifarbenen Hose

rechts neben meinem Bett. Er erschien etwas

durchsichtig. Ich war gar nicht geschockt. Ich fragte

einfach aus Neugier, wer er sei und er sagte mir

seinen Namen. Leider weiß ich ihn nicht mehr

genau, irgendetwas mit M. Er setzte sich dann

neben mich auf die Bettkante und ich redete ein

wenig mit ihm, aber ich kann mich an keine Details

mehr erinnern, weil ich nicht immer alles

aufgeschrieben habe (leider)…

38Auch eine Frau erschien mir in dieser Nacht. Sie war

schlank und hatte dunkle, glatte, schulterlange

Haare. Ihr Name war Monika. Das Seltsame war,

daran erinnere ich mich noch, dass meine Augen

etwas brannten, weil ich mich aus Müdigkeit an

diesem Abend nicht mehr abgeschminkt hatte und

Monika mich quasi aus dem Bett ins Bad „schob“,

um mich abzuschminken. Ich erinnere mich daran,

dass sie sagte, sie sei Kosmetikerin gewesen und half

mir beim Abschminken. Ich spürte meine eigenen

Hände in diesem Moment nicht mehr, denn es fühlte

sich an, als ob sie meine Hände bewegte. Ich

schaute einfach in den Spiegel und sah zu, wie sie

mir das Make-up abnahm. Das war ein wirklich

komisches Gefühl. Danach ging ich ins Bett und

schlief ein.

Mein Sohn nahm in dieser Zeit auch vermehrt

„Monster“ wahr. Er rief dann plötzlich und sagte

mir, wo sie stehen würden und welche Farbe und

Gestalt sie hätten. Wir gingen dann ganz

abenteuerlich auf Monsterjagd, bis alle Monster die

Wohnung verlassen hatten. Das war fast schon

wieder lustig!

Einmal waren wir in einem Restaurant in Würzburg

mit unserem Sohn und beim Hinausgehen rief er

plötzlich: „Mama, schau mal, da oben in der Ecke ist

39Michael!“ Ich war etwas irritiert und hoffte, dass es

keiner mitbekommen hatte. Ich sah zwar

niemanden in dem Moment, aber ich glaubte

meinem zweijährigen Sohn. Zu diesem Zeitpunkt

wusste ich noch nicht, dass es mein Geistführer

Erzengel Michael war (das erfuhr ich erst 2017 auf

dem College in London von drei unabhängigen

Medien).

Ein weiteres, aber weniger erfreuliches Erlebnis,

hatte ich mit meinem Bruder in der Anfangsphase

des spirituellen Erwachens. Aus heiterem Himmel

wusste ich plötzlich in meinem Inneren, dass seine

damalige Freundin fremdging. Ich hatte einfach so

diese Vision. Ich wusste nicht, was ich tun sollte.

Letztendlich entschied ich mich dazu, ihm

zumindest davon zu erzählen, ohne Gewähr, dass

irgendwas davon stimmte. Er glaubte mir natürlich

nicht. Aber der Gedanke ließ ihn nicht los und er

machte sich auf den Weg zu ihr. Sie gab zu, dass es

noch jemand anderen gab, dachte aber, das wäre für

ihn nicht weiter schlimm. Mir hat es vollkommen

ausgereicht, meinen Bruder tagelang bitterlich

weinen zu sehen, weil er nach all dem am Boden

zerstört war. Er hatte sich offensichtlich so richtig in

sie verliebt und ahnte selbst nicht, dass er

tatsächlich so starke Gefühle für sie entwickelt

40hatte. Ich hatte meinen Bruder nie zuvor weinen

gesehen.

Ein anderes merkwürdiges Erlebnis hatte ich, als ich

eine Art außerkörperliche Erfahrung oder

Astralreise gemacht habe, ohne zu wissen, was das

eigentlich war.

Ich wollte meinen Bruder einmal in seiner

Studenten-WG in Stuttgart besuchen, kam aber nie

dazu. Er hatte mir auch nie was darüber erzählt.

Also wagte ich ein Experiment und besuchte ihn in

meinen Gedanken. Es fühlte sich an, als würde

meine Seele den Körper verlassen und auf reisen

gehen. Also kam ich in der Wohnung an, sah mich in

jedem Raum um, ging in die Küche (in Gedanken,

aber es war wie real für mich), sah eine weiße

Küche, Fenster vorne, graue Arbeitsplatte, die

Schränke wie im Flur rechts und links aufgebaut.

Und in der Küche stand ein Mann mittleren Alters,

mit großem Bauch, leichter Glatze und einer Harry-

Potter-Brille, der Kaffee trank. Dann hatte ich genug

gesehen und ging wieder zurück in meinen Körper.

Als ich meinen Bruder das nächste Mal bei meinen

Eltern zu Besuch sah, fragte ich ihn, ob er eine

Küche hätte, die wie folgt aussah und beschrieb ihm

den Mann. Meinem Bruder fiel die Kinnlade runter.

„Woher kennst du meinen Mitbewohner?! Und

41warst du heimlich in meiner Wohnung?!“, fragte er

völlig perplex. Danach fiel mir auch die Kinnlade

runter. Holy Shit, dachte ich mir nur.

Weil ich schon immer neugierig war und viel wissen

wollte, dachte ich mir, ich könnte doch mal da hin

reisen, wo es momentan noch unmöglich oder zu

teuer ist: auf den Mond! Also ab auf die Couch,

Augen zu, entspannen und los ging die Reise. Zu

diesem Zeitpunkt hatte ich absolut keine Ahnung

von Hypnose oder Trance oder Selbsthypnose. Ich

machte alles intuitiv. Meine Hypnoseausbildung

machte ich erst im Herbst 2018. Also reiste ich zum

Mond! Ich kam dort an und setzte mich auf die

harte Oberfläche. Es fühlte sich an wie auf einer

Tischkoralle, so kalkig und hart. Bequem ist was

anderes. Die Luft war kühl und wenn ich mit

meinen Händen auf die Oberfläche des Mondes

leicht klopfte, löste sich Staub. Echt faszinierend.

Aber das schönste war, vom Mond aus auf unseren

Planeten Erde zu blicken. Ich war so geflasht, wie

atemberaubend schön unser blauer Planet ist….

Nachdem ich mich satt gesehen hatte, ging ich

wieder zurück in meinen Körper und machte mir

einen Kaffee. In 2020 machte ich dann mit einem

Klienten von mir eine Reise zu Mars, was auch sehr

spannend war. Diesmal war er sprachlos.

42Im folgenden Kapitel erzähle ich dir erstmal von

Zeichen von der geistigen Welt, also von

Verstorbenen, Engeln, Geistführern, vom

Universum, Gott oder wie auch immer du es

interpretieren möchtest und berichte über eine

mögliche Bedeutung von wiederkehrenden

Doppelzahlen, die alle Zeichen für Synchronizitäten

sind, die du vielleicht schon beobachtet hast.

Synchronizität bedeutet, dass du mit der geistigen

Welt verbunden und damit in Kommunikation bist.

Daher erhältst du quasi gleichzeitig Antworten auf

deine Fragen im Außen. Du kennst beispielsweise

11:11 auf der Uhr und wenn du das oft siehst, dann

öffnet sich langsam dein drittes Auge und damit

dein Kanal zum Universum. Mehr dazu im

folgenden Kapitel … Wenn du tiefer in diese

Themen einsteigen möchtest, empfehle ich dir

Bücher zu Numerologie, Synchronizitäten oder

Jenseitskontakt-Medien wie Pascal Voggenhuber.

43KAPITEL 2

ZEICHEN VON DER GEISTIGEN

WELT

Engel, Geistführer, Verstorbene oder das

Universum senden uns viele Arten von Zeichen,

doch in unserem hektischen Alltag bemerken wir sie

oft nicht. Ich werde im Folgenden einige Beispiele

nennen, die ihre Präsenz zeigen. Vertraue deiner

Intuition. Achte einmal bewusst auf solche Zeichen

in deinem Alltag, lass die Wunder geschehen und sei

dankbar dafür, dass du sie empfangen durftest. Auch

Tiere, denen du plötzlich begegnest oder im Traum

wie Schmetterlinge, Raupen, Libellen, Schlangen

etc. haben eine Bedeutung. Da ist es ratsam, bei den

Krafttieren nachzuschlagen. Dazu gibt es viele

Bücher und auch im Internet findest du viel dazu.

Im Folgenden werde ich den Sammelbegriff

„Geistige Welt“ verwenden, damit man es besser

lesen kann.

44Die geistige Welt macht sich häufig durch Federn

bemerkbar und zwar Federn jeglicher Art, von

Daunenfedern aus deiner Jacke über Vogelfedern im

Wald, in den verschiedensten Farben. Wenn du diese

Feder bemerkst, ist das ein Zeichen dafür, dass die

geistigen Helfer bei dir sind und sie damit deine

Aufmerksamkeit erhalten. Begrüße sie in solchen

Momenten in deinen Gedanken und bedanke dich

bei Ihnen für ihre Unterstützung und ihre Liebe.

Wenn ich das tue, höre ich manchmal ein

Flügelschlagen und empfinde dabei ein

Glücksgefühl. Sie freuen sich in diesem Moment

wahrscheinlich genauso wie ich!

Die geistige Welt zeigt sich auch durch

verschiedene Formen. Schau dir einmal die Wolken

an… hast du auch schon einmal ein engelähnliches

Muster am Himmel gesehen, einen „Wolkenengel“?

Ich habe letztens erst wieder eines bemerkt, als ich

auf dem Weg zu meinen Eltern war: ein fliegender

Engel, ganz zart in den hellblauen Himmel

e i n g r a v i e r t . M a n c h m a l s i e h t m a n a u c h

Wolkenherzen.

Auch Düfte können Zeichen von der geistigen

Welt oder Verstorbenen sein. Meistens duftet es

plötzlich nach Vanille oder einem ähnlich sanften

45Geruch. Verstorbene können sich auch durch Duft

melden, beispielsweise der Opa, der sein ganzes

Leben lang geraucht hat. Plötzlich riecht es nach

Zigaretten, aber es ist niemand in der Nähe, der

tatsächlich raucht. Das ist mir schon mal passiert,

als der verstorbene Schwiegervater plötzlich „zu

Besuch“ kam und es nach Zigaretten roch, obwohl

alle Fenster zu waren und es niemand sonst außer

mir wahrnahm.

Babys, Kleinkinder und Tiere haben keinen

Filter, was bedeutet, dass sie die geistige Welt zu

100% wahrnehmen können. Deshalb sehen wir

manchmal, wie ein Baby in eine bestimmte Richtung

blickt und plötzlich über beide Ohren strahlt und

irgendjemandem zuzulächeln scheint. Kleinkinder

sehen oft sogenannte Geister, die sie häufig

irrtümlicherweise als „Monster“ bezeichnen, weil sie

zum Beispiel Verstorbene aus der Verwandschaft, die

sie nie kennengelernt haben, nicht zuordnen

können. Mein Sohn hat beispielsweise vor zwei

Jahren in einem Restaurant zu mir gesagt: „Schau,

Mama! Da in der Ecke steht Michael!!!“ Ich hatte es

nicht wirklich verstanden, weil ich zu diesem

Zeitpunkt erst am Erwachen war, aber er hatte

recht. Es war mein Geistführer Erzengel Michael.

Mein Sohn wusste schon früher von seiner Existenz.

46Mein Hund Leo, ein Malteser, sah auch

gelegentlich Geistwesen. Das sah man daran, dass er

mit allen Mitteln versuchte, sie aus seinem Korb

hinauszujagen oder er stand vor einer Wand und

bellte diese scheinbar grundlos an. 2020 ist Leo

leider mit 14 Jahren in den Himmel gegangen… Ich

vermisse ihn sehr, auch wenn ich gesehen habe, dass

e r d o r t g e s u n d i s t u n d a u f d e r Wi e s e

herumspringt… Und Katzen sehen die Energie,

daher ist eine Katze das beste Radargerät, wenn

man Geistwesen oder Fremdenergien aufspüren

will. Auch Kühe sind zum Beispiel hellsichtig und

Delfine oder Pferde spüren auch die Energien sehr

deutlich.

Das Radio ist ein geniales Medium, das die

geistige Welt gerne benutzt, um mit uns zu

kommunizieren. Ebenso die sozialen Netzwerke wie

Facebook oder Instagram, wo wir zum Beispiel

Sprüche des Tages oder ähnliches lesen dürfen.

Haben wir ein bestimmtes Problem, läuft plötzlich

im Radio ein Lied, das genau die Antwort für unser

Problem liefert. Ich war einmal ziemlich traurig,

weil ein paar Dinge beruflich und privat nicht so

verlaufen sind, wie ich es mir gewünscht hätte und

als ich ins Auto stieg und das Radio einschaltete, lief

plötzlich ein brandneues Lied von Mark Foster mit

47dem Titel „Alles wird gut…irgendwann“. Das

spendete mir so viel Trost, dass ich gut gelaunt nach

Hause fahren konnte, weil ich wusste, dass

tatsächlich alles wieder gut werden würde…

irgendwann. Und es wurde auch alles wieder gut

nach kurzer Zeit. Ein Zeichen über das Radio, das

mich zutiefst berührt hat, bekam eine Freundin von

ihrem verstorbenen Vater kurze Zeit nach seinem

Tod. Sie war noch ein Kind, als er plötzlich verstarb

und eines Tages ging aus heiterem Himmel das

Radio im Auto an und sein Lieblingslied spielte. In

solchen Momenten sind wir quasi auf der gleichen

Wellenlänge mit der geistigen Welt oder unseren

Verstorbenen. Auf derselben Radiofrequenz quasi…

Geld, das wir plötzlich irgendwo finden, ist ein

Geschenk des Himmels. Sei es ein Cent oder sogar

ein Geldschein. Manchmal steht da ein Datum oder

eine Zahl drauf, die für uns eine Bedeutung haben.

Das ist dann ein klares Zeichen von oben. Ich hatte

einmal ein interessantes Erlebnis. Nachdem ich die

Rechnung für den Steuerberater bezahlt hatte, war

ich etwas traurig, dass es diesmal doch so viel war.

Ich zog meine Joggingsachen an und ging mit

meinem Sohn raus aufs Feld und auf dem Weg

dahin lag ein 50€-Schein direkt vor meinen Füßen

und es war niemand weit und breit in der Nähe, der

48ihn eventuell hätte verloren haben können. Ich

nahm ihn also mit und musste einfach nur lachen,

weil ich so überwältigt war von diesem

Himmelsgeschenk. Danke!!!

Lichtstrahlen deuten oft auf die geistige Welt

oder Engel. Mir ist es einige Male passiert, dass ich

abends den Rollo in der Küche runtermachen wollte,

als die Abendsonne plötzlich so stark durch das

gegenüberliegende Nachbarsfenster blitzte und in

Form eines leuchtenden Kreuzes erschien. In diesem

Moment fühlte ich einen unglaublichen Frieden und

hatte ein unbeschreibliches Gefühl von

Geborgenheit und Glück in mir. Ich glaube aber,

dieses Kreuz war in diesem Fall eher ein Zeichen

von Gott selbst als von den Engeln. Zumindest war

es meine Interpretation in diesem Moment. Auch

Lichtkugeln, sogenannte „Orbs“, auf Fotos sind

Zeichen von Engeln oder der geistigen Welt in der

Nähe. Ich hatte auch mehrmals einen leichten

blauen Streifen auf dem Foto, der da eigentlich

nicht hingehörte. Auch dieser zeigt die Präsenz der

Engel, meist Erzengel in diesem Fall, an. Im Urlaub

auf Rügen 2020 schoss mein jetziger Lebenspartner

M. spontan ein Foto von mir bei der Kreideküste am

Nationalpark. Das eine Bild zeigte mich mit einer

gigantischen blauen Kugel über meinem Kopf und

49über dieser blauen Kugel war eine goldene Kugel

mit Doppelrand. Und über diesen Kugeln, die sich

leicht berührten, war noch ein Regenbogen. Sowas

von traumhaft!!! Dieses Bild hängt seitdem in

meiner Hypnosecoachingpraxis als Erinnerung, dass

mein geistiges Team selbst im Urlaub dabei ist. Ich

bin so unendlich dankbar dafür… und berührt

zugleich.

Regenbogen … jeder kann theoretisch einen

Regenbogen sehen, aber nicht jeder nimmt ihn in

dem Moment wahr, in dem er erscheint. Wenn du

einen Regenbogen wahrnimmst, dann frage deine

Engel oder die geistige Welt, welche Botschaft sie

für dich gerade haben und warte ab, welche

Antwort zu erhältst. Die erste Antwort, die du

bekommst, ist immer die richtige. Zweifle nicht

daran und stelle die geistige Welt nicht auf die

Probe! Sobald du anfängst, zu lange zu überlegen,

schaltet sich nämlich dein Ego, dein Verstand ein

und das ist dann definitiv nicht die Botschaft aus der

geistigen Welt oder deine Intuition.

Plötzliche Temperaturschwankungen sind auch

ein Signal der geistigen Welt. Es kann passieren,

dass dir ganz plötzlich kalt wird, du auf einer Seite

des Körpers Gänsehaut bekommst oder dich ein

50kalter Schauer überkommt. Manchen Menschen

wird es auch überraschend warm. Das zeigt, dass

eventuell ein Verstorbener sich dir mitteilen will,

weil er womöglich ein ungelöstes Problem hat oder

dein Geistführer tritt in deine Aura und deutet

damit an, dass er neben dir steht.

Manchmal spürt man eine besondere Energie in

einem Raum und kann es sich nicht erklären. Oder

man hat das Gefühl, dass jemand an dir vorbeigeht

oder auf dem Bettende sitzt. Manche Menschen

hören in solchen Fällen auch Schritte oder

Klopfgeräusche aus der Heizung oder das Licht

flackert plötzlich. Auch das können Zeichen von

Engeln oder von Verstorbenen sein. Besonders leicht

manipulierbar ist Elektrizität, da ja Energie auch

eine Art Elektrizität ist. Daher ist es für Verstorbene

oder geistige Helfer leicht, deinen Fernseher, Handy

oder Radio spinnen zu lassen oder auch Lampen.

Oft erlebe ich es, wenn ich Musik auf meinem

Handy spielen lasse, dass sie plötzlich aus heiterem

Himmel einfach gestoppt wird. Dann lächle ich und

mach sie wieder an. Und im nächsten Moment wird

die Musik wieder ausgeschaltet. Ja, auch so manche

Fernsehabende gingen schon schief, weil die geistige

Welt dazwischenfunkte und die Technik plötzlich

völlig versagt hatte. Auch nahm ich einmal ein

51Video für YouTube auf, um im nächsten Moment bei

der Bearbeitung feststellen zu müssen, dass das

gesamte Video komplett ohne Ton gedreht wurde.

Ich fragte einen Informatiker, wie das möglich sei,

ohne dass ich etwas gedrückt hatte und er war auch

etwas ratlos. Tja, das Video sollte wohl einfach nicht

sein. Ich musste ein zweites drehen…. Und das ging

dann einwandfrei. Auch die Stehlampe in meiner

Praxis machte einmal Faxen, als ich lesen wollte.

Mein Sohn saß da neben mir und lachte sich kaputt,

weil ich die Lampe anmachte und sie danach

ausging, als ich sie erneut einschaltete, ging sie nach

3 Sekunden wieder aus. War wohl nix mit Lesen…

ich machte sie ein drittes Mal an und wieder ging

sie aus! Dann dämmerte es mir und ich bat in

Gedanken, wer auch immer hier Streiche spielte,

sollte jetzt damit aufhören… und dann ging die

Lampe plötzlich wieder und blieb dann auch

stundenlang an, sodass ich endlich nicht in der

Dunkelheit lesen musste…. Manche Geistwesen

oder Verstorbene können sogar Gegenstände

entfernen und dann tauchen diese einige Tage

später plötzlich wieder auf… mehrere Klienten

haben mir schon so viele solcher Geschichten

erzählt, die sie erlebt hatten.

52Es kann aber auch vorkommen, dass man einen

Raum betritt und merkt, dass da „dicke Luft“

herrscht. Das ist ein Phänomen, das man manchmal

beobachtet, wenn sich vorher jemand in diesem

Raum gestritten hat oder vielleicht auch jemand in

diesem Raum verstorben ist. Das hast du vielleicht

auch schon mal erlebt, oder? Man fühlt sich einfach

unwohl. In diesem Fall hilft Räuchern mit Salbei

oder Weihrauch, um die negative Energie zu

beseitigen und den Raum zu neutralisieren. Und

dann stellt man sich in Gedanken vor, wie der

gesamte Raum mit weißem und dann mit violettem

Licht durchflutet wird. Oder man bucht „Ghost

Busters“, wenn das auch nicht hilft. Manche

Verstorbene haben vielleicht etwas mitzuteilen und

gehen daher noch nicht weg. Es gibt so viele

Gründe…

Ich habe es einmal erlebt, als ich ein

wunderschönes Kleidungsgeschäft betrat und

obwohl es wirklich schön gestaltet war, fühlte ich

mich unglaublich unwohl und musste unbedingt

hinaus. Ich bekam dort fast keine Luft! Und ich

spürte eine so negative und drückende Stimmung,

dass mir die Lust verging, mich dort überhaupt

umzusehen. Ging es dir auch schon einmal so? Aber

du konntest es dir nicht erklären? In diesem Fall

rate ich dir, auf dein Bauchgefühl zu hören und den

53Raum tatsächlich zu verlassen. Alles hat einen Sinn

und die geistige Welt kann uns damit auch warnen.

Du kannst dir auf jeden Fall sicher sein, dass

deine geistigen Helfer dich immer unterstützen,

wenn du sie vorher um Hilfe gebeten hast. Das ist

ein wichtiger Faktor. Unser geistiges Team unterliegt

dem Gesetz des freien Willens, daher werden sie

niemals einfach intervenieren, wenn du es nicht

erlaubst. Also bitte um Hilfe, dann dürfen sie

einschreiten und dich unterstützen. Wenn ein Tag,

der mit Terminen und sonstigen Verpflichtungen

vollgestopft ist, völlig unkompliziert und reibungslos

verläuft, obwohl du vorher dachtest, du schaffst das

nie … dann waren deine Engel am Werk. Bedanke

dich für ihre Hilfe in Gedanken oder mit einem

Gebet, wie es für dich persönlich stimmig ist. Sie

hören dich immer. Aber auch Engel haben einen

freien Willen… merke dir das. Sie müssen nicht

alles erfüllen, was du verlangst, sondern nur das,

was zum Wohle des Ganzen ist…und niemandem

schadet.

Über Werbung im Fernsehen, auf Plakaten,

Littfasssäulen, auf Social Media Kanälen, in

Zeitschriften etc. kommuniziert die geistige Welt

ebenfalls mit uns. Achte genau auf die Botschaften!

Manchmal sind sie ein Ratschlag für eine Reise oder

54ein Hinweis auf ein gutes Angebot, auf das du schon

lange gewartet hast. Oder einfach eine Antwort auf

eine von dir gestellte Frage… Ich habe es häufig

erlebt, dass ich beim Öffnen von YouTube plötzlich

eine Videoempfehlung bekam, die mir genau das

beantwortete, wonach ich gesucht hatte.

Stimmen im Kopf oder Hellhören können auch

Zeichen von der geistigen Welt sein. Nur weil du

Stimmen hörst, bist du nicht gleich verrückt.

Menschen, die nichts von Spiritualität verstehen

(wollen), werden dich aber wahrscheinlich wirklich

nicht verstehen. Deine Innere Stimme ist ja die

Intuition. Selbst Tiere und Pflanzen können dadurch

mit dir kommunizieren. Das kennen viele

Pferdebesitzer bestimmt sehr gut.

Wo du bei Stimmen eventuell aufpassen solltest,

ist das Thema der Fremdenergien oder

„Besetzungen“ bzw. „Anhaftungen“ von negativen

Energien oder negativen verstorbenen Seelen, aus

diesem oder aus früheren Leben. Da kann es

manchmal vorkommen, dass du dich wie

fremdgesteuert fühlst und Dinge tust oder sagst, die

eigentlich nicht deiner Natur entsprechen und du

aber nicht anders kannst als dementsprechend zu

handeln. Vor allem, wenn du plötzlich unter einer

Sucht leidest, ohne erklärlichen Grund, wäre es

55sinnvoll, sich mal darüber zu informieren. Lies am

besten zusätzliche Literatur zu diesem Thema, wenn

du dich angesprochen fühlst, zum Beispiel das Buch

von Edith Fiore über Besetzungen oder gehe zu

einem guten Heiler, um dir helfen zu lassen. Es gibt

viele Menschen, selbst Jenseitskontakt-Medien, die

die Existenz von Fremdenergien völlig abstreiten

und sagen, dass alle Seelen natürlich sofort ins Licht

gehen. Auch böse Menschen? Okay, jeder hat eben

seine Meinung. Ich habe einfach andere Dinge

erlebt und lass es deshalb einfach mal so stehen.

Vielleicht ist alles nur Einbildung, ich weiß es nicht.

Ich habe einfach auch Seelen erlebt, die feststeckten

durch Rachegefühle, Wut etc. oder die das Licht

nicht sahen, weil sie nicht an den Himmel geglaubt

hatten oder Angst hatten, ins Licht zu gehen, weil

sie dachten, sie würden dort sehr hart für ihre

Sünden bestraft werden, weshalb sie lieber in ihrem

eigenen Gefängnis auf der Erde feinstofflich bzw.

erdgebunden zurückgeblieben waren.

Die geistige Welt, Engel und Verstorbene zeigen

sich auch gern dadurch, dass sie mit ihrer Energie

Schmetterlinge in deine Nähe schicken. Das heißt

nicht, dass sich der Geist der Verstorbenen im

Schmetterling befindet. Es können aber auch deine

56Geistführer sein, die dir ein Zeichen schicken

möchten. Achte mal darauf. Die Farben der

Schmetterlinge haben auch eine Bedeutung, aber

detaillierte Infos dazu googelst du lieber. Schau

auch nach dem Krafttier Schmetterling, um weitere

Botschaften zu erhalten. Ich liebe Schmetterlinge

und freue mich immer, wenn sie an mir

vorbeifliegen oder auch mal Platz auf meiner

Schulter oder auf meiner Hand nehmen.

In Träumen liefert die geistige Welt uns auch

viele Informationen oder hilft uns, bei Albträumen

beispielsweise, seelische Wunden aus diesem oder

vergangenen Leben stückweise zu heilen. Manchmal

sind die Träume sehr symbolhaft und schwer zu

entziffern, aber es gibt viele Nachschlagewerke über

Traumsymbole, die du dir als Hilfe holen kannst.

Versteife dich aber nicht auf die Deutungen in den

Büchern, sondern vertraue deiner Intuition, welche

persönliche Botschaft der Traum für dich hat. Damit

fährst du meist am besten. In Träumen verarbeitest

du nicht nur deinen Tag, sondern triffst womöglich

auch deine Seelenfamilie oder bekommst konkrete

Anweisungen, wie du deinen Seelenplan erfolgreich

umsetzen kannst in dieser Inkarnation.

Wiederkehrende Träume aus Zeiten des Mittelalters

oder anderen Zeiten können auch Hinweise auf

57Themen aus früheren Leben sein, die du dir

eventuell mit einem Rückführungsleiter anschauen

solltest. Wenn diese Träume bedeutungslos wären,

würden sie ja schließlich nicht ständig

wiederkehren, oder?

Aber es kommt auch vor, dass du konkrete

Antworten auf ein bestimmtes Problem erhältst oder

Verstorbene tauchen auf und sagen dir, dass es

ihnen gut geht auf der anderen Seite und dass sie an

dich denken. In Träumen tauchen Engel und

Verstorbene gerne auf, weil unser Unterbewusstsein

für ihre Botschaften empfänglich ist. Wir sind dann

nämlich auf „ihrer Welle“. Wer sich oft an seine

Träume erinnert, kann beispielsweise ein

Traumtagebuch führen, um sich die Botschaften

bewusst zu machen und sie nicht zu vergessen. Oder

man spricht sie einfach schnell aufs Handy, wenn

man nichts zur Hand hat.

58ZAHLEN ALS ZEICHEN DER

GEISTIGEN WELT…

Z a h l e n , s i c h w i e d e r h o l e n d e Z i f f e r n ,

Zahlenkombinationen nutzen die Engel oder die

geistige Welt sehr gerne, um mit uns in Kontakt zu

treten. Wenn du von der Numerologie schon gehört

hast, wird dir einiges bekannt vorkommen. Wenn

nicht, lies mal ein Buch dazu und du wirst staunen,

was Zahlen alles über dich aussagen können,

ähnlich wie bei der Astrologie. Oder mach einen

Termin beim Numerologen und du wirst sehen, was

man durch Zahlen alles über deine Persönlichkeit,

deinen Seelnplan und Ähnliches erfahren kann.

Du siehst die Zahlen an einer Digitaluhr, am

Handy, auf Autokennzeichen etc. Jede Zahl hat

dabei eine besondere Aussage. Aber selbst wenn du

dir nicht sicher bist, welche Zahl nun welche

Bedeutung hat, kannst du dir zumindest sicher sein,

dass 1111 oder 444 immer die Engel sind, die dich

grüßen und dir zeigen, dass sie bei dir sind. In

solchen Momenten kannst du die Engel auch

einfach in Gedanken fragen, welche konkrete

Botschaft sie für dich in diesem Moment haben.

Vielleicht möchten sie dich gerade jetzt auf etwas

Wichtiges hinweisen.

5911, 111, 1111 bedeutet, dass du dich in diesem

Moment darauf konzentrieren solltest, was du

wirklich möchtest und nicht auf etwas, das du nicht

willst. Das Resonanzgesetz wirkt immer und überall

und das, woran du denkst, manifestiert sich dann in

der Realität. Gedanken formen Materie. Wenn du

an Schulden denkst, fließt die gesamte Energie auf

die Schulden, weil die Schulden deine volle

Aufmerksamkeit haben. Energie fließt immer

dahin, wo die Aufmerksamkeit hingeht. Dreh den

Spieß um! Stelle dir vor, dass du alle Rechnungen

problemlos bezahlen kannst und dass das Geld

selbst zu dir kommt. Und fühle in dein Herz hinein,

wie befreit du bei diesem Gedanken bist.

Manifestiere genau dieses Gefühl. Dann ziehst du

auch die Dinge in dein Leben, die dir genau dieses

Gefühl der Fülle vermitteln. Und führe ein

Dankbarkeitstagebuch, um die Fülle zu generieren.

1111 bedeutet auch, dass du langsam zu

erwachen beginnst und die Synchronizitäten

wahrnimmst, also Dinge, die gleichzeitig passieren,

wenn du beispielsweise an sie denkst. Du denkst an

deine beste Freundin und plötzlich ruft sie an oder

schickt dir eine Nachricht oder sie läuft dir in der

Stadt über den Weg. Das ist mit dem Begriff

Synchronizität gemeint. Das heißt, dein Kanal nach

60oben öffnet sich allmählich, sodass du bereit bist,

hinter die Kulissen zu blicken und die Welt zu

begreifen beginnst.

1111 steht auch im übertragenen Sinn für

Lichtarbeiter oder Indigokinder, die hier gerade jetzt

inkarniert sind, weil sie einen bestimmten Zweck

erfüllen sollen, um der Menschheit beim

Entwicklungsprozess zu helfen. Zu diesen

Lichtarbeitern gehörten in Vergangenheit zum

Beispiel Persönlichkeiten wie Martin Luther King

(Bürgerrechtsbewegung gegen Rassentrennung in

Amerika), Albert Einstein (Relativitätstheorie),

Ghandi (Friedensbewegung), Leonardo da Vinci

(bahnbrechende Erfindungen; Goldener Schnitt

etc.) und viele mehr, die eine Bewegung und damit

eine große Veränderung ausgelöst haben. Siehst du

die 1111, dann sei sicher, dass alles gut wird.

Vertraue darauf! Du bist auf dem richtigen Weg.

222 bedeutet, dass sich im Moment etwas

manifestiert. Achte also darauf, nicht ein Projekt

oder eine Idee zu verwerfen, weil du glaubst, dass

es nichts mehr wird. Es befindet sich mitten im

Entstehungsprozess und wird sich in kürzester Zeit

vollendet zeigen. Also gib nicht auf, sondern bleib

dran!

61333 bedeutet, dass aufgestiegene Meister in

deiner Nähe sind. Dies kann zum Beispiel Jesus

selbst sein oder andere Meister wie Mutter Maria

oder Maria Magdalena. Maria Magdalena ist

übrigens Jesus Dualseele. Der aufgestiegene Meister

will damit sagen, dass er bei dir ist, dich unterstützt

und dir Halt und Schutz gibt. 333 sehen viele

Menschen, die sich über Gott Gedanken machen

und dies anderen Menschen auch mitteilen wollen,

um sie auch zum Erwachen zu bringen. Da man

aber nicht bei allen Menschen auf fruchtbaren

Boden trifft, ist es manchmal mühsam und man

fühlt sich einsam und oft nicht verstanden von

seinen Mitmenschen. Daher taucht in solchen

Momenten oft die 333 auf, um dir Trost zu spenden

und dir zu sagen, dass du von Jesus und der

geistigen Welt Unterstützung bekommst, weil sie

dich genau verstehen. Du solltest dich in dieser Zeit

zurückziehen und meditieren oder beten, dann wird

sich alles wieder von alleine ordnen. Nutze die Zeit

und kehre in deine Mitte zurück.

444 bedeutet, dass die Engel im Moment in

deiner Nähe sind. Manche Menschen berichten, dass

sie zum Beispiel nach einem Unfall die 444 gesehen

haben oder andere sind im Krankenhaus nach dem

62Koma um 4:44 Uhr aufgewacht. Die Engel sind also

in gefährlichen Situationen immer in deiner Nähe.

555 nutzen die Engel, um zu zeigen, dass du

dich jetzt fest anschnallen solltest, weil sich dein

Leben demnächst stark verändern wird. Es kann sich

sowohl in die positive als auch in die negative

Richtung verändern. Veränderung ist die einzige

Konstante im Leben. Ohne Veränderungen gäbe es

nur einen Stillstand, das ist aber kein Leben. Mach

dir aber keine Sorgen. Selbst wenn du das Gefühl

hast, alles gehe den Bach hinunter und versinke im

Chaos … bleib ruhig! Warum? Es sortiert sich nur

neu. Im Jahre 2020 ist es aber wirklich eine große

Herausforderung, ruhig zu bleiben, wenn

international alles chaotisch und unsicher ist und

die Angst die Herrschaft so ziemlich übernommen

hat. Es wird wohl eine Weile dauern, bis sich alles

wieder neu sortiert hat…

Wenn du häufig die 666 siehst, bedeutet das,

dass deine Gedanken sich im Chaos befinden und

d u e r s t e i n m a l d e i n e i n n e r e B a l a n c e

wiederherstellen solltest. Viele sagen auch, das sei

die Zahl des Teufels. Das heißt, du solltest dich nicht

so viel mit materiellen Dingen beschäftigen, sondern

wieder zur Spiritualität zurückkehren, in dich gehen

63und Kontakt zur geistigen Welt herstellen durch

Gebete, Meditation oder einen Spaziergang im

Wald. Oder lies doch einfach mal wieder ein

spirituelles Buch zur Inspiration. Hebe die Trennung

auf und kehre zurück zum Glauben. Verkauf nicht

deine Seele an die Dunkelheit.

777 ist die heilige Zahl, die Zahl Gottes, die Zahl

der Vollendung, der Perfektion. Gott erschuf die

Welt in 7 Tagen, es gibt 7 Kontinente, etc. Die Liste

ist lang… 777 ist die Zahl der Christen, der

Gottesgläubigen. 777 taucht auf, wenn dein Wunsch

in Erfüllung geht und die Zahl zeigt dir, dass du auf

dem richtigen Lebensweg bist, also auf deinem

Herzensweg, und die Engel und Gott begleiten dich

auf diesem Weg. Du bist nicht allein. Glückwunsch,

wenn du diese Zahl siehst! Die 777 steht für Wunder

jeglicher Art. Mache dich darauf gefasst. Das Glück

ist auf deiner Seite!

8 8 8 i s t e i n Z e i c h e n d a f ü r, d a s s e i n

Lebensabschnitt endet und etwas Neues beginnt.

Du siehst endlich das Licht am Ende des Tunnels!

Bereite dich auf das Neue vor. Schiebe nichts auf,

sondern erledige wichtige Dinge jetzt. Hast du etwas

in deinem Garten gepflanzt, so ist jetzt die Zeit der

Ernte. Oft sieht man die 888, wenn zum Beispiel

64eine Beziehung zu Ende geht, ein Jobwechsel

bevorsteht oder man kurz vor der Rente steht. Ein

alter Lebensabschnitt geht zu Ende und ein neuer

beginnt. Bereite dich innerlich darauf vor. 888 ist

aber auch die Zahl der Unendlichkeit und die Zahl

des Geldes. Ich habe beispielsweise einen kleinen

Zettel mit der Zahl 8 in meinen Geldbeutel

hineingelegt und seitdem leisten dem Zettel immer

mehr Geldscheine Gesellschaft. Probiere es doch

einfach mal aus! Was auch hilfreich ist, wenn wir

gerade beim Geldbeutel sind, ist die Farbe des

Geldbeutels. Willst du einen vollen Geldbeutel

haben, solltest du die Farbe Rot dafür wählen.

Warum Rot? Weil Rot die Farbe des Wurzelchakras

ist, unseres ersten Energiezentrums, das für Erdung,

Sicherheit und Materielles, also auch Geld, steht.

Man fühlt sich auch sicherer und entspannter, wenn

man genügend Geld hat. Alles ist eine Frage des

Glaubens oder Aberglaubens. Du entscheidest.

999 ist die Zahl der Vollendung. Es ist auch eine

symbolische Zahl für Lichtarbeiter, die Heilungen

vollbringen. Es ist ein Appell an sie, sich an die

Arbeit zu machen, weil Mutter Erde sie jetzt

dringend braucht. Menschen, die beispielsweise

ihren Job aufgegeben haben, um ihrer Mission zu

folgen und anderen zu helfen, ebenfalls ihr

65Bewusstsein zu erweitern und aus dem

Dornröschenschlaf endlich „aufzuwachen“, sehen in

dieser Zeit vermehrt die Zahl 999.

000 steht wie die 777 auch für Gott, für die

bedingungslose Liebe, für Reinheit. 000 ist der

Ursprung von allem. Es kann aber auch bedeuten,

dass du dich momentan in einer Situation befindest,

wo du dich im Kreis drehst, es aber vielleicht selbst

nicht merkst. Dann ist es Zeit zum Handeln, um den

Kreis zu durchbrechen!

1234 ist auch eine Zahlenkombination, die auch

ein Zeichen von Engeln oder deinen Geistführern

i s t . M a n c h m a l k a n n e s a u c h e i n e

Zahlenkombination sein, die nur für dich eine

besondere Bedeutung hat wie zum Beispiel das

Geburtsdatum eines geliebten Verstorbenen.

Gib dich hin und lauf mit offenen Augen durch

das Leben, damit du die Wunder auch erkennen

kannst…

66KAPITEL 3

FLASHBACKS… MEINE EIGENEN

FRÜHEREN LEBEN

Nach meinen eigenen Experimenten mit

Astralreisen wollte ich wissen, ob ich schon früher

einmal gelebt hatte und wer ich alles war. Also ging

ich intuitiv in die Selbsthypnose, ohne dass ich zu

diesem Zeitpunkt wusste, was das genau war und

wie man das machte, und erforschte so einige

meiner vergangenen Inkarnationen. Sie erschienen

mir immer wieder mal als Filme vor meinem

inneren Auge und waren unglaublich real. Später

erfuhr ich auch bei geführten Rückführungen, bei

denen ich war, wie bei Ursula Demarmels oder

Schülern von ihr und bei Rückführungsseminaren

noch weitere interessante Leben. Hier liste ich mal

einige von denen, an die ich mich noch erinnern

kann, auf.

In einem Leben sah ich mich als eine korpulente

afrikanische Sklavin in Südamerika, die auf den

Maisfeldern arbeitete. Ich war in dem Leben sehr

67gottgläubig und sang gern viele spirituelle Lieder

und erzählte den Menschen über Gott. Leider gefiel

das den Sklavenbesitzern nicht sonderlich und sie

brachten mich deshalb um. Ich lernte, dass ich mit

meinen Überzeugungen anders vorgehen musste.

In einem anderen Leben sah ich mich als kleines

afrikanisches Mädchen im Alter von vier Jahren in

Afrika, Namibia, glaube ich. Ich war ausgehungert,

hatte einen aufgeblähten Bauch und lag alleine in

einer dreckigen Pfütze. An der Stelle bin ich auch

verstorben. Ich habe gelernt, was es heißt, als Kind

verarmt, verhungert und allein zu sterben.

Wieder in einer anderen Inkarnation fand ich

m i c h a l s KZ Aufseher i n d e r Z e i t d e s

Nationalsozialismus wieder. Das war auch kein

tolles Leben, voller Angst und falschen

Entscheidungen. Und ich lernte, wie es ist,

Vorschriften zu befolgen, die nicht richtig waren,

aber wo ich keine Wahl hatte, außer bei Widerstand

selbst zu sterben.

In einem weiteren Leben wurde ich im

Mittelalter als Hexe abgestempelt und auf dem

Scheiterhaufen verbrannt, weil ich anderen

Menschen mit Kräutern half, gesund zu werden.

68Mein Nachbar war heimlich in mich verliebt, doch

ich hatte kein Interesse an ihm. Aus Rache und

Verbitterung, weil ich ihn zurückgewiesen hatte,

verriet er es den Behörden, dass ich „magische“

Dinge tat. Sehr schade.

In einem anderen Leben war ich ein

buddhistischer Mönch in Tibet und sah mich in

einem orangefarbenen Gewand. Es war ein

wundervolles, friedliches Leben. Ich habe viel

meditiert und war voller Liebe und Zufriedenheit,

auch in der Abgeschiedenheit. Als ich Gott in der

Trance fragte, warum ich denn nach einem so

schönen Leben schon wieder auf die Erde

zurückmusste, quasi nochmal die Schulbank

drücken durfte, erhielt ich die Antwort: „Du hast

gelernt, die Liebe in dir allein zu kultivieren. Und

jetzt sollst du lernen, diese Liebe in einer

Partnerschaft zu teilen und dadurch seelisch weiter

wachsen.“ Alles klar. Also, nächste Runde!

In einem neuen Leben sah ich mich als Frau

eines Königs in Baden-Württemberg, in Stuttgart.

Ob das wahr ist oder nur eine Fantasie in meinem

Kopf war, kann ich nicht sagen. Ich finde es auch

immer schwierig, wenn man eine bekanntere

Persönlichkeit in einem Vorleben war. Aber ich lasse

69es mal so stehen. Ich war noch recht jung und

todunglücklich in der Ehe, auch wenn ich alles

hatte. Ich sah mich nur in einer Szene, als ich im

weißen Nachthemd im Winter in den Wald lief, im

tiefsten Schnee und auf dem Weg dorthin erfror.

In Wirklichkeit starb ich weniger an der Kälte als

am gebrochenen Herzen. So fühlte es sich einfach

an. Ein emotionaler Schmerz in der Brust. Ich war

natürlich neugierig und recherchierte und die

einzige Königin, die ich im Netz fand, die ungefähr

zu dieser Beschreibung passte, war Königin

Katharina, die Gemahlin von König Wilhelm. Ich

erfuhr über Wikipedia, dass es eine Grabkapelle in

Stuttgart gibt, die Wilhelm zu Ehren von Katharina

als Denkmal seiner Liebe zu ihr nach ihrem Tod

erbaut hatte (obwohl er zu Lebzeiten wohl oft

fremdgegangen war….).

Ich lebe zwar in Heilbronn, hatte aber noch nie

davon gehört. Also fuhr ich hin, weil ich testen

wollte, ob ich etwas spüren oder wahrnehmen

würde, wenn ich dort wäre. Und als ich die Kapelle

betrat und nach unten zu den Gräbern ging, hatte

ich schon ein seltsam trauriges Gefühl. Als ich aber

endlich vor dem Grab von Wilhelm und Katharina

stand, brach ich plötzlich voll in Tränen aus und

konnte kaum aufhören. Echt verrückt.

70Mein Freund war dabei und starrte mich total

irritiert an. Auch er war erstmal sprachlos und ich

verstand auch nichts mehr. Was auch immer das zu

bedeuten vermag, das Gefühl war echt. Auf der

Grabkapelle steht beim Eingang oben an der Tür

eingraviert: „Die Liebe höret nimmer auf.“ Ich hab

schon wieder Gänsehaut und feuchte Augen, wenn

ich daran denke. Und das Paradoxe war, dass einige

Tage später eine Klienten zu mir kam und auf ihrem

Oberarm die Grabkapelle und der Spruch tätowiert

waren!!! Das kann ich mir bis heute nicht erklären…

In einem anderen Vorleben war ich der große,

muskulöse Holzfäller Heinz aus der Nähe von

Münsing in Bayern im Jahre 1910. Ich lebte mit

meiner zierlichen Frau Greta mittlerweile allein in

unserer Holzhütte im Gebirge. Ich liebte meinen

riesigen Garten mit den vielen Apfelbäumen und

brachte immer welche körbeweise zu Greta, damit

sie mir einen Apfelkuchen backen konnte. Unsere

beiden Kinder, ein Junge (mein Sohn in diesem

Leben) und ein Mädchen, waren schon erwachsen

und wohnten mit ihren Familien in der Stadt unten.

Ich fällte Holz und verkaufte es, um unseren

Lebensunterhalt zu finanzieren. Ich liebte die Natur

und meine Familie. Ich sah mich am Ende meines

Lebens mit 90 in meinem Lieblingssessel vor dem

71großen Kaminfeuer sitzen. Da schlief ich friedlich

ein und meine Seele verließ den Körper, um nach

Hause zu fliegen…. zu Greta, die ein Jahr zuvor

schon von uns gegangen war. Das war ein

wundervolles Leben im Einklang mit der Natur. Das

war wohl ein Leben zum Erholen, ohne Drama.

Greta ist witzigerweise in diesem Leben mein

jetziger Lebenspartner M. und er sieht so ähnlich

aus von der Statur her wie ich als Heinz damals.

Und ich ähnele Greta sehr. Und M. liebt Kaminfeuer

ebenso wie ich… Da muss ich immer wieder

schmunzeln, wenn ich irgendwo Holzbalken oder

Kaminfeuer sehe…

Mein Elefantenmädchen Lulu tauchte auch in

einer Rückführung auf und war etwas stinkig, dass

ich sie „vergessen“ hatte… ich war also wohl auch

mal in Südafrika in einem Elefantenreservat, wo ich

Elefanten pflegte und Lulu war mein Elefantenbaby.

In der Trance umarmte sie mich dann freudig mit

ihrem Rüssel und setzte mich auf ihr rechtes Bein

zum Kuscheln. Das erklärt wohl meine Vorliebe für

Elefanten…. Ich habe vieeeele Elefantenfiguren im

Haus …. Elefantendecke, Kissen mit Elefanten drauf

und und und… Und Dumbo war als Kind mein

Lieblingsfilm…

72Was habe ich noch alles erlebt? Ach ja, in einem

Leben war ich eine Dienstmagd und meine

Arbeitgeber, ein Ehepaar ohne Kinder, waren sehr

streng und nicht sehr freundlich. Besonders die Frau

meines Herrn. Ich war eine junge Dienstmagd und

arbeitete als Haushälterin bei dem Ehepaar. Es war

kein erfreuliches Leben, da der Hausherr mich

täglich vergewaltigte, damit ich endlich schwanger

werden sollte, weil seine Frau keine Kinder

bekommen konnte. Ich hätte eines für sie gegen

meinen Willen gebären sollen. Als Dienstmagd hatte

ich natürlich keine Rechte und konnte mich somit

nicht wehren. Trotz der vielen Vergewaltigungen

wurde ich aber nie schwanger. Eines Tages gelang es

mir, zu fliehen. Leider kam ich nur bis zum

Waldrand, als mich mein Herr einholte und von

hinten auf mich schoss. Ich sah mich, wie ich mein

blutendes Herz festhielt, während ich zu Boden sank

und starb. Meine Seele verließ den Körper aus dem

Herzen heraus und flog nach Hause in die geistige

Welt. Was ich so traurig fand, war, dass mir mein

Herr Leid tat, da er eine Marionette war und aus

Angst vor seiner eigenen Frau alles ausführte, was

sie aus Boshaftigkeit, Wut und innerer

Unzufriedenheit von ihm verlangte. Ich habe beiden

verziehen. Sie wussten wohl nicht, was sie taten.

Auch diese beiden Menschen sind in diesem Leben

73mit mir zusammen inkarniert. Durch diesen

Flashback habe ich so einiges besser verstanden. Ich

habe auch seit meiner Kindheit immer wieder mal

spontan Herzstechen in unregelmäßigen Abständen,

mal einmal im Jahr, mal nach einigen Jahren. Die

Ärzte sagen, alles sei in bester Ordnung, ich bilde

mir das nur ein…. Die Standardlösung der

Schulmedizin, wenn man nicht weiter kommt. Mehr

brauche ich dazu nicht zu sagen.

In einer anderen Inkarnation war ich wieder eine

Dienstmagd und hatte mich in einen jungen Mann

verliebt. Wir trafen uns manchmal heimlich im Stall,

wo ich arbeitete und himmelten uns an. Es gab

Standesunterschiede zwischen uns, weshalb wir uns

nur heimlich treffen durften. Eine verbotene Liebe

war sehr kompliziert. Ein anderer Mann aus der

Stadt, deutlich älter als ich, hatte auch ein Auge auf

mich geworfen und hatte mit allen Mitteln versucht,

mein Herz für sich zu gewinnen, aber es ging nicht.

Ich wollte nichts von ihm…. Und ich hatte nur

Augen für meinen Herzensbuben. Der ältere Mann

war frustriert, weil ich ihn immer abgewiesen hatte

und lauerte mir eines Tage im Stall auf, wo er mir

im Affekt aus Wut ein Messer ins Herz rammte und

auf diese Weise mein kurzes Leben beendete. Er

hatte uns zuvor eines Tages aufgelauert und

74gesehen, dass ich einen anderen liebte, was er nicht

ertragen konnte. Nach dem Motto, wenn nicht ich,

dann auch kein anderer. Ich hatte das Gefühl, es tat

ihm danach sehr leid, was er angerichtet hatte, denn

dadurch hatte er erst recht nun alles verloren und

lebte mit Schuldgefühlen weiter. Auch meinem

Täter aus diesem vergangenen Leben bin ich in

diesem Leben begegnet und war mit ihm in einer

Partnerschaft, was im anderen Leben ja nicht

möglich war. Durch diesen Flashback konnte ich die

Hop on- Hop off- Beziehung in diesem Leben als

Irene verdammt gut nachvollziehen und die

unglaublichen Bemühungen seinerseits, mich immer

wieder zurückzugewinnen, wenn ich es mir mal

wieder anders überlegt hatte, weil ich seiner

Meinung nach die Liebe seines Lebens war. Erst, als

das Karma quasi abgearbeitet war, konnten wir

beide friedlich getrennte Wege in Freiheit gehen. Ich

hatte viele vergangene Leben mit diesem Expartner.

Und ich bin für jede Erfahrung sehr dankbar.

Alles im Leben hat einen Sinn, auch wenn wir es

mittendrin natürlich nicht verstehen und es erst gar

nicht einsehen wollen. Aber am Ende sieht man das

ganze Puzzle und versteht, wozu die Schritte zuvor

notwendig und wichtig waren.

75Ein kurioses Leben durfte ich auch sehen, was

vermutlich nicht von dieser Welt ist, sondern von

einer anderen Ebene, die ich nicht erklären kann.

Ich sah mich als junge Frau in einem weißen Kleid

mit langen blonden Haaren an ein Holzrad

gefesselt, das sich drehte. Eine dunkle, sehr starke,

weibliche Gestalt im schwarzen Mantel mit einer

großen schwarzen Kapuze zapfte mir Energie ab.

Total verrückt. Es erinnert mich an Harry Potter

irgendwie. Ich sah, wie die dunkle Gestalt, die sehr

mächtig war und definitiv schwarzmagisch

arbeitete, mir meine Lebensenergie und all meine

Talente und Fähigkeiten, und auch meine

unschuldige Jugendlichkeit in Form von weißem

Licht aus mir herauszog und versuchte, es selbst

quasi aufzusaugen, um noch stärker und

machtvoller zu werden als sie es sowieso schon war,

um diese Macht aber leider destruktiv einzusetzen.

Die dunkle, weibliche Gestalt, vielleicht eine böse

Hexe oder sowas, kam damit aber nicht durch, da

meine Seele meinen Körper verließ, weil ich starb,

und sie somit keine Energie mehr von mir abzapfen

konnte. Der Plan ging offensichtlich nicht auf. Auch

diese Person ist in meinem Umfeld im heutigen

Leben und ich verstehe jetzt auch, wieso ich mich

oft wie eine ausgequetschte Zitrone fühlte, wenn ich

Zeit mit ihr verbracht hatte. Heute schirme ich mich

76energetisch ab, bevor ich mich mit ihr treffe, um

meine Energie zu bewahren. Man kann nicht alle

Menschen einfach ignorieren, besonders im engeren

Umfeld, also muss man lernen, mit den Energien zu

arbeiten, wenn man nicht den Kontakt abbrechen

kann.

Die amerikanische Hypnosetherapeutin Dolores

Cannon formulierte es einmal wie folgt: „You came

here to learn how to master your energy.“ Damit

ist wohl alles gesagt…. Aber wie können wir das

lernen??? Ich denke, dass sprichwörtlich alle Wege

letztendlich nach Rom führen, egal, welche Methode

man erlernt, um mit Energien umgehen zu können.

Ob Reiki, Quantenheilung, Hypnose, Mentaltraining,

Trancehealing, Visualisierung, Chirotrance, Qi Gong,

Meditation oder was auch immer es sonst noch gibt,

es gibt kein Richtig oder Falsch hierbei. Mach das,

was dich anspricht. Ich habe Verschiedenes einfach

ausprobiert: Usui Reiki mit drei Symbolen, Rainbow

Reiki 1. und 2. Grad mit acht Symbolen, Jnana

Kundalini Reiki Meistergrad mit dem OM Symbol,

Trancehealing am Arthur Findlay College in London

Stansted, Heiltrancen, Arbeit mit Heilsteinen,

Chakrenmeditationen, viel Visualisierungen in der

Hypnose, Regressionshypnose bei Dr. Preetz (das ist

eine Rückführung in diesem Leben bis zum

77Zeitpunkt der Zeugung bzw. vor der Geburt),

spirituelle Reinkarnationshypnose bei Ursula

Demarmels beispielsweise (das ist eine Rückführung

in frühere Leben und ins Zwischenleben, also in die

geistige Welt zurück), Yager Code Hypnose (das ist

Hypnose in Verbindung mit deinem Höheren Selbst,

dem Teil deiner Seele, der in der geistigen Welt

bleibt und alles über dich weiß), Selbsthypnose

Code Wort Verankerung, Astralreisen (das sind

außerkörperliche Erfahrungen) und Vieles mehr.

Neben vielen Ausbildungen parallel zu meinem

Hauptberuf als Lehrerin bis Ende 2018 habe ich mir

Vieles selbst beigebracht durch intensives Lesen und

Anwenden des Wissens. Ich bin ein Autodidakt in

vielen Bereichen und liebe es mir selbst Dinge

beizubringen und diese dann in der Praxis

umzusetzen. Und die Erfolge waren in der Mehrzahl

der Fälle richtig gut bisher. Ich vertraue aber bei

allem, was ich tue, auf die höchste göttliche

Führung und arbeite mit meinem geistigen Team

zusammen. Nur so sind manchmal „Wunder“

möglich, die man sich mit dem Verstand nicht

erklären kann.

78KAPITEL 4

VERGEBUNG,

TRAUERVERARBEITUNG UND

KARMA…

Vergebung ist mittlerweile überall ein Thema und

jedem vertraut. Die meisten können es nicht mehr

hören. Und doch ist es mit das wichtigste Thema

überhaupt, um Karma am schnellsten aufzulösen.

Damit meine ich aber nicht, mit dem Verstand zu

vergeben. Das ist einfach, das kann fast jeder. Aber

einem Menschen zu vergeben, der dir sehr weh

getan hat, von Herzen zu verzeihen, das ist ein

großer Schritt. Aber noch schwieriger ist es, sich

selbst das zu vergeben, was man falsch gemacht.

Vergeben ist wichtig, um Altes endlich loslassen zu

können. Ohne Gepäck, oder zumindest mit wenig,

läuft es sich leichter. Absolut.

Karma ist das spirituelle Gesetz von Ursache und

Wirkung. Man kann es sich wie einen Boomerang

vorstellen. Alles, was du aussendest, kommt früher

oder später zu dir zurück, ob positive oder negative

79Handlungen. Je mehr Gutes du tust, desto mehr

Pluspunkte sammelst du auf deinem Karma-Konto.

Und je mehr Negatives, Destruktives du tust, indem

du andere verletzt – verbal oder körperlich – desto

mehr Minuspunkte häufst du auf deinem Karma-

Konto an. Du entscheidest. Die Minuspunkte musst

du immer abbauen, ob es dir passt oder nicht, denn

Karma vergisst nichts. Karma strebt immer nach

dem Ausgleich. Die Minuspunkte kannst abbauen,

indem du dich zum Beispiel aufrichtig bei den

Personen entschuldigst, denen du Leid zugefügt hast

oder es mit einer anderen Handlung wieder gut

machst. Wenn die Person nicht mehr lebt, kann du

dich von Herzen in Gedanken in einer Meditation

entschuldigen und um Vergebung bitten. Glaub mir,

du wirst gehört. Aber es muss von Herzen kommen,

sonst funktioniert es nicht.

Vergebung bedeutet nicht, dass der andere dann

quasi einfach davon kommt und nichts mehr

machen muss, um seine Fehler wieder gut zu

machen. Das muss er trotzdem, aber das hast du

nicht in der Hand. Das ist seine Aufgabe. Bei der

Vergebung geht es in erster Linie darum, dass du

dich innerlich von den Fesseln der Wut, des Hasses

oder was auch immer du für die Person empfindest,

endlich befreist. Es geht um dich, nicht um die

80andere Person. Je länger du deine negativen Gefühle

der Person gegenüber festhältst, desto länger bleibst

du in der Vergangenheit stecken und fühlst, wie sich

die Last immer schwerer anfühlt über die Jahre. Das

kann dich so weit runterziehen, dass du eines Tages

körperliche Probleme bekommst, weil dich diese

negativen Gefühle innerlich zerreißen. Ist das Leben

dann noch wirklich lebenswert? Ich glaube nicht.

Den meisten Menschen fällt es schwer, ihren

eigenen Eltern zu verzeihen. Warum? Weil das die

ersten Menschen in ihrem Leben waren und weil so

ziemlich alle Eltern Fehler machen. Auch ich als

Mama habe einiges falsch gemacht und werde

sicherlich auch noch weitere Fehler machen, auch

wenn ich nur das Beste für mein Kind will. Oft

projizieren Eltern ihre eigenen ungeteilten Wunden

auf ihre Kinder und verletzen sie, wenn auch nicht

immer absichtlich. Die meisten merken nicht

einmal, was sie tun.

Die Kindheitserfahrungen prägen unser ganzes

Leben, insbesondere die Glaubenssätze und Ängste,

die wir unbewusst von unseren Eltern oder

nahestehenden Angehörigen als Kind übernommen

haben. „Ich muss gut in der Schule sein, sonst werde

ich nicht gelobt und anerkannt. Ich muss alles

perfekt und akkurat machen, sonst werde ich wieder

81übelst kritisiert. Ich muss mich anpassen, sonst

werde ich ausgestoßen. Ich darf nicht zu viel Geld

verdienen, denn Geld verdirbt den Charakter. Geld

ist böse. Wer viel Geld hat, hat es sicherlich nicht

auf legale Weise verdient. Ich bin nicht gut genug,

so wie ich bin. Also muss ich eine Rolle spielen, die

anderen gefällt, damit sie mich so annehmen. Ich

muss immer gut drauf sein und keine Gefühle

zeigen. Denn Gefühle zu zeigen, ist sehr

schmerzhaft. Daher schließe ich lieber mein Herz,

um es vor weiteren Schmerzen zu bewahren. Ich

muss immer stark sein. Schwäche zeigen gehört sich

nicht. Ich muss immer alles alleine schaffen.

Vertraue keinem, denn du wirst nur enttäuscht. Alle

Männer gehen fremd. Alle Frauen sind Schlampen.

Ich bin wertlos. Wenn du nichts besitzt, bist du

wertlos. Hast du was, bist du was. Hast du nichts,

bist du nichts. …“ Die Liste von Glaubenssätzen

könnte ich ewig fortsetzen. Erkennst du dich

irgendwo wieder? Wahrscheinlich könntest du sie

locker weiter ausfüllen….

Als ich mit Vergebensarbeit begann, musste ich

bei dem Prozess Rotz und Wasser heulen… es kam

der ganze Schmerz aus der Kindheit hoch, alle

Verbote und Einschränkungen, all die Kritik meiner

Mutter, unter der ich viele Jahre sehr litt, all die

82Glaubenssätze über Geld und Neider, all die Scham-

und Schuldgefühle, der bescheuerte Perfektionismus

und insbesondere meine unterdrückte Wut auf all

das. Und die Wut auf mich selbst, wenn ich meine

eigenen Erwartungen und die meiner Eltern nicht

erfüllen konnte. In diesem Prozess kam mein

inneres Kind sehr deutlich zum Vorschein, die kleine

Irene, etwa 10 Jahre alt, mit einem furchtbaren

Pony und kurzem Bob-Haarschnitt, und verdammt

wütend, trotzig und bockig. Sie war so wütend, dass

sie mit ihren Fäusten am liebsten alles zerschlagen

hätte. Ich fand so viele Regeln in meinem Leben

einfach unglaublich sinnlos und konnte es nicht

begreifen, warum es so wichtig war, was die

Nachbarn denn denken könnten …. Ich konnte auch

n i e v e r s t e h e n , w a r u m Fa m i l i e n u n d

Verwandtschaften oder auch Freundschaften aus

Neid kaputt gingen. Jeder hatte doch etwas, worauf

er stolz sein konnte, ob es nun größer oder kleiner

war als das von anderen. Unsere Verwandtschaft

war einmal groß, als wir noch Kinder waren und

alles zerfiel nach und nach, angeblich aus Neid. Ich

habe das bis heute nicht verstanden. Und ich werde

es wohl nie begreifen. Es hat mich einfach nur

unglaublich traurig gemacht als Kind. Als ich

begann, meinen Eltern in der Meditation zu

vergeben, habe ich allmählich verstanden, wenn

83auch nur ansatzweise, warum sie so gehandelt

hatten und ich hatte unglaubliches Mitgefühl mit

ihnen. Als ich versuchte, die Dinge aus ihrer

Perspektive zu betrachten, musste ich feststellen,

dass sie verdammt viel richtig gut gemacht hatten,

dafür, dass ihre eigene Kindheit alles andere als ein

Zuckerschlecken war. In einer Generation

aufzuwachsen, wo Kinder nichts zu melden hatten,

keine Liebe bekommen haben, weil die Eltern selbst

nicht wussten, was Liebe war… wo Alkoholismus

und auch körperliche Gewalt und finanzielle Sorgen

Alltagsthemen waren. Wo grausame, verbale

Streitigkeiten Alltag waren und man als Kind

ständig unter großer Angst litt und alles tat, um

bloß nicht negativ aufzufallen, um ja nichts

abzukriegen… Ich ich mir das alles angeschaut

hatte, war ich von großer Dankbarkeit im Herzen

erfüllt. Meine Eltern hatten im Gegensatz zu dem,

was sie alles erlebt hatten, alles anders gemacht.

Dadurch, dass sie selbst so aufgewachsen sind,

haben sie uns viel Liebe geschenkt, obwohl sie sie

selbst nie erfahren hatten und sie stritten sich nie

laut vor uns Kindern, tranken so gut wie nie

Alkohol, rauchten nicht und es gab nie Gewalt bei

uns zu Hause wie sie es selbst erlebt hatten. Sie

gingen immer respektvoll miteinander um, auch

wenn es viele Unstimmigkeiten und sehr harte Zeit

84gab und ermöglichten uns Kindern alles, was eben

möglich war. Mein Bruder und ich durften studieren

und sie unterstützten uns auch da so gut es

finanziell eben ging. Wir hatten als Kinder nie

Markenklamotten, und ich wusste ehrlich gesagt

auch nichts davon, sondern einfache und sehr

günstige Kleidung teils auch vom Flohmarkt oder

aus Billigläden. Aber ich hatte immer was Schönes

zum Anziehen. Ich wollte als Kind ein Barbiehaus,

aber weil es so teuer war, baute mein Papa mir

selbst ein großes Barbiehaus aus Holzplatten und

meine Mutter bastelte die Möbel und tapezierte das

Haus. Das war das schönste Barbiehaus und es war

mit Liebe gebaut. Ich hatte nie das Gefühl, dass wir

zu wenig Geld hatten, weil meine Eltern immer

einen Weg gefunden hatten, uns doch etwas zu

ermöglichen, wenn auch nicht unbedingt mit Geld.

Diese Fähigkeit schätze ich sehr. Auch bis heute

standen sie immer hinter uns, egal, was war. Ich

kann immer auf sie zählen, egal was kommt. Auch

das haben sie uns gegeben, obwohl sie es selbst so

eben nie erfahren hatten, wie es ist, wenn jemand

hinter dir steht. Meine Eltern haben mir trotz der

Dinge, die ich nicht toll fand, Werte vermittelt, für

die ich dankbar bin. Und durch die ständige Kritik

meiner Mutter habe ich gelernt, mit so ziemlich

jeder Art von Kritik von außen umzugehen. Das hat

85mich stark gemacht. Schlimmer kann es ja nicht

werden, denk ich mir dann…. Und muss

schmunzeln.

Ein Diamant ist schließlich auch nur ein Stück

Kohle, der aber unter massivem Druck entstanden

ist.

Ich fühlte mich freier, nachdem ich ihnen

vergeben konnte in der Meditation. Auch ich bat sie

in der Meditation um Verzeihung für das Leid, das

ich ihnen zugefügt hatte und dankte ihnen für alles,

was war. Danach fühlte ich mich frei. Ich fühlte

mich. Ich durchtrennte die karmischen Schnüre von

Leid und Schuld mithilfe meines geistigen Teams

zwischen uns und fühlte mich leichter.

Ich denke, der Prozess müsste noch einige Male

wiederholt werden, bis es endgültig aufgelöst ist,

vor allem auch bis in die Ahnenreihe hinein. Ich

werde also weiter daran arbeiten.

Inwieweit kann man also Karma mit Vergebung

auflösen? Vergebung ist der kürzeste Weg, um

Karma abzubauen. Man kann dies natürlich auch

auf andere Art und Weise tun, indem man das, was

man verbockt hat, wieder gut macht oder direkt die

Person um Verzeihung bittet oder der Person, die dir

selbst weh getan hat, von Herzen persönlich vergibt.

86Leider ist dies nicht immer möglich, weil die Person

vielleicht keinen Kontakt mehr wünscht oder sogar

nicht mehr lebt. Aber um zu vergeben, muss man

die andere Person nicht direkt vor sich haben. Auf

energetischer Ebene ist das genauso möglich und

sogar effektiver, weil man auf seelischer Ebene

arbeitet. Natürlich kann man Karma auch über viele

weitere Leben stückweise abbauen. Ich denke, das

ist aber eine Never-Ending-Story. Aber: Jeder hat

den freien Willen, das zu tun, was er möchte. Aber

genauso muss dann jeder die Konsequenzen für sein

Handeln tragen. That’s life.

Anderen Menschen zu vergeben, ist nicht leicht,

je nachdem, was dir wiederfahren ist. Aber sich

selbst zu vergeben ist teilweise noch schwerer. Mit

der sich selbst auferlegten Schuld lebt es sich aber

wie im inneren Gefängnis. Schuld und Angst sind

Konzepte, die real eigentlich nicht existieren,

zumindest nicht in der spirituellen Welt. Dadurch,

dass wir aber an sie glauben, geraten wir selbst in

das Karma-Karussell aus Schuld und Leid und haben

das Gefühl, dass wir im Hamsterrad sitzen und die

Hoffnung auf Rettung allmählich stirbt… Bitte Gott

um Gnade und Hilfe, wenn du das Gefühl hast, dass

alles auseinanderfällt und du in ein schwarzes Loch

87stürzt. Gebete und Meditation sind deine letzten

Rettungsanker, wenn die Welt quasi unter geht.

Beten ist ein Gespräch mit Gott. Meditation

bedeutet, Gott in der Stille zuzuhören. Das waren

die Worte von Mutter Maria in dem Buch „Mary´s

Message to the world“ von Annie Kirkwood, der

Maria erschienen ist.

Ich erzähle dir nun von einigen Fällen aus

meinen Hypnose Coachings, damit du verstehen

kannst, was Vergebung wirklich bedeutet und was es

mit der Person, die es schafft zu vergeben, macht.

Ein Klient kam zu mir zur Trauerverarbeitung. Er

hatte seinen Sohn verloren, der mit ca. zwei Jahren

an einer Krankheit gestorben war, die genetisch

bedingt war. Der Klient hatte selbst ein bestimmtes

Gen, weswegen er vorher schon wusste, dass er er

niemals ein Kind mit einer Frau bekommen sollte,

die dasselbe Gen hatte, weil das Kind diese

genetische Kombination dann nicht überleben

würde. Da ich kein Mediziner bin, werde ich darauf

nicht näher eingehen. Die damalige Partnerin

wusste es. Er bat sie, sich untersuchen zu lassen,

bevor sie ein gemeinsames Kind zeugen würden. Sie

sagte ihm, alles sei in bester Ordnung. Sie hatte ihn

88aber angelogen. Als das Kind auf die Welt kam,

wurde es schnell krank und bei der Untersuchung

kam die Wahrheit ans Licht. Leider war die

Diagnose niederschmetternd. Es gab keine

Hoffnung. Er hat sich um das Kind gekümmert,

während die Mutter lieber feiern ging. Das war

wahrscheinlich ihre Art, mit diesem Problem fertig

zu werden. Ich urteile nicht darüber. Nach der

Beerdigung des kleinen Sonnenscheins ging die

Mutter des Kindes wieder Party machen. Der Vater,

mein Klient war am Boden zerstört. Er sah keinen

Sinn mehr im Leben. Ich stellte den Kontakt zu

seinem verstorbenen Sohn her in der Trance, sodass

er ihn noch einmal „sehen“ und sich verabschieden

konnte. Diesen Moment kann ich nicht mit Worten

beschreiben. Da kommen selbst mir die Tränen beim

Schreiben. Kannst du dir vorstellen, wie es für

meinen Klienten war, seiner damaligen Frau und

auch sich selbst zu verzeihen? Das war eine sehr

schwere Geburt…. Es war unglaublich schmerzhaft

für ihn, obwohl dieses schreckliche Erlebnis schon

fast 20 Jahre zurück lag. Aber in diesem Moment

holte er den tief vergrabenen Schmerz hoch und

ließ die Heilung zu. Er konnte ihr und sich selbst

schließlich vergeben. Und er konnte das neue

Familienglück, das er zu diesem Zeitpunkt hatte, so

richtig schätzen.

89In einem anderen Fall ein Klient zu mir, weil er

große Schuldgefühle hatte. Er gab sich die Schuld

am Tod seines Bruders und seines Vaters. Sein Vater

war sehr schwer krank und er suchte viele Ärzte und

Kliniken mit auf, um ihm zu helfen. Und eines Tages

fuhr er mit seinem jüngeren Bruder zu einem

Termin auf der Autobahn, als er sich plötzlich

überschlug und verunfallte. Der Unfall war so

schwer, dass sein Bruder ihn nicht überlebte. Nur er.

Es war ein Unfall und er hätte in diesem Moment

nichts tun können. Er wünschte sich, dass er an

seiner Stelle gegangen wäre. Und kurze Zeit nach

diesem tragischen Unfall verstarb auch sein Vater.

Der Vater folgte seinem Bruder in die geistige Welt.

Er war extrem verzweifelt, weil er alles versucht

hatte, um seinem Vater mit ärztlicher Hilfe zu

helfen, aber er hatte es nicht unter Kontrolle. Er

konnte nichts mehr tun, so sehr er es auch wollte.

Sein Vater war sein größtes Vorbild. Nach diesen

aufeinanderfolgenden Ereignissen verlor er den

Glauben an Allah. Er hatte richtige Angst vor Allah,

seinem Gott. Er glaubte, Allah würde ihn für alles

bestrafen. Er gab sich selbst die Schuld am Tod

seines Bruders und seines Vaters, weil er in seinen

Augen versagt hatte. Ich führte ihn in der tiefen

Trance in die geistige Welt zu seinem Vater und

90seinem Bruder, sodass er sie wiedersehen und sie

um Verzeihung bitten konnte. Er sah, dass es ihnen

gut ging und sie glücklich und schmerzfrei waren.

Er konnte sich an diesem Tag selbst vergeben. Das

war auch für mich ein unvergesslicher Tag voller

Tränen….Tränen, die ihn heilten. Später berichtete

er mir, er habe seinen Glauben wieder gefunden und

dass er jetzt keine Angst mehr vor Allah hatte. Und

er fühlte sich leichter. Sich selbst zu vergeben ist

unfassbar schwer, aber es lohnt sich.

In einem weiter Fall kam ein Klient zu mir mit

einem Schlafproblem. Wir suchten in der Hypnose

nach der Ursache für seine schlaflosen Nächte und

landeten bei seiner Mutter. Er hatte schon

zigtausende Therapien und Seminare hinter sich,

um dieses Problem zu lösen und kam einfach nicht

weiter. Und jedes Mal kam er auch mit anderen

Therapeuten immer bei seiner Mutter als

Ursprungsthema raus. Aber an diesem Punkt brach

er die Therapien dann meist ab…. Das war ein

schwieriger Fall… sehr zäh. Wir versuchten alle

möglichen Zugänge, um ihm zu helfen, seiner

Mutter zu verzeihen. Wir wechselten sogar die

Perspektiven und trotzdem half es nicht. Er wollte

einfach nicht die Wut auf sie loslassen. Er nahm es

lieber in Kauf, dass die Wut und der Hass ihn

91innerlich zerfraßen und ihn jahrelang nicht schlafen

ließen… Ein Schritt vor dem Ziel brach er auch bei

mir die Sitzung ab. Er war selbst enttäuscht von

sich, dass er es wieder nicht geschafft hatte. Auch

ich war traurig darüber, weil ich weiß, wie es

gewesen wäre, wenn er über seinen Schatten

gesprungen wäre. Das hätte sein ganzes Leben

verändert… Vergebung ist nicht einfach. Aber die,

die mutig genug sind, diesen Schritt trotz des altes

Schmerzes zu gehen, erleben Wunder und spüren

wieder die Lebensfreude. Aber man kann

niemanden zum Glück zwingen. Schließlich hat

jeder seinen freien Willen und darf selbst

entscheiden, welchen Weg er wählt, den leichten

oder den steinigen. Aber er trägt auch die

Konsequenzen dafür selbst.

Eine andere Klienten kam zu mir, weil sie ihre

Kindheitserlebnisse endlich verarbeiten und damit

Frieden schlißen wollte. Sie wurde nach der Geburt

von einer Verwandten adoptiert, weil ihre Mutter

kurz nach der Geburt verblutet war. Aber erst im

Alter von sechs Jahren erfuhr sie, dass ihre Mutter

nicht ihre leibliche Mutter war. Sie hatte keine Liebe

erfahren und hatte vor allem Angst und auch wie sie

erfuhr, dass ihre leibliche Mutter nach der Geburt

verstorben war, war wirklich traurig und emotional

92grausam…. Kurz vor ihrem ersten Schultag sagte die

Stiefmutter beiläufig beim Fernsehen, dass ihre

richtige Mutter übrigens auch wie in der TV

Sendung bei der Geburt verstorben war und sie sie

adoptiert hatten. Boom. Ohne Vorwarnung, ohne

liebevolle Worte. Einfach ein Schlag ins Gesicht

q u a s i . U n d d a s k u r z v o r e i n e m n e u e n

Lebensabschnitt, dem Schulbeginn. Sie war am

Boden zerstört. Dieser Fall war sehr anstrengend,

weil die Klientin vor allem schon einige

Hypnosesitzungen ausprobiert hatte, bei anderen

Kollegen, aber durch ihre Kopflastigkeit einfach

nicht hypnotisierbar war. Sie war eine unglaublich

harte Nuss und ich wusste nicht, ob ich sie jemals

knacken könnte. Aber wir hatten ja nichts zu

verlieren. Entweder, wir gewinnen oder alles bleibt

beim Alten. Ich schaffte es tatsächlich irgendwie, sie

gegen Ende doch in eine tiefe Trance zu versetzen,

sodass sie ihre verstorbene Mutter in der geistigen

Welt treffen konnte. Dieser Moment war für uns

beide unbeschreiblich. Sie spürte die Liebe ihrer

Mutter und da flossen auch endlich ihre Tränen, die

sie vorher sehr stark unter Kontrolle hatte. Da ließ

sie es endlich zu und öffnete ihr Herz. Und plötzlich

riss sie in der Trance ihre Augen auf und war

wütend, schloss sie dann aber wieder und dann

kamen wieder Tränen… Tränen, die sie letztendlich

93heilten. Ihre unbewusste, unterdrückte Wut auf ihre

leibliche Mutter kam hoch, weil sie sie quasi allein,

im Stich gelassen hatte nach der Geburt, als sie

klein und hilflos war. Sie vergab ihrer leiblichen

Mutter und am Ende auch der Adoptivmutter. Der

Moment des Wiedersehens, der Verschmelzung mit

der wahren mütterlichen Liebe, die sie über 60

Jahre lang im Außen gesucht hatte, war

unvergesslich. Später berichtete sie mir, dass das der

Grund für all ihre Ängste und Probleme im Leben

war… diese Wut auf ihre Mutter, womit sie niemals

gerechnet hatte. Sie hatte ihren Frieden geschlossen

und die Liebe im Herzen gespürt. Und sie konnte es

nicht fassen, dass sie doch noch hypnotisierbar war,

wenn auch sehr schwer.

Ein anderes Mal war eine Klientin bei mir, die

verschiedenste Themen bearbeiten wollte, wie

eigentlich alle meine Klienten. Alles hängt

miteinander zusammen, daher bringt es meiner

Meinung nichts, sich nur ein Thema herauszupicken

und alles andere außer Acht zu lassen und dann auf

Lösung aller Probleme zu hoffen. Dazu muss man

auch alle Probleme lösen. Diese Klientin hatte viel

emotionalen und sexuellen Missbrauch und Gewalt

in ihrem Leben erfahren und wollte dieses Kapitel in

ihrem Leben einfach hinter sich lassen. Nur eine

94wichtige Sache hatte sie mir im Vorgespräch nicht

verraten, weil sie sich geschämt hatte und es auch

sonst niemandem bisher erzählt hatte. Wenn etwas

wichtig ist, um gewisse Themen zu lösen, kommt es

in der Hypnose hoch und zeigt sich, um aufgelöst zu

werden. Wir bearbeiten also einige Themen wie

Inneres Kind und Vergebensarbeit mit den

damaligen Tätern, ihren Exmännern, bis sie

plötzlich extreme Bauchkrämpfe bekam und sich

krümmte vor Schmerz. Das war sehr seltsam für uns

beide. Plötzlich sah ich innere Bilder von Krallen im

Bauch und das Wort „Fehlgeburt“ stand vor meinem

inneren Auge. Wie gesagt, sie hatte nichts

dergleichen im Gespräch erwähnt. Ich sprach sie

vorsichtig darauf an und fragte, ob sie etwas mit

meinen Bildern bzw. Visionen anfangen konnte. Und

dann hatten wir wir wahre Ursache für die Schwere

in ihrem Leben und die Schuldgefühle gefunden…

Sie hatte drei Kinder heimlich abgetrieben, weil sie

nicht wollte, dass sie in dem schlechten Umfeld, wo

sich sich damals befand, zur Welt kommen würden.

Sie wollte ihnen dieses Leben ersparen. … Sie hatte

furchtbare Schuldgefühle seitdem, auch noch nach

über 20 Jahren…. Diese Schuldgefühle fühlten sich

wie die Krallen in ihrem Bauch an, die sie innerlich

zerrissen…. Sie sagte, es fühlte sich an, als würden

die Babys sich mit Krallen an ihrem Leib

95festhalten… Ich stellte in der Trance die Verbindung

zu ihren abgetriebenen Babys her. Sie nahm sie als

drei Lichtkugeln in verschiedenen Farben wahr und

weinte bitterlich…. Sie bat sie um Vergebung und

erklärte ihnen, warum sie so gehandelt hatte. Sie

sagte, die Babys meinten, es wäre alles gut und sie

wussten, dass das so passieren würde. Und sie

vergab sich selbst. Plötzlich hörten die

Bauchkrämpfe einfach auf und sie atmete tief durch.

Der Prozess dauerte vielleicht zwei Minuten, sie

musste also nicht lange leiden… Aber danach fiel in

ein schwerer Stein von Herzen und sie fühlte sich

leichter danach. Die Schwere in ihrem Leben, die

dadurch subtil entstanden war, war weg…

Ein anderer Fall war auch sehr ergreifend. Der

Klient glaubte nicht daran, dass Hypnose wirklich

funktionieren würde, war aber neugierig und

öffnete sich dafür. Sein Cousin hatte zwei Jahre

zuvor mit ca. 30 Jahren Selbstmord begangen. Er

litt lange unter Depressionen nach dem Tod seiner

Mutter und nichts hatte ihm geholfen, über diesen

Schmerz hinwegzukommen. Deshalb erhängte er

sich ohne Vorwarnung, ohne Abschied. Das war ein

riesiger Schock für alle Beteiligten, insbesondere für

meinen Klienten, der so gut wie jeden Tag mit ihm

verbracht hatte, weil sie wie Brüder füreinander

96waren. Mein Klient fand ihn in seiner Wohnung, als

es zu spät war. Er war am Boden zerstört und von

Lebensfreude war erstmal nicht die Rede. Er

verstand nicht, warum er es getan hatte. Warum er

einfach gegangen war. Er machte sich selbst

Vorwürfe, weil er nicht rechtzeitig da war, um es

verhindern zu können. Wäre er doch nur zufällig

früher vorbeigekommen… Ein großes Warum stand

jahrelang im Raum und er konnte ihn einfach nicht

loslassen. Der Schmerz war zu groß. Die seelische

Wunde war zu tief…. Ich versetzte ihn in Trance

und er kam erstaunlicherweise sehr gut in die

Trance hinein. Ich führte ihn in die geistige Welt

und er nahm seinen Cousin zuerst als Lichtkugel

wahr, die auf ihn zukam. Dann öffnete sich diese

Kugel und sein Cousin stand leibhaftig in der Trance

vor ihn. Er war total perplex. Er nahm ihn in den

Arm und sagte, er spüre ihn tatsächlich genauso wie

früher, als wäre er nie fort gewesen. Tränen der

Heilung durften endlich fließen…. Auch die

verstorbene Mutter des Cousins kam in der Trance

dazu und zeigte sich ihm. Da verstand er, warum

sein Cousin gegangen war. Er hatte es einfach nicht

mehr ausgehalten und wollte nach Hause zu seiner

Mutter…. In den Himmel…. In der Trance sagte er,

sein Cousin sei total glücklich jetzt bei seiner Mutter

und das erfüllte ihn mit so viel Glück, dass er laut

97sagte: „Ich weiß jetzt, dass er glücklich ist!!! Und

jetzt bin auch ich glücklich!!!“ Oh Gott, jetzt muss

ich mir selbst die Tränen abwischen, damit ich

weiter schreiben kann…. Ich ließ ihm Zeit, um

dieses Gefühl noch für einige Minuten zu spüren

und zu genießen, bis er bereit war, sich zu

verabschieden. Danach holte ich ihn sanft aus der

Trance wieder heraus. Er war einfach nur sprachlos

danach. Aber für dieses Erlebnis gibt es keine Worte,

die auch nur ansatzweise beschreiben könnten, wie

sich das im Herzen wirklich anfühlt. Erst, wenn man

es selbst erlebt hat, weiß man es einfach. Dazu

braucht man keine Worte. Er erzählte später seiner

Verwandtschaft von diesem Erlebnis, dass er seinen

Cousin und dessen Mutter wirklich gesehen hatte

und dass sie glücklich waren und sie konnten es erst

nicht wirklich glauben, weil mein Klient ja selbst

nicht an die Kraft der Hypnose geglaubt hatte….

Aber sie sahen die Veränderung in seinem Gesicht,

denn er konnte wieder lachen. Er hatte sich selbst

vergeben und seinen Frieden gefunden. Ich bin so

dankbar, dass ich live dabei sein konnte.

In einem anderen Fall war ein skeptischer

Mediziner als Klient bei mir, der gefühlt Hunderte

von Titeln neben dem Doktor und bereits unzählige

Ausbildungen, auch in Hypnose hatte. Er hatte 5

98Jahre zuvor seine Eltern und kurz darauf seine

Lebenspartnerin verloren, mit der er noch nicht

verheiratet war. Er machte sich große Vorwürfe,

dass er sie nicht früher geheiratet hatte und nun

war es zu spät. Dadurch, dass sie nicht verheiratet

waren, hatte er nämlich rechtlich nichts zu melden

und konnte ihr nicht dementsprechend bei gewissen

Formularen und weiteren Angelegenheiten in der

Klinik helfen, als sie schwer erkrankt war. In der

Krebs-Klinik, in der er arbeitete, war er mit dem Tod

vertraut und es gab dort viele ausgebildete

Seelsorger, die bei der Trauerverarbeitung

professionell halfen. Er selbst hatte aber einfach

zugemacht und niemanden an sich herangelassen.

Er ließ sich bei mir aber auf die Hypnose ein. Ich

führte ihn in der Hypnose in die geistige Welt und er

sah zuerst drei Lichtkugeln in drei verschiedenen

Farben, die sich auf ihn zubewegten, bis sich die

Kugeln auflösten und er in Tränen ausbrach, als

plötzlich seine Eltern und auch seine Freundin vor

ihm auftauchten, wie real, als wären sie nie

gestorben. Ich ließ ihm so viel Zeit mit seiner

Familie, wieviel er brauchte, um sich zu

entschuldigen, weil er seine Partnerin damals nicht

eher geheiratet hatte und er konnte sich von seinen

Eltern endlich in Ruhe verabschieden und sie alle in

Liebe loslassen. Er konnte vor allem sich selbst

99danach vergeben, weil er einfach nichts hätte tun

können, um ihren Tod zu verhindern. Er kam

verheult und vor Freude strahlend mit leuchtenden

Augen aus der Trance wieder raus und schaute mich

einfach nur sprachlos an. Er bekam nur Folgendes

heraus: „Du hast gerade einen Mediziner bekehrt!

I c h h a b e j a s c h o n v i e l e g e s e h e n , d i e

Trauerverarbeitung machen, aber das, was du

gemacht hast, ist eine Gabe. Das kann man einfach

nicht lernen. Ich hätte das nie für möglich gehalten,

dass sowas möglich ist. Ich bin dir so dankbar!“ Er

war vom Typ her sehr korpulent, aber nach der

Hypnose hatte ich das Gefühl, als ob er schweben

würde vor Leichtigkeit. Und er strahlte so

unglaublich …. Als strahlte die Sonne aus seinem

Herzen. Das war so wundervoll…

Einmal war eine Klientin da, die seltsame Träume

hatte, dass sie ein grausamer Herrscher im 16.

Jahrhundert war und für viele Todesopfer

verantwortlich war. Ich führte sie in der Trance in

das frühere Leben zurück, das sie im Traum gesehen

hatte und tatsächlich kamen wir da an, wie sie es

schon beschrieben hatte. Sie nannte einige

historische Fakten und Begebenheiten, die

tatsächlich stattgefunden hatten. Auch diesen

Herrscher in England hatte es gegeben, der für viele

100Morde berüchtigt war… und sie war dieser

Herrscher in einer ihrer Inkarnationen. Es kamen

alle Seelen, denen sie damals Leid zugefügt hatte….

Es war eher ein Meer von Seelen, die vor allem sehr

wütend waren. Sie bat alle von Herzen um

Vergebung und die Seelen nahmen ihre

Entschuldigung an, weil sie ihre Taten als der

Herrscher damals aufrichtig bereute. Nach und nach

verschwanden die Seelen wieder und es wurde ihr

ganz leicht ums Herz. Sie hatte viel geweint, weil es

sehr emotional war und war sehr erleichtert, dass

man auch ihr verziehen hatte. Wir lösten somit die

karmischen Verstrickungen aus dem damaligen

Leben, weil einige dieser Seelen eben auch heute in

ihrem Leben inkarniert waren, mit denen sie

tatsächlich große Schwierigkeiten bis hin zu

Mobbing alles erfahren hatte. Sie nannte mir auch

konkrete Namen, wer von den Seelen heute welche

Person war. Danach konnte sie auch verstehen,

inwieweit das Karma sie quasi eingeholt hatte, wenn

auch im Vergleich etwas milder als sie es damals bei

den anderen getan hatte. Ich bat Erzengel Michael,

die karmischen Schnüre auf energetischer Ebene

zwischen meiner Klientin und all den Seelen, die

einst ihre Opfer waren, zu durchtrennen, sodass

jeder endlich frei sein und wieder in seine eigene

Kraft zurück kommen konnte.

101Und dieses Auflösen ist extrem wichtig, durch

Vergebung eben, weil man sonst über viele Leben

miteinander negativ durch Schuld und Leid oder

Scham verstrickt ist und sich manchmal fühlt wie

eine Tankstelle, an der mehrere Autos gleichzeitig

24 Stunden 7 Tage lang über Jahre Benzin

abzapfen…. Nur, dass die Tankstelle nicht neu

gefüllt wird. Und irgendwann ist dann eben Schluss.

Die Tankstelle ist leer… Und dann geht nichts mehr.

So kann es passieren, dass dass manche Menschen

sich total erschöpft und ausgelaugt …oder wie

ausgesaugt … fühlen und durch die Schwere im

Leben keine Lebensfreude mehr haben und alles

irgendwie keinen Sinn mehr ergibt…. Das kann

dann auch zu Krankheiten führen, die vielleicht

schwer zu heilen sind… es lohnt sich also, sich mit

dem Thema Vergebung ernsthaft zu beschäftigen…

und eventuell eine Rückführung zu machen, wenn

man nicht weiß, woher die Schuld- oder

Schamgefühle und die Schwere im Leben kommen,

wenn doch eigentlich alles in Ordnung war,

zumindest in diesem Leben…

Manche fragen mich, wie der Klient da noch

schlafen kann, wenn er gesehen hatte, dass er ein

Täter im Vorleben war… Ganz einfach eigentlich: Er

verarbeitet dieses Thema während der Trance durch

102die Vergebensarbeit … indem er um Verzeihung

bittet und danach sich selbst vergibt, was er getan

hat. Und das Opfer wiederum vergibt dem Täter

und ist dann befreit.

Jeder von uns war einmal ein Täter in

irgendeinem Vorleben und auch ein Opfer, wie es

bei Karma eben üblich ist. Wenn du nicht vergibst

oder um Verzeihung bittest, wirst du am eigenen

Leib erfahren, wie sich das anfühlt, was du anderen

angetan hast… entweder noch im selben Leben ein

paar Jahre später oder eben im nächsten Leben…

Karma vergisst nichts und verschont niemanden.

Das ist das spirituelle Gesetz des Ausgleichs. Ein

Boomerang kommt immer zurück. …

103KAPITEL 5

WIE DU DEIN INNERES KIND

HEILST…

Ich werde oft gefragt, was das Innere Kind

eigentlich ist, auch wenn es mittlerweile ein

ziemlich bekanntes Thema ist und in der

Psychotherapie auch damit gearbeitet wird. Ich

arbeite aber noch mal ganz anders damit, nämlich

aus spiritueller Sicht, auf energetischer Ebene.

Was ist also das Innere Kind? Es ist ein Teilaspekt

unserer Seele, der immer noch ein Kind ist und der

Aspekt, der eben alle guten und schlechten

K i n d h e i t s e r f a h r u n g e n i n k l u s i v e d i e

Geburtserfahrung, alle Glaubenssätze aus der

Kindheit, die man von Eltern und anderen

Menschen übernommen hatte, enthält. Das innere

Kind ist bei vielen Menschen immer noch wütend,

traurig, einsam, tief verletzt, ängstlich, schüchtern

oder traumatisiert. Viele Menschen, die eine

schlimme Kindheit hatten, wo sie misshandelt oder

extrem vernachlässigt wurden, erinnern sich an ihre

104Kindheit meist nicht. Ich hatte Klienten, die sich an

alles ab 8 Jahren erinnern konnten und alles davor

war aus ihren Gedächtnis gelöscht.

Traumatische oder sehr schmerzvolle

Erfahrungen spaltet die Seele oft ab, damit wir

überleben und zumindest gut funktionieren können.

Leider verschließen wir damit oft unser Herz und

unser Ego übernimmt dann die volle Führung. Dann

fühlen wir nichts mehr. Aber wenn wir uns nicht

mehr fühlen können, können wir auch andere

Menschen nicht mehr fühlen und viele vereinsamen

dadurch innerlich, weil sie ihr Herz nicht mehr

fühlen. Manche suchen vergeblich nach dem

weggeworfenen Schlüssel zum Herzen und finden

i h n a u c h n a c h 5 0 J a h r e n S u c h e i m

Therapeutendschungel nicht. Das ist unglaublich

frustrierend… Wenn du dein Inneres Kind heilst und

die abgespaltenen Seelenanteile wieder in dein

Energiesystem liebevoll integrierst, fühlst du dich

wieder ganz und nicht wie ein löchriger Käse…

dann kann der Heilungsprozess endlich beginnen…

Wenn sich dein Inneres Kind bei dir sicher fühlt, dir

vertrauen und sich auf dich verlassen kann, dann ist

es egal, was im Außen passiert.

Fast 90 Prozent der Menschen haben ein

verletztes Inneres Kind. Das äußert sich durch

105verschiedene Dinge wie Perfektionismus zum

Beispiel. Wer nach Perfektionismus strebt, glaubt,

dass er alles perfekt machen muss, um geliebt und

anerkannt zu werden. Leider fühlen sich die meisten

Perfektionisten – auch ich war es früher extrem –

nicht gut genug und versuchen, Kritik von außen zu

vermeiden, indem sie alles eben so perfekt wie

möglich machen wollen. Aber selbst wenn es schon

perfekt ist, finden sie etwas, das man noch besser

machen könnte. Es ist ein echter Teufelskreis. Und

das Schlimmste ist der innere Kritiker, unser Ego,

das uns selbst noch mehr kritisiert als andere

Menschen. Das Ego kann dich manchmal richtig

fertig machen. Und wenn dann noch zusätzliche

Kritik von außen kommt, kann das dein Leben total

umhauen.

Auch typisch für ein verletztes Inneres Kind ist,

dass sich der Erwachsene immer mit anderen

vergleicht und sich selbst damit automatisch

abwertet. Das senkt den Selbstwert enorm… und

sorgt außerdem für sehr schlechte Laune. Denn es

wird immer jemanden geben, der in irgendeinem

Bereich einfach besser ist als du! Aber: NIEMAND ist

wie du. Denn in der Kombination, so wie es dich

eben gibt, bist du ein Original. Du bist ein Geschenk

Gottes. Und da Gott ein Teil von dir ist – wie von

jedem Menschen, den er erschaffen hat- darfst du

106dankbar sein, zu sein, wie du bist. Denn Gott erfährt

sich durch dich. Und damit ist JEDER Mensch, jedes

Tier und jede Pflanze essentiell wichtig, weil sich

Gott durch dich erfährt. Ohne dich wäre es nicht

möglich. Daher bist DU wichtig. Und es hat einen

Grund, warum es dich gibt. Denk mal darüber

nach…

Eifersucht, Kontrolle und Unsicherheit sind

auch typische Verhaltensweisen, die zeigen, dass du

ein verletztes Inneres Kind in dir trägst. Denn du

glaubst, dass jemand anders vielleicht besser,

schöner, schlauer, liebevoller, schlanker, stärker,

größer oder was auch immer sein könnte und hast

Angst, deinen Partner zu verlieren. Also versucht du,

alles zu kontrollieren, damit du dich sicherer

fühlst… Auch hier geht es wieder um deinen

Selbstwert wie beim Inneren Kind generell. Solange

du deinen Wert nicht kennst, versuchst du im

Außen, deinen Wert zu stabilisieren, indem du

eifersüchtig bist und mit Kontrolle alles wieder

unter einen Hut bringen willst… Leider passiert

damit das Gegenteil, denn meist kommt es doch

zum Bruch, weil der Partner die Eifersucht und

Kontrolle nicht mehr ertragen kann und natürlich

auch das Drama, das durch Eifersucht, Unsicherheit

und Kontrolle verursacht wird. Und solange du

107dieses Muster nicht erkennst, wirst du in jeder

neuen Beziehung dasselbe erleben… bis du es in dir

erkennst und es heilst. Dann ändert sich alles auch

im Außen.

Heile dein Inneres Kind und du wirst sehen, wie

dein Selbstwert ansteigt, wie du plötzlich hinter dir

stehen kannst, dich traust, Dinge zu tun ohne Angst

und auch mal gesunde Grenzen zu setzen und NEIN

zu sagen.

Denn ein NEIN zu anderen ist oft ein JA zu dir

selbst! Wenn du deinen Wert erstmal kennst, wird

es dich leicht fallen, zu sagen, was du denkst und

fühlst, ohne Angst vor Ablehnung zu haben und

ohne Angst zu haben, von jemandem verlassen zu

werden. Und es wird dir egal sein, was andere von

dir denken oder was sie hinter deinen Rücken

reden, weil dir deine Meinung über dich selbst

wichtiger sein wird als die nicht konstruktive Kritik

von anderen.

Natürlich kann es auch passieren, dass sich

einige Menschen in deinem Umfeld von dir

abwenden werden, wenn du plötzlich den Mund

aufmachst und eben nicht mehr alles wie ein

Schoßhündchen machst, was andere von dir

verlangen. Es kann sein, dass deine Beziehung in die

Brüche geht, weil du plötzlich authentisch bist und

108keine künstliche Rolle mehr spielst, nur um deinem

Partner zu gefallen, damit er sich keine andere

sucht… Es wird einigen nicht gefallen, wenn du auf

einmal aufhörst, die Drecksarbeit für sie zu

erledigen. Es wird nicht allen gefallen, wenn du

nicht mehr springst, sobald sie dich rufen. Diese

Phase ist durchaus schmerzhaft, weil Enttäuschung

hochkommt, insbesondere wenn Freundschaften

oder Beziehungen oder Ehen enden, die jahrelang

Bestand hatten. Enttäuschung entsteht, wenn die

Täuschung zu Ende ist. … Ende der Täuschung also.

Wenn man den Menschen ohne Maske sieht, sieht

man, wie er wirklich ist. Das ist oft sehr traurig und

schmerzhaft. Aber danach hat man Platz für

Menschen, die echt sind und die dich ohne Maske

mögen, mit deinen Ecken und Kanten, deinen

dicken Schenkeln und deiner großen, frechen

Klappe und deine ganz besondere Art. Und erst

wenn DU anfängst, dich selbst so zu akzeptieren

und liebevoll anzunehmen wie du bist, wie der liebe

Gott dich erschaffen hat, erst dann werden dich die

Menschen um dich herum plötzlich auch so sehen.

Denn dein Umfeld spiegelt dir wieder, wie du im

Inneren über dich selbst denkst und welche Gefühle

du für dich selbst empfindest. Das ist der Schlüssel.

Kritisierst du dich selbst in Gedanken, erhältst du

viel Kritik von Menschen im Außen. Wertest du

109deinen Körper ab, weil du dich für ihn schämst, weil

er vielleicht nicht dem seltsamen Ideal der

Gesellschaft entspricht, wirst du auch von anderen

dieselbe Abwertung erhalten, was dein Aussehen

betrifft. Denn die Mitmenschen sprechen unbewusst

das aus, was du heimlich über dich selbst denkst.

Und wenn du dich selbst nicht an deine eigenen

Versprechen hältst, dich selbst anlügst oder wieder

mal nicht hinter dir stehst, dich selbst verleugnest,

dann brauchst du dich nicht wundern, wenn andere

Menschen ihre Versprechen dir gegenüber nicht

einhalten, wenn sie dich anlügen oder hintergehen,

wenn sie deine Grenzen einfach durchbrechen und

dich runtermachen…. Denn die Welt ist ein Spiegel

und zeigt dir immer, welche Lektionen DU noch zu

lernen hast. Es ist leicht, ein Opfer zu spielen, aber

dadurch zieht du dich vor der Verantwortung

zurück, dein Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Du kannst aber erst glücklich werden, wenn du

nicht mehr die Verantwortung für dein Leben, für

dein Handeln und für dein Denken anderen

übergibst, die es angeblich gut mit dir meinen. Denn

niemand da draußen weiß besser als du, was du

wirklich brauchst, um glücklich zu sein. Frag dein

Inneres Kind in einer Meditation beispielsweise, wie

es sich gerade fühlt und was es jetzt gerade braucht,

um glücklich zu sein. Du wirst nicht glauben, was da

110rauskommt! So einfach und doch so schwer, das als

Erwachsener zu verstehen. Du kannst aber erst

glücklich und innerlich erfüllt sein, wenn dein

Inneres Kind glücklich ist.

Viele meiner Klienten berichten in der

Hypnosesitzung oft, dass sich ihr Inneres Kind, was

sich ihnen meist im Alter von ein bis 6 Jahren zeigt,

wünscht, gesehen oder gehört zu werden. Es

wünscht sich, einfach mal in den Arm genommen zu

werden. Andere wollten einfach mal wieder

Pferdchen, mit Autos oder Fangen spielen… Andere

wollten Liebe, Aufmerksamkeit und dass jemand

stolz auf sie ist oder sie einfach nur so annimmt, wie

sie sind, egal wie gut oder schlecht ihre Leistungen

waren. Das Innere Kind wünscht sich das, was du

als Kind von deinen Eltern nicht bekommen hast…

Zeit miteinander zu verbringen, Zuhören ohne zu

bewerten, Gefühle zu zeigen ohne Scham, eine

herzliche Umarmung, durchdachte Geschenke von

Herzen, Lob, emotionale oder finanzielle

Unterstützung, vollste Aufmerksamkeit, Sicherheit,

Aufgehobensein, das Gefühl, ernst genommen

werden, und und und… die Liste ist sehr lang und

natürlich sehr individuell…

111Was du bei der Heilung deines Inneren Kindes

beachten solltest, ist aber auch das Wurzelchakra

auf energetischer Ebene. Das ist der Grund, warum

viele Klienten zwar schon jahrelang mit dem Innren

Kind gearbeitet haben, sei es in langen

Therapiesitzungen beim Psychologen oder durch

eigene oder geführte Meditationen zum Inneren

Kind oder Dialoge mit dem Inneren Kind in Form

von Gedanken oder durch das Schreiben von Briefen

an das eigene Innere Kind. Aber wenn du das

Wurzelchakra nicht mit einbindest, passiert oft sehr

wenig… Warum ist das so? Weil unser erstes von

sieben Hauptenergiezentren eben das Wurzelchakra

ist, das in der Beckenbodenregion sitzt. Insgesamt

gibt es sieben Hauptchakren oder Energiezentren

beim Menschen, die vom Beckenboden bis über den

Scheitel reichen und verschiedene Themengebiete

haben auf seelischer und körperlicher Ebene und

damit eine enorme Wichtigkeit aufweisen. Man

sollte sie unbedingt so oft wie möglich energetisch

r e i n i g e n d u r c h C h a k r a m e d i t a t i o n e n ,

Visualisierungen mit Farben oder Reiki zum Beispiel.

Das Wurzelchakra ist die Basis und als Kind befindet

man sich in den ersten sechs bis sieben Jahren etwa

im Wurzelchakramodus sozusagen. In den ersten

Lebensjahren entsteht das Urvertrauen, die

Sicherheit und du lässt deine Wurzeln wachsen.

112Wenn du aber kein Urvertrauen erfahren hast, weil

deine Eltern dir das nicht geben konnten, entsteht

ein Misstrauen dir selbst gegenüber und auch dem

Leben oder anderen Menschen traust du später als

Erwachsener nicht wirklich. Ängste entstehen…

Wenn du in dieser Zeit keine Sicherheit erfahren

hast, weil deine Eltern sich nicht wirklich um dich

gekümmert haben oder es große finanzielle

Engpässe gab, oder wenn dich die Eltern zur

Adoption freigeben haben, weil sie dir keine

Sicherheit geben konnten… all das hat

Auswirkungen im Leben als Erwachsener. Dann ist

es dir besonderes wichtig, dass es dir finanziell gut

geht und Materielles hat einen sehr hohen

Stellenwert, einfach weil es dir dass das Gefühl von

Sicherheit gibt, das du als Kind nicht hattest.

Verurteile daher niemanden, dem Materielles

extrem wichtig ist, denn du weißt nie, was wirklich

dahinter steckt. Daher ist es wichtig, das

Wurzelchakra genauso zu heilen wie das Innere

Kind, denn auf spiritueller, energetischer Ebene

gehören sie nämlich zusammen. Erst wenn du

beides heilst, heilst du alle Ebenen deines Seins und

wirst wieder Vertrauen in das Leben und dich haben

und innerlich glücklich werden. Es lohnt sich, aber

es ist natürlich Arbeit… Arbeit, die sich für dein

Leben sehr auszahlt.

113Viele Klienten geben sich ein Symbol für das

Verspechen, das sie sich selbst und ihrem Inneren

Kind in der Hypnose gaben, nämlich füreinander da

zu sein, in allen Zeiten für immer und ewig. Manche

ließen sich das Symbol auch schon als Tattoo

stechen, um es für immer bei sich zu haben, andere

hatten ein Herz oder ein Kettchen oder einen Ring,

den sie sich später tatsächlich als Erinnerung dann

zulegten und täglich bei sich trugen. Das ist so

unglaublich wertvoll und wunderschön…

Im folgenden Beispiel aus meiner Praxis kannst

du sehen, wie ich vorgegangen bin, um meinem

Klienten zu helfen, sein Inneres Kind zu heilen. Ich

mache das bei jedem Klienten sehr individuell, weil

jeder Mensch individuell ist und nicht jede Methode

für jeden geeignet ist. Wenn du magst, kannst du in

einer Meditation oder Selbsthypnose ausprobieren,

mit deinem Inneren Kind zu reden als wärst du

seine Mutter oder Vater und frag dein Kind, was es

gerade von dir braucht, um glücklich zu sein. Es ist

so einfach, wenn wir einfach nur zuhören…

In einem Fall war ein Klient bei mir, der noch

nicht mit seinem Inneren Kind gearbeitet hatte. Als

ich ihn in der Trance in den Heilungstempel führte,

114um einige Themen auf einer höheren Ebene mit

Hilfe meines geistigen Teams und seines Höheren

Selbst zu bearbeiten, erschien sein Inneres Kind auf

dem Arm von Jesus als Baby. Jesus hilft mir bei den

Sitzungen, da er ein aufgestiegener Meister ist und

alles weiß, was zu tun ist, um den Klienten zu

helfen. Er übergab meinem Klienten sich selbst als

kleines Baby, mein Klient als Baby quasi, und dann

flossen die ersten Tränen. Mein Klient war so

gerührt, als er den kleinen Jungen auf seinem Arm

hatte. Ich bat ihn, das kleine Baby einmal mit den

Augen eines liebevollen Vaters zu betrachten und

ihm all die schönen Dinge in Gedanken zu sagen,

die das Kind unbedingt wissen muss, damit es eines

Tages ein selbstbewusster Mann wird, der seinen

Wert kennt und an sich glaubt. Ich bat ihn auch,

dem Baby all die schönen Dinge zu erzählen, die in

den weiteren Lebensjahren noch passieren würden,

die der erwachsene Klient ja bereits erlebt hat,

sodass sich das Baby schon mal darauf freuen

könnte. Ich bat den Klienten, sein Herz strahlen zu

lassen und ließ ihn weißes, göttliches Liebeslicht

von seinem Herzen in das Herz des Babys fließen,

um das Baby mit Liebe aufzufüllen… Das Licht floß

vom Baby dann wieder zurück zum erwachsenen

Klienten, sodass beide wie mit einer Art liegenden

Acht miteinander durch das Licht verbunden waren.

115Danach bat ich den Klienten, seinem kleinen Baby,

seinem inneren Kind, zu versprechen, dass er so wie

es ein fürsorglicher Vater für sein Kind tun würde,

dem Baby zu versprechen, immer für ihn da zu sein,

in guten wie in schlechten Zeiten. Er versprach dem

Kleinen, jeden Moment seines Lebens Hand in Hand

mit ihm zu beschreiten und ihm aufzuhelfen, sollte

er fallen. Er versprach auch, ihn immer

aufzufangen, wenn er das Gefühl haben sollte, in

ein schwarzes Loch zu fallen. Er versicherte ihm, er

würde ihm immer zuhören und ihm eine starke

Schulter zum Anlehnen bieten, er würde ihn trösten

und wieder aufbauen, wenn es ihm schlecht gehen

würde. Er versprach ihm, immer an seiner Seite zu

sein und zu bleiben bis zum Rest seines Lebens und

auch danach, für immer und ewig, auch wenn im

Außen niemand sonst für ihn da wäre. Er versprach

ihm, immer hinter ihm zu stehen und ihm immer

eine Stütze zu sein, einfach weil er ihn von ganzem

Herzen liebte, so wie der Kleine schon war… ein

wundervolles, göttliches Wesen und damit wertvoll.

Es war sehr berührend… Danach fragte er, was das

Baby sich sonst noch von ihm wünscht und das Baby

sagte ihm telepathisch, es wollte einfach nur mit

einer Rassel spielen… Manchmal ist es sooooo

einfach…. Ich gab dem Klienten in der Trance Zeit,

sich zurückzuziehen und mit dem Baby und der

116Rassel einfach mal in Ruhe zu spielen…Als sie mit

dem Spielen irgendwann fertig waren, meldete er

sich zurück (der Klient redet ja mit mir, während er

in Trance ist). Ich fragte ihn, was er seinem Inneren

Kind als Symbol für sein Versprechen schenken

würde und ihm fiel eine Perlenkette mit einem

Kreuz ein, die er dem Baby schenkte. Das Kind

strahlte und auch er lächelte in der Trance und dann

verabschiedete er sich von dem Kleinen und

übergab ihn wieder Jesus… in gute Hände also…

Viele Klienten berichteten mir nach der Heilung

ihres Inneren Kindes, dass sie sich nichts mehr

gefallen ließen seitdem, was ihnen nicht gut tat. Sie

sagten öfter Nein und trauten sich, Dinge zu tun, für

die sie vorher nicht mutig genug waren. Eine

Klienten schrieb mir, dass sich sich sogar gerne im

Spiegel anschaute und ihren Körper zu lieben lernte,

was sie vorher eben nicht tat. Sie fühlte sich wieder

wohl in ihrer Haut und schämte sich nicht für

gewisse Körperstellen, die angeblich nicht perfekt

waren. Sie waren nicht perfekt, aber dafür

einzigartig. Und sie lief nicht mehr jedem Mann

hinterher, sondern wurde wählerischer, weil sie

ihren Wert erkannt hatte und nicht mehr „jeden“

nahm, der einen Hauch von Interesse zeigte. Sie ließ

sich auch nicht mehr schlecht behandeln von

117Menschen in ihrem Umfeld, die ihr vorher das Leben

sehr schwer machten, sodass sie sogar ihr liebstes

Hobby wegen Mobbing aufgegeben hatte. Nach der

Sitzung änderte sich fast alles und sie nahm ihr

Hobby wieder auf, zeigte den negativen Personen

deutlich ihre Grenzen, sodass Mobbing keine

Chance mehr hatte. Sie hatte sich ihren Respekt

wieder erobert. Sie hatte ihr Leben wieder zurück

und ihr liebstes Hobby. Und das lässt sie sich sicher

nicht wieder nehmen…

Eine andere Klientin erzählte mir, sie hätte

aufgehört, über andere zu urteilen, was sie vorher

immer getan hatte, ohne sich dessen bewusst

gewesen zu sein. Sie drückte immer anderen ihre

Meinung auf, auch wenn sie nicht danach gefragt

wurde. Das tat sie nun nicht mehr. Sie beobachtete

stattdessen, wie viele andere Menschen in ihrem

Umfeld ständig andere beurteilten und fühlte sich

plötzlich nicht mehr wohl darin, weil sie sich

verändert hatte, die anderen aber immer noch auf

dem selben Stand waren wie sie ja auch zuvor, vor

dem Coaching… Sie war erstaunt über sich selbst

und hatte das nie für möglich gehalten, dass sie die

Welt mal aus einer neuen Perspektive betrachten

könnte, voller Leichtigkeit …

118Eine weitere Klientin schrieb mir, sie fühle sich

selbstsicherer seitdem und habe keine Angst mehr,

allein zu sein, weil sie ja für sich selbst da ist… und

das gebe ihr eine innere Ruhe und Stabilität, nicht

vergleichbar ist.

Heile das Kind in dir und du heilst die

erwachsene Person, die du bist, gleich mit.

Vergib dir selbst und anderen, denn niemand

ist perfekt. Wir alle machen Fehler.

Sieh jeden Fehler als Erfahrung an und nimm

die wertvolle Lektion daraus mit, um seelisch zu

wachsen.

Es lohnt sich auf Dauer…

119KAPITEL 6

FREMDENERGIEN – DIE ETWAS

ANDERE ART VON

TRAUERVERARBEITUNG …

Fremdenergien sind Energien, dir für dein

Energiesystem fremd sind, also nicht deine eigenen

Energien sind. Im Alltag schnappen wir oft fremde

Energien auf, ob in der Bahn, im Büro, in der

Schule, auf Konzerten… überall, wo Menschen sind.

Plötzlich fühlen wir uns total schlecht gelaunt,

obwohl es uns paar Minuten zuvor noch richtig gut

ging… Woher kommt das? Gefühle und Gedanken

sind Energie… das Wort „Emotion“ heißt ja nicht

umsonst so: E-Motion bedeutet „energy in motion“.

Und manchmal springt eben ein schlechtes Gefühl

auf uns über, wenn wir nicht in unserer Mitte sind,

zum Beispiel wenn wir gestresst sind oder gefühlt

neben uns stehen. Das kennst du bestimmt… Oder

hast du schon einmal einen Raum betreten, in dem

du dich sehr unwohl gefühlt hast, obwohl er sehr

schön und stilvoll eingerichtet war? Vielleicht hat

sich da vorher jemand gestritten … dann ist es die

120negative Energie, die du da gespürt hattest, wenn

du sensibel dafür bist. Hochsensible Menschen,

sogenannte HSPs oder Empathen, nehmen solche

Energien unglaublich stark wahr und müssen

lernen, energetische Grenzen zu setzen, damit sie

sich nicht überladen und erschöpft fühlen, wenn sie

täglich mit diesen Fremdenergien konfrontiert

werden. Meditation hilft da sehr gut, weil man

damit wieder in seine Mitte kommt und Kraft

schöpfen kann, wodurch die Aura größer und

stärker wird. Natürlich gibt es viele Variationen von

Meditationen wie Spaziergänge in der Natur, Qi

Gong, Yoga und sonstige Entspannungstechniken.

Auch die Arbeit im eigenen Garten ist sehr

entspannend, da sie dich erdet… im wahrsten Sinne

des Wortes. Oder auch barfußlaufen auf einer Wiese

ist sehr hilfreich, um dich mit Mutter Erde zu

verbinden und dich zu erden. Damit tankst du

positive Energie auf, die gut für dein Immunsystem

ist und viele Entzündungskrankheiten mildert, wenn

du das regelmäßig tust.

Aber gibt es auch andere Formen von

Fremdenergien? Oh ja…. Es gibt Vieles, was wir mit

dem bloßen Auge nicht sehen… Und es gibt viele

Menschen, die es als Blödsinn abtun, nur weil sie es

selbst noch nie erlebt haben und es damit nicht in

121ihrer Welt existiert. Jeder hat eben sein Weltbild …

Dabei ist das ein uraltes Thema… schon Jesus hat

Fremdenergien bei Menschen entfernt, wie auch bei

seiner Jüngerin Maria Magdalena, die ja von sieben

„Dämonen“ besessen war. Manche behaupten, Jesus

sei unter anderem ein Exorzist gewesen, weil er

Menschen davon befreien konnte. Mittlerweile gibt

es viele Menschen und Kirchenmänner oder auch

Sekten, die diverse Rituale durchführen, die

teilweise sehr beängstigend sind, um gewisse

„Geister“ oder „Dämonen“ oder eben erdgebundene

Seelen von einem Menschen zu entfernen, damit es

dem Menschen wieder besser geht. Das Problem ist

nur, dass manche Menschen sofort „bösen Geistern“

die Schuld für ihre missliche Lage geben und

meinen, sie könnten sich der Verantwortung für ihr

Leben so entziehen… Leider sind viele Probleme

hausgemacht und auch viele „Dämonen“ können

leicht selbst erschaffen werden. Wie? Durch

konsequent negatives Denken, Selbstsabotage und

Angst vor allem. Wir sind alle Schöpfer unseres

Lebens. Also sind wir nicht nur in der Lage, Gutes,

sondern auch Schlechtes zu erschaffen…. Du

entscheidest… Wenn du zu diesem Thema mehr

Infos haben möchtest, empfehle ich dir Bücher von

Edith Fiore. Ich glaube, dass es alle möglichen

Formen von Energien und Wesen gibt, ob wir sie

122nun wahrnehmen können oder nicht. Auch die Feen

und Elfen auf Island sind dort „normal“, aber für

Menschen, die damit nichts am Hut haben, gibt es

sie einfach nicht … und andere Menschen sehen sie

und sprechen sogar mit ihnen, genauso wie man

auch mit Bäumen und Pflanzen und Tieren

telepathisch sprechen kann… Alles ist lebendig,

denn alles ist Energie. Und auch dein Stuhl ist nichts

anderes als materialisierte Energie, wo sich die

Atome eben nicht bewegen, weil sie so dicht sind.

Alles lebt. Ob du es nun glaubst oder eben nicht…

Die Quantenphysik und die Metaphysik erklären all

die Phänomene besonders gut. Forsche da ruhig mal

nach, wenn dich dieses Thema mehr interessiert.

Ich bin bisher nur erdgebundenen, positiven

Seelen begegnet, die unglaublich dankbar waren,

dass ich ihnen mithilfe von meinem geistigen Team,

besonders Erzengel Michael, den Weg nach Hause

ins Licht – raus aus der Astralwelt eben – zu den

Angehörigen gezeigt habe. Und auch die meisten

Klienten, bei denen das gelegentlich der Fall war,

fühlten sich viel leichter und energiegeladener

danach. Warum? Weil die erdgebundenen Seelen

mit der Zeit Energie von dir abzapfen, wenn sie sich

über viele Jahre in deinem Energiesystem befinden.

Dann merkst du, dass sich alles so schwer anfühlt,

123obwohl es im Außen nichts gibt, was die Ursache für

deine Erschöpfung oder gar Selbstsabotage ist.

Ich nehme dich mal mit auf eine kleine skurrile

Reise und stelle dir einige erdgebundene Seelen vor,

die ich bisher kennenlernen durfte, von denen ich

selbst unglaublich berührt war. Ich hatte bisher nur

positive Erlebnisse mit solchen „Fremdenergien“

und arbeite generell auch nicht mit negativen

Energien wie „Dämonen“ oder sonstigen dunklen

Wesen. Ich schütze mich selbst vor jedem Coaching

energetisch und bitte mein geistiges Team ebenfalls

um Schutz und Führung und reinige vor und nach

jedem Coaching mein eigenes Energiesystem und

auch meine Praxis.

Einmal durfte ich eine verstorbene Seele namens

Walburga kennenlernen, die eine meiner Klienten

„besetzte“ oder „umsetzte“ oder wie auch immer,

also sich in das Energiefeld meiner Klienten

integriert hatte, als meine Klientin 14 Jahre alt war.

Walburga meinte, dass sich meine Klientin zu

diesem Zeitpunkt unsicher un unbeschützt gefühlt

hatte, was sie dazu veranlasst hatte, die Lücke in

ihrem System wahrzunehmen und diese mit ihrer

Energie zu füllen, damit meine Klientin sich wieder

beschützt fühlen konnte. Meine Klientin bestätigte

124dieses Gefühl zu dem damaligen Zeitpunkt… Ich

fragte, was mit Walburga passiert sei, dass sie

gestorben war und die Klientin übermittelte mir,

was Walburga ihr antwortete. Sie sei an Krebs

gestorben und hing aber noch so am Leben, dass sie

einfach noch nicht „nach Hause“ gehen wollte, ins

Licht. Sie blieb also also Seele erdgebunden, anstatt

sozusagen in den Himmel hinaufzusteigen. Ich

fragte sie, ob es jemanden gäbe, den sie sehr

vermisst, der schon im Himmel ist – und nicht mehr

auf der Erde in der Astralwelt verweilt wie sie – und

sie nannte ihre Mutter. Ich bat Erzengel Michael,

Walburgas Mutter zu uns in diese Dimension zu

holen, wo sich Walburga befand und Walburga

freute sich unglaublich, als ihre Mutter schien, weil

sie sie endlich nach langer Zeit wieder in den Arm

nehmen konnte. Meiner Klientin liefen in dem

Moment die Tränen von der Wange hinunter, weil

sie selbst so berührt war. Ich fragte Walburga, ob sie

ab jetzt bei ihrer Mutter bleiben wollte und sie

bejahte es. Meine Klientin verabschiedete sich von

ihr unter Tränen. Diese Momente des Abschieds sind

immer sehr emotional, auch mit Fremdenergien

(nicht nur bei der Trauerverarbeitung mit eigenen

Verstorbenen), die den Klienten teilweise sehr ans

Herz gewachsen waren, obwohl sie vorher nichts

von ihrer Existenz wussten. Nach dem Abschied

125begleitete Erzengel Michael Walburga und ihre

Mutter nach Hause ins Licht und die Klientin fühlte

plötzlich eine Art Loch im Herzen. Dieses Loch

füllten wir anschließend energetisch mit ihrem

eigenen Seelenlicht, mit ihrem eigenen Seelenanteil,

den sie einst aus welchen Gründen auch immer,

abgespalten hatte. Danach fühlte sich sich wieder

„ganz“.

Ein anderes Mal durfte ich Peter kennenlernen.

Eine junge erdgebundene Seele im Alter von

vierzehn, die noch da war, weil sie bei einem

Autounfall im 19. Jahrhundert plötzlich verstorben

war, bei dem aber der Vater überlebt hatte. Die

Seele wollte noch da bleiben und den Vater trösten.

Peter gesellte sich zu meinem Klienten energetisch,

als dieser noch ein Teenager war. Mein Klient

rauchte gerne und auch Peter rauchte früher gerne

als Teenager … So konnte er bei meinem Klienten

energetisch quasi mitrauchen, was es meinem

Klienten schwer machte, mit dem Rauchen einfach

aufzuhören… Peter sagte, es vermisse seine Oma

Ilse, die schon lange im Himmel sei und war

unglaublich froh, als er sie wiedersehen durfte…

Nach dem Abschied ging Peter mit seiner Oma Ilse

glücklich in die andere lichtvolle Dimension und

126sowohl mein Klient als auch ich hatten Pipi in den

Augen vor Rührung…

Eine Geschichte hab ich noch für dich… Die

siebzehnjährige Sabrina, eine erdgebundene Seele,

die im Mittelalter verstorben war, durfte ich auch

kennenlernen. Sie wurde während der Kriegszeit

von einem Ritter niedergestochen und ihre

unglaubliche Wut darüber hielt sie davon ab, nach

Hause in dem Himmel zu gehen. Sie kam

energetisch zu meinem Klienten, als er zwanzig

Jahre alt war, weil er sich zu diesem Zeitpunkt sehr

einsam gefühlt hatte. Auch sie war einst sehr einsam

und kannte das Gefühl zu gut, da sie als Waisenkind

aufgewachsen war und Einsamkeit ihr Leben

geprägt hatte. Sie gesellte sich zu meinem Klienten

dazu, damit er sich weniger einsam fühlte. Mein

Klient bestätigte, dass es zu dem damaligen

Zeitpunkt tatsächlich so war, dass diese Einsamkeit

aus irgendeinem Grund damals einfach

verschwunden war und er sich besser gefühlt hatte.

Er konnte es sich aber nicht erklären. Wir halfen der

Seele, dem Ritter, der sie einst im Krieg umgebracht

hatte, zu vergeben, um sich von der Wut zu trennen,

die sie immer noch in der Astralwelt hielt und

holten ihre Eltern aus dem Himmel dazu, die sie mit

„nach Hause“ nahmen. Auch da flossen wieder

127Tränen bei meinem Klienten, als der Abschied

nahte…

Manchmal kommen auch verstorbene

Tierseelen, sodass die Klienten sich in Ruhe

verabschieden und den Schmerz loslassen können.

Der Tod eines Tieres, das einem sehr viel bedeutet

hatte wie beispielsweise ein Pferd, eine Katze oder

ein Hund kann genauso weh tun wie der Verlust

eines geliebten Menschen… Auch das sind immer

sehr berührende Momente in meinen spirituellen

Coachings, für die ich sehr dankbar bin, dass ich sie

quasi mit meinen Klienten gemeinsam erleben

kann…

Die Seele ist unsterblich, weil sie pure Energie

ist. Und Energie kann man nicht zerstören. Man

kann sie nur umwandeln… Die Seele lebt für

immer, das ist ein Geschenk Gottes.

Und die Seele wird auch nie müde wie der

Körper. Deshalb braucht unser menschlicher Körper

viel Schlaf, damit er sich regenerieren kann. Und

das geht am besten, wenn die Seele im Schlaf quasi

auf Reisen geht … zum Beispiel in die geistige Welt.

Die Seele würde sich auch nur furchtbar langweilen,

wenn sie täglich acht Stunden neben dem

128schlafenden Körper sitzen und Däumchen drehen

müsste, bis dieser irgendwann an der Silberschnur

zieht, um aufwachen zu können…. Und vielleicht

hast du es auch schon mal erlebt, dass du so

urplötzlich und abrupt aus dem Schlaf gerissen

wurdest, weil du im Traum runtergefallen bist?

Oder vielleicht bist du sogar wie ich einmal dabei

aus dem Bett gefallen, weil dein Körper dabei so

gezuckt hatte? Das passiert gelegentlich, wenn der

Körper quasi abrupt an der Silberschnur zieht, die

eine Art Hundeleine für die Seele ist… Wenn der

Körper nämlich plötzlich einen extremen Druck in

der Blase verspürt, zieht er eben mal schneller an

der Leine als gewöhnlich und die Seele wird in den

Körper wieder „hineingeschleudert“. Jaaaa, und so

fühlt es sich dann eben mal an…

129KAPITEL 7

SPANNENDE VORLEBEN UND

INTERESSANTE ERKENNTNISSE

DURCH ZEITREISEN…

Mit meinen Klienten habe ich viele spannende

Reisen in unterschiedliche Zeiten und zu

unterschiedlichen Planeten unternommen in den

letzten paar Jahren und bin so dankbar dafür, viele

historische Dinge auch quasi live aus der jeweiligen

Zeit miterlebt zu haben. Das waren gigantische

Zeitreisen der besonderen Art.

So beschrieben mir Klienten von ihren

verschiedenen Leben beispielsweise auf dem Stern

Arcturus. Der Klient erzählte mir, wieviel Liebe dort

herrscht und er fühlte sich dort als reine Energie

unglaublich wohl und geborgen, so sehr, dass er gar

nicht zurück wollte…. Ein anderer Klient war auf

dem roten Planeten Mars und beobachtete blaue

Lichtkugeln, die vor ihm schwebten und dann

plötzlich verschwanden. Ein anderer erlebte sich

selbst als Baum auf einem unbekannten Planeten,

130und er beschrieb diese Erfahrung als sehr stabil und

unglaublich verwurzelt und stark. Eine andere

Klienten war auf einem Planeten namens „Ari“, mir

unbekannt, und ihre Seele wollte erfahren, wie es

ist, eine Krake zu sein. Sie war total verwundert,

denn sie liebte Wasser unglaublich arg in diesem

Leben (als Mensch) und hatte als Krake eben dieses

tolle Gefühl von Freiheit im Wasser wie sie es sonst

auch empfand. Es kommt häufig vor, dass die

jungen Seelen zuerst in Steinen, Tieren, Pflanzen

etc. inkarnieren, um zu experimenteieren, oder auch

auf anderen Planeten als andere Wesen wie

beispielsweise Reptilwesen oder Mantis

(Gottesanbeterin)… Es ist sehr komplex, als Mensch

zu inkarnieren, weshalb viele Seelen sogenannte

vormenschliche Inkarnationen haben, um sich auf

die Inkarnation als Mensch vorzubereiten.

Ein Klient erlebte sich einmal als Stein und in

einem Felsen, da versteht man dann, woher der

Begriff Berggeist kommt und woher so viele

Legenden und Sagen stammen, besonders von

Urvölkern. Und da soll noch mal einer sagen,

Pflanzen und Berge etc. hätten kein Bewusstsein….

Alles ist lebendig, nur unterschiedlich komplex vom

Bewusstsein her. Das Bewusstsein des Menschen ist

hochkomplex, anders als bei Pflanzen, Tieren oder

131Gesteinen. Da ist das Bewusstsein einfacher

gestrickt.

Ein weiterer Klient beschrieb mir unendlich hohe

Gebäude aus verschiedenen Kristallen in allen

Farben, ein anderer war in einer schwarzen

Kristallstadt namens „Eribu“, die definitiv nicht auf

der Erde zu unserer Zeit existiert, vielleicht eher aus

Zeiten von Atlantis oder Lemuria, die beide ja

untergegangen sind und heute unsere Meere bilden:

der Atlantische Ozean war einst Atlantis, die

versunkene Stadt bzw. der versunkene Kontinent

und der Pazifische Ozean war die Zeit vor Atlantis,

nämlich Lemurien, wo alles mit Adam und Eva

begann…. das Paradies quasi… leider kam die

Schlange Lucifer dazwischen, ein Reptil vom

Planeten Alpha Draconis und zerstörte durch

Intrigen, Lügen, Manipulation und schwarze Magie

sowohl Lemuria als auch die nächste Zivilisation

Atlantis. Und unser Zyklus ist seit 2012 ja auch zu

Ende laut Maya Kalender, weshalb man von der

sogenannten Endzeit oder Apokalypse spricht. Das

ist die Zeit des Wandels und des Umbruchs, in der

wir uns gerade im Jahr 2020 befinden, die noch

einige Jahre andauern wird und viel Chaos im alten

System verursachen wird. Es muss etwas Altes

zerstört werden, damit Neues entstehen kann.

132Danach wird das neue Zeitalter folgen, das das

Goldene Zeitalter genannt wird und es wird 1000

Jahre voller Frieden und Liebe geben. Ob wir das

noch erleben werden, weiß ich nicht, aber unsere

zukünftigen Generationen… die Kinder unserer

Kinder vermutlich und deren Nachfahren. Es bleibt

also spannend!

Die einzige Möglichkeit, dieses Chaos zu

überleben und die Hoffnung nicht zu verlieren, sind

Beten und Meditieren, wie Mutter Maria bereits in

vielen Erscheinungen auf der ganzen Welt bereits

durchgegeben hat. Denn damit stärken wir unsere

Verbindung zum Göttlichen und fühlen uns weniger

verloren, wenn die Welt gefühlt untergeht…

Eine weitere spannende Reise in Trance führte

meinen Klienten ins alte Ägypten, 2500 v. Chr. , als

die Pyramiden gebaut wurden. Er erlebte sich selbst

als einfacher Bauer, die bei dem Bau der Pyramiden

zuschaute. Er beschrieb mir, wie Ufos die schweren

Steinblöcke durch Energie anhoben und den

Sklaven so beim „Tragen“ halfen, damit etwas so

Unmögliches möglich war. Bis heute gibt es ja keine

Maschine, die die Pyramiden in dem Stil nachbauen

könnte…. Er erzählte es mir mit einer solchen

Selbstverständlichkeit, dass ich wirklich baff war

133nach der Sitzung. Dann erklärte er mir, dass die

Pyramiden eine Vorbereitung für die Ereignisse in

u n s e r e r h e u t i g e n Z e i t w a r e n , e i n e A r t

Kommunikationsleitung oder Station, die kosmische

Energie zur Erde leitet und eine leichtere

Kommunikation zwischen Erde und dem Universum

ermögliche. Auch die Ausrichtung und Größe der

drei Pyramiden von Gizeh spielten eine Rolle, da sie

mit dem Sternenbild Orion im Zusammenhang

standen. In den Pyramiden seien außerdem

verschiedene leitende Metalle verbaut wie Gold,

Kupfer etc, die Strom produzieren konnten in

Verbindung mit dem Grundwasser unterhalb der

Pyramiden. Ursprünglich gab es auch eine goldene

Spitze bei der großen Pyramide, die leider gestohlen

wurde. Die meisten Menschen dachten, die

Pyramiden seien Gräber der Pharaonen, was ja

wissenschaftlich zum Glück korrigiert wurde, weil

die Behauptung einfach falsch war. Aber die

Pyramiden erhalten die gesamte Information des

Universums und diese ist durch den Bau der

Pyramiden hochkomplex verschlüsselt. Es geht also

nicht darum, was in der Mitte der Pyramiden

begraben sein soll, sondern es geht hier um

mathematische Formeln, die das Wissen des

Universums enthalten. Man sieht ja überall

Mathematik, in der Natur und überall… Stichwort

134Fibonacchi, Goldener Schnitt etc. Alles baut auf

Mathematik auf.

Gott ist ein Mathematiker, und zwar ein

verdammt guter. Da kann ich leider nicht

mithalten… Mathe war noch nie meine Stärke, aber

ich bewundere Menschen, die diese komplexen

Zahlen beherrschen…

Ein anderer Klient erzählte mir von einem Leben

als Mantis, ein insektenartiges Wesen, das so

aussieht wie eine Gottesanbeterin. Er beschrieb mir,

dass er diesen Mantis-Körper hatte und sich in

einem Labor oder etwas ähnlichem befand, wo er

Babys züchtete und sich um diese kümmerte. Die

Babys waren in großen Reagenzgläsern voller

Wasser oder einer anderen flüssigen Substanz und

sahen so ähnlich aus wie Menschen, nur mit einem

viel kleineren Körper im Verhältnis zum

überdimensional großen Kopf und riesigen Augen.

Wahrscheinlich befand sich dieses Labor auf einem

Schiff irgendwo im Universum, also in einem

sogenannten UFO (unbekanntes Flugobjekt). Auf

j e d e n Fa l l w a r e s e i n e u n v e r g e s s l i c h e

Hypnosesitzung, die mein eigenes Hirn fast zum

Platzen brachte, weil ich zuvor noch nie was über

UFOs und sonstige seltsame Wesen gelesen hatte.

135Nur als Kind fand ich dem Film E.T. so klasse… wie

E.T. unbedingt nach Haus telefonieren wollte…

einfach herrlich. Ob etwas Wahres an diesen

Geschichten dran ist, kann ich nicht sagen und auch

nicht beweisen… wie auch?? … aber ich lasse sie

einfach mal so stehen. Jeder soll sich sein eigenes

Bild machen. Der antike Philosoph Sokrates sagte ja

bereits: „Ich weiß, dass ich nichts weiß.“ Und damit

ist glaub alles gesagt.

Einmal hatte ein Klient im Traum immer ein

bestimmtes Symbol gesehen, womit er nichts

anfangen konnte. Es war ein Dreieck mit der Spitze

nach oben, das einen Kreis in der Mitte hatte. In der

Trance fragten wir die geistige Welt und seinen

Seelenführer nach der Bedeutung dieses Zeichens

und bekamen als Antwort, dass es ein Grußsymbol

sei. Das Dreieck stehe für „Trinity“ (Dreifaltigkeit

oder Dreieinigkeit) und der Kreis stehe für

„Oneness“ (Einssein). Im übertragenen Sinne

bedeutet es, dass Menschen, Hybridwesen

(Mischung aus Mensch und E.T.) und E.T.s also alle

eins wären und nicht getrennt voneinander zu

betrachten seien. Wir sind alle eins. Wir alle machen

eine seelische Erfahrung in unterschiedlichen

Körpern auf verschiedenen Planeten in

verschiedenen Dimensionen…

136Ein anderer Klient erzählte mir in Trance, dass

auch unsere Erde sieben Hauptchakren hätte, so wie

wir Menschen und Tiere ja auch. Das Herzchakra

der Erde sei Hawaii, die Pyramiden in Ägypten seien

das Halschakra der Erde, was für Kommunikation

steht und Indien und Tibet seien das Kronenchakra,

das für das Spirituelle Bewusstsein steht.

Südamerika bilde das Sakralchakra und Australien

das Nabelchakra auf der Erde. Das Wurzelchakra sei

in Kalifornien. Nur das Stirnchakra hätte wohl als

einziges Chakra keinen speziellen Ort auf der Erde.

Ob das alles der Wahrheit entspricht, kann ich hier

auch wieder nicht sagen, da ich in der Sitzung selbst

zum ersten Mal davon gehört hatte. Was ich auch

erfuhr, ist, dass die Kaaba in Mekka (der heilige

schwarze Würfel) um einen Meteoriten herum

gebaut wurde, der ein Monolith sei. Ich glaube, das

ist ein Stein, der auch in den Pyramiden verbaut

wurde und auch Energie leiten kann… Also, auf

jeden Fall sehr spannend. Ich bin gespannt, ob ich

irgendwann wieder neue weitere Einblicke in die

Mysterien der Welt erhalten werde. Zumindest sind

meiner Neugier keine Grenzen gesetzt und ich liebe

es, Fragen zu stellen, um meinen Horizont zu

erweitern. Das ist wie Seelenfutter für mich…

137Was auch immer sehr aufregend für manche

Klienten ist, ist das Kennenlernen der eigenen

Seelenfamilie. Es öffnet einfach die Augen und man

versteht die besondere Verbindung zu manchen

Menschen in diesem Leben, mit denen man

gemeinsam inkarniert ist. Da kann es sein, dass

vielleicht die Mutter oder sogar der Lebenspartner

zur Seelenfamilie gehören, aber es kann auch ein

Kollege oder Freund sein. Auch kann man erfahren,

wer die Dualseele ist und ob man sie im Leben

bereits getroffen hat oder ob es noch kommt.

Manchmal erfahren die Klienten, ob es in ihrem

Seelenplan vorgesehen ist, dass sie beispielsweise

als Liebespaar in diesem Leben zusammenkommen

sollten oder eben nicht. Das ist nicht in jedem Leben

so vorgesehen, weil auch die Dualseelen oft eine

unterschiedliche Seelenreife haben und

unterschiedliche Seelenpläne und es dann unter

solchen Umständen sehr dramatisch sein kann, als

Liebespaar in Harmonie zu leben…. Aber manchmal

ist es als beste Freunde oder sogar als

Geschwisterpaar möglich, sich als unzertrennliche

Dualseele zu erleben…

Einmal fragte ich einen Klienten, der beim

Ältestenrat (Rat von aufgestiegenen Meistern wie

Jesus oder Mutter Maria, St. Germain und Erzengel

138wie Michael und andere beispielsweise) in der

geistigen Welt war, was die Bedeutung von Gut und

Böse sei. Als Antwort darauf bekam ich, dass diese

Begrifflichkeit oder Unterscheidungen nur in der 3.

Dimension existierten, also bei uns auf der Erde in

3D… Gut und Böse seien wie Yin und Yang,

männlich und weiblich, schwarz und weiß, hell und

dunkel, warm und kalt…. Also Gegensätze. Nur

durch den Gegensatz kennt man den Unterschied.

So wie es keine Dunkelheit gibt, wenn alles voller

Licht ist. Dunkelheit ist also nur die Abwesenheit

von Licht und kann nicht weiter existieren, sobald

Licht da ist. Dunkelheit muss immer dem Licht

weichen. Nicht andersherum. Auch eine interessante

Erkenntnis, wie ich finde…

Eine Klientin hatte auch ein sehr spannendes

Vorleben in Kairo in Ägypten. Sie erlebte sich selbst

als junger Mann , der Visionen hatte und deshalb im

Dienste des Herrschers arbeiten musste. Er

beherrschte räumliches Sehen unvergleichbar gut

und half so, Baupläne und Lage für Städte und

Pyramiden zu erstellen. Leider wurde einmal seine

Vision falsch interpretiert und man schob ihm die

Schuld in die Schuhe, weil er angeblich eine falsche

Vision hatte. Daher wurden zur Strafe seine Augen

mit einer ätzenden Flüssigkeit vernichtet, weshalb

139er nie wieder mit seinen irdischen Augen sehen

konnte. Die Klienten hatte in diesem Leben

tatsächlich ein schielendes Auge, was ihr an sich nie

Probleme bereitet hatte, aber sie wollte aus Neugier

einfach nur wissen, ob das Auge irgendeine

Vorgeschichte hatte… Ihre Lernaufgabe war, darauf

zu vertrauen, was sie sah, egal mit welchen Auge,

mit dem irdischen oder mit dem spirituellen dritten

Auge. Einfach gigantisch!

Ich hätte nie gedacht, dass ich überhaupt jemals

mit Hypnose arbeiten würde… Und dass ich so

unfassbare Einblicke haben würde. Der Plan war ja

ursprünglich ja, eine verbeamtete Lehrerin zu sein

bis zur Rente… Aber nach fünf Jahren Lehrersein

kam die Hypnose zu mir und ich musste mich

beruflich verändern, weil meine Seele einfach

weiter wollte… Ich habe auch nicht gedacht, dass

ich tatsächlich jemals ein Buch schreiben würde,

aber jetzt sitze ich gerade da und schreibe es… Was

auch immer auf meinem Weg noch auf mich wartet,

ich bin bereit, den Weg voller Vertrauen zu gehen,

egal, was kommt. Alles hat seinen Sinn, auch wenn

ich ihn jetzt noch nicht deutlich erkennen kann.

Ich bin unendlich dankbar dafür. Wenn auch nur

eine handvoll Menschen dieses Buch hier liest und

140mein Buch wenigstens ein einziges Herz berührt,

dann hat sich die Mühe für mich schon gelohnt…

Mein Wunsch ist es, die Herzen von Menschen

mit meinem Buch zu erreichen und zu berühren, in

ihrem tiefsten Inneren… und auf diese Weise

Hoffnung zu schenken, wo vielleicht keine mehr

ist… Ich hoffe, dass das eine oder andere Herz

durch meine Worte und Geschichten auch Heilung

finden kann, sodass die Seele wieder fliegen kann…

In Liebe,

Irene