Coming soon Ende 2026 überarbeitet bzw. fortgesetzt…..
PROLOG
Warum dieses Buch so lange auf seinen Moment warten musste …
Es hat mich unglaublich viel Mut gekostet, dieses Buch endlich in die Welt hinauszubringen.
Lange Zeit lag es fertig geschrieben in meiner Schublade. Still und verborgen. Und doch war es in meinen Gedanken immer präsent.
Bereits 2020 hatte ich dieses Buch vollständig geschrieben. Doch damals fehlte mir der Mut, meine sehr persönlichen Erfahrungen und meine spirituelle Reise mit der Öffentlichkeit zu teilen.
Warum?
Weil ich Angst hatte.
Angst davor, was andere Menschen über mich denken könnten. Angst davor, belächelt, verurteilt oder vielleicht sogar verspottet zu werden. Angst davor, dass Menschen meine Worte ins Lächerliche ziehen und mich für verrückt erklären könnten.
Und ja, ich hatte sogar Angst davor, dass meine eigene Familie sich für mich schämen könnte.
Denn dieses Buch ist nicht einfach nur eine Geschichte.
Es ist ein Teil von mir. Ein Teil meiner Seele.
Es erzählt von Erlebnissen, die mich tief berührt, erschüttert und verändert haben. Von Erfahrungen, die sich nicht immer mit dem Verstand erklären lassen. Von Momenten, in denen ich selbst an mir gezweifelt habe, und von Begegnungen, die mein bisheriges Weltbild auf den Kopf gestellt haben.
Wie würden andere Menschen darauf reagieren?
Würden sie mich verstehen? Würden sie mir glauben? Oder würden sie mich verurteilen?
Diese Gedanken hielten mich lange davon ab, meine Geschichte mit der Welt zu teilen.
Also blieb das Manuskript in meiner Schublade liegen.
Doch tief in meinem Inneren wurde eine Stimme immer lauter.
Eine Stimme, die sich nicht mehr zum Schweigen bringen ließ.
„Irene, es ist Zeit. Deine Geschichte möchte erzählt werden.“
Ich versuchte, diesen inneren Impuls zu ignorieren. Ich lenkte mich ab, beschäftigte mich mit anderen Dingen und redete mir immer wieder ein, dass es vielleicht besser wäre, alles für mich zu behalten.
Aber es funktionierte nicht.
Denn manche Dinge lassen sich nicht einfach verdrängen, wenn sie tief aus unserem Herzen kommen.
Und irgendwann verstand ich:
Vielleicht geht es bei diesem Buch gar nicht darum, ob andere Menschen mich verstehen. Vielleicht geht es darum, dass sich ein einziger Mensch durch meine Worte endlich verstanden fühlt.
Vielleicht gibt es da draußen jemanden, der Ähnliches erlebt hat wie ich.
Jemanden, der Dinge wahrnimmt, die er sich selbst nicht erklären kann. Der Fragen in sich trägt, auf die er bisher keine Antworten gefunden hat. Der sich anders fühlt, unverstanden, vielleicht sogar einsam.
Jemanden, der sich nicht traut, über seine Erfahrungen zu sprechen, weil er Angst hat, dafür ausgelacht oder verurteilt zu werden.
Und vielleicht hält genau dieser Mensch eines Tages mein Buch in seinen Händen.
Vielleicht liest er eine Zeile und denkt:
„Endlich. Ich bin nicht allein. Da ist jemand, der versteht, was ich fühle.“
Allein dieser Gedanke berührt mich zutiefst.
Denn ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man sich mit seinen Gedanken, Gefühlen und Erfahrungen allein gelassen fühlt.
Ich weiß, wie schmerzhaft es sein kann, wenn selbst die Menschen, die einem am nächsten stehen, nicht wirklich nachvollziehen können, was in einem vorgeht.
Viele Jahre meines Lebens habe ich mich so gefühlt.
Unverstanden. Anders. Manchmal verloren.
Ich habe mir so sehr gewünscht, dass mich jemand wirklich sieht. Nicht nur das, was ich nach außen zeige, sondern auch das, was tief in meinem Inneren verborgen liegt.
Meine Gedanken. Meine Ängste. Meine Sehnsucht. Meine Fragen an das Leben und an das, was vielleicht weit über unser sichtbares Dasein hinausgeht.
Nicht jeder konnte meinen Weg verstehen. Manche Menschen haben ihn zumindest akzeptiert.
Und manchmal war allein das schon ein großes Geschenk.
Deshalb möchte ich dir heute etwas sagen, von Herz zu Herz:
Wenn du dich manchmal anders fühlst als die Menschen um dich herum …
Wenn du Dinge erlebt hast, über die du dich kaum zu sprechen traust …
Wenn du das Gefühl hast, dass niemand wirklich versteht, was in deinem Inneren vorgeht …
Dann möchte ich dir sagen:
Du bist nicht allein.
Du musst dich nicht dafür schämen, dass du fühlst, was du fühlst.
Du musst dich nicht ständig erklären oder rechtfertigen.
Und du musst auch nicht so sein, wie andere Menschen dich gerne hätten.
Du darfst einfach du selbst sein.
Mit all deinen Gefühlen, deinen Fragen, deinen Zweifeln, deinen Wunden und deinen Hoffnungen.
Vielleicht kann ich dir nicht auf jede deiner Fragen eine Antwort geben. Vielleicht wirst du auch nicht alles, was ich in diesem Buch erzähle, genauso sehen oder empfinden wie ich.
Und das ist vollkommen in Ordnung.
Ich wünsche mir nur, dass du meine Worte mit einem offenen Herzen liest.
Denn jedes Wort in diesem Buch kommt aus meinem tiefsten Inneren.
Ich glaube daran, dass Worte und Gedanken eine eigene Energie in sich tragen. Dass sie uns berühren, etwas in uns bewegen und manchmal genau dort ankommen können, wo wir sie am dringendsten brauchen.
Und wenn ich dir durch dieses Buch auch nur einen kleinen Funken Hoffnung, Trost oder Mut schenken kann, dann hat sich jeder einzelne Moment des Zweifelns gelohnt.
Ich möchte mit diesem Buch nicht reich werden. Ich möchte Herzen erreichen.
Vielleicht sogar ein Herz, das schon lange darauf wartet, sich endlich verstanden zu fühlen.
Wie aus meinem Manuskript ein Buch wurde
Im Jahr 2022, zwei Jahre nachdem ich mein Manuskript fertiggestellt hatte, fasste ich schließlich den Mut, meine Geschichte mit der Welt zu teilen.
Ich veröffentlichte mein Buch über Amazon.
Für andere Menschen mag eine Buchveröffentlichung etwas ganz Selbstverständliches sein. Für mich war es ein riesiger Schritt.
Denn plötzlich waren meine Gedanken, meine Gefühle und meine ganz persönlichen Erfahrungen nicht mehr nur meine eigenen.
Sie waren für andere Menschen sichtbar.
Ich konnte mich nicht mehr hinter meiner Schublade verstecken.
Und natürlich war die Angst vor Kritik noch immer da.
Doch gleichzeitig spürte ich eine tiefe Freude und Dankbarkeit darüber, dass ich mich endlich getraut hatte.
Ein ganz besonderer Moment auf diesem Weg war für mich meine Buchvorstellung bei Astro TV in Berlin.
Dort durfte ich über mein Buch und meine spirituellen Erfahrungen sprechen.
Wenn mir das jemand einige Jahre zuvor erzählt hätte, hätte ich es wahrscheinlich selbst kaum glauben können.
Die Frau, die solche Angst davor hatte, ausgelacht oder verurteilt zu werden, saß plötzlich vor einer Kamera und sprach öffentlich über ihre Geschichte.
Es war aufregend, emotional und für mich ein weiterer Schritt aus meiner eigenen Angst heraus.
Heute, einige Jahre später, blicke ich mit großer Dankbarkeit auf diese Zeit zurück.
Doch seit der ersten Veröffentlichung ist unglaublich viel geschehen.
Ich habe neue Erfahrungen gesammelt, bin Menschen begegnet, die mich tief berührt haben, und durfte mich persönlich und spirituell weiterentwickeln.
Manche meiner damaligen Überzeugungen haben sich verändert. Andere haben sich durch meine Erlebnisse noch mehr gefestigt.
Und manches, was ich damals geschrieben habe, würde ich heute mit einem anderen Bewusstsein und einem tieferen Verständnis beschreiben.
Denn das Leben bleibt nicht stehen. Und auch wir bleiben nicht dieselben Menschen, die wir einmal waren.
Wir lernen. Wir wachsen. Wir hinterfragen. Wir lassen los.
Manchmal müssen wir sogar Dinge, von denen wir einmal vollkommen überzeugt waren, noch einmal aus einer anderen Perspektive betrachten.
Und genau das ist auch mir in den vergangenen Jahren immer wieder begegnet.
Deshalb habe ich mich entschieden, die ursprüngliche Ausgabe meines Buches von Amazon zu entfernen.
Nicht, weil ich meine damalige Geschichte bereue oder verleugnen möchte.
Ganz im Gegenteil.
Sie gehört zu mir.
Zu der Irene, die ich damals war. Mit all ihren Ängsten, Hoffnungen, Fragen und Erkenntnissen.
Aber heute bin ich nicht mehr dieselbe Frau wie 2020.
Ich bin gewachsen. Ich habe gelernt. Ich habe losgelassen. Und ich habe mich in vielerlei Hinsicht selbst noch einmal neu kennengelernt.
So entstand der Wunsch, meinem Buch eine neue Tiefe zu schenken, es zu ergänzen, zu aktualisieren und meine bisherigen Erfahrungen mit den Erkenntnissen der vergangenen Jahre zu verbinden.
Ende 2026 erhält mein Buch „Herzdiamant“ deshalb eine aktualisierte Neuauflage.
Für mich ist diese Neuauflage weit mehr als nur eine Überarbeitung.
Sie ist ein weiterer Abschnitt meiner persönlichen spirituellen Reise.
Ein Ausdruck dessen, was sich in meinem Leben, in meinem Herzen und in meinem Bewusstsein verändert hat.
Und vielleicht zeigt sie auch etwas, das ich dir von Herzen mitgeben möchte:
Wir dürfen uns verändern. Wir dürfen wachsen. Wir dürfen alte Überzeugungen hinterfragen und neue Wege einschlagen, ohne uns dafür rechtfertigen zu müssen.
Denn jede Version von uns selbst hat ihre eigene Geschichte.
Ich bin dankbar für die Irene von damals, die trotz ihrer Ängste irgendwann den Mut gefunden hat, ihre Geschichte zu erzählen.
Und ich bin dankbar für die Irene von heute, die bereit ist, diese Geschichte weiterzuschreiben.
Denn meine spirituelle Reise ist noch lange nicht zu Ende.
Eine Reise von meiner Seele zu deiner Seele
Auf den folgenden Seiten nehme ich dich mit auf meine ganz persönliche spirituelle Reise.
Ich erzähle dir von meinen eigenen Erlebnissen, von Begegnungen, die mich geprägt haben, und von Erfahrungen, die mich dazu gebracht haben, das Leben, die Seele und unsere Existenz mit anderen Augen zu betrachten.
Außerdem werde ich einige Geschichten aus meiner Arbeit mit Klientinnen und Klienten mit dir teilen.
Zum Schutz ihrer Privatsphäre habe ich persönliche Angaben und einzelne Details verändert. Die wesentlichen Erfahrungen und Botschaften, die ich damit vermitteln möchte, bleiben jedoch erhalten.
Dabei geht es mir nicht darum, dich von meinen Überzeugungen zu überzeugen.
Es geht mir darum, dir einen Einblick in meine Welt zu schenken und dich einzuladen, deine eigenen Gedanken und Gefühle dazu wahrzunehmen.
Vielleicht erkennst du dich in manchen Geschichten wieder. Vielleicht bringen sie dich zum Nachdenken. Vielleicht berühren sie etwas in dir, das schon lange darauf wartet, gesehen zu werden.
Und vielleicht ist es auch einfach nur eine Reise, auf die du dich für eine Weile mit mir begibst.
Was du daraus für dich mitnimmst, darfst du ganz allein entscheiden.
Natürlich weiß ich, dass nicht jeder Mensch dieses Buch verstehen oder gutheißen wird.
Es wird Menschen geben, die meine Erfahrungen anzweifeln. Menschen, die meine Sichtweise kritisieren. Und vielleicht auch Menschen, die darüber lachen.
Und weißt du was?
Ich habe manchmal immer noch Angst davor.
Denn ich bin ein Mensch. Mit Gefühlen, mit Unsicherheiten und mit dem tiefen Wunsch, angenommen und geliebt zu werden.
Mein ganzes Leben lang wurde ich immer wieder kritisiert.
Von Menschen aus meiner Familie, von Freunden, ehemaligen Partnern, Arbeitskollegen, von manchen unzufriedenen Klienten, die sich vielleicht mehr von unserer gemeinsamen Arbeit erhofft hatten, und auch von Menschen in den sozialen Medien.
Ganz gleich, was ich tat oder nicht tat, irgendjemand hatte immer etwas daran auszusetzen.
Und lange Zeit habe ich versucht, genau das zu verhindern.
Ich wollte es allen recht machen.
Ich wollte niemanden enttäuschen.
Ich wollte alles richtig machen, immer freundlich sein, immer Verständnis zeigen und möglichst keine Fehler machen.
Ich wollte perfekt sein, damit mich niemand kritisieren konnte.
Aber weißt du, was ich irgendwann begriffen habe?
Das funktioniert nicht.
Egal, wie sehr wir uns bemühen, wir werden niemals allen Menschen gefallen können.
Und vielleicht ist genau das eine der wichtigsten Erkenntnisse meines Lebens:
Ich muss nicht perfekt sein, um wertvoll zu sein.
Ich bin nicht perfekt.
Ganz und gar nicht.
Ich habe in meinem Leben unzählige Fehler gemacht. Ich habe Entscheidungen getroffen, die ich heute vielleicht anders treffen würde. Ich war nicht immer geduldig, nicht immer liebevoll und ganz sicher nicht immer das kleine Engelchen, das sich meine Eltern vielleicht gewünscht hätten.
Ich habe Menschen enttäuscht.
Und ja, ich habe bestimmt auch Menschen verletzt. Manchmal bewusst, manchmal ohne es zu wollen.
Das zu erkennen, tut weh.
Denn niemand möchte gerne in den Spiegel schauen und sich eingestehen, dass er selbst anderen Menschen Schmerz zugefügt hat.
Aber auch das gehört zu meiner Geschichte.
Ich möchte mich nicht hinter Ausreden verstecken.
Wenn ich einem Menschen in meinem Leben Leid zugefügt habe, dann tut mir das von Herzen leid.
Ich bitte all jene um Vergebung, die ich durch meine Worte, mein Verhalten oder meine Entscheidungen verletzt oder enttäuscht habe.
Und ich versuche, auch mir selbst zu vergeben.
Für all die Fehler, die ich gemacht habe.
Für all die Momente, in denen ich es nicht besser wusste.
Für die Entscheidungen, die ich aus Angst, Unsicherheit oder Schmerz getroffen habe.
Denn auch ich bin auf meinem Weg.
Auch ich lerne noch.
Jeden einzelnen Tag.
Vielleicht besteht unsere Aufgabe im Leben gar nicht darin, niemals Fehler zu machen, sondern daran zu wachsen, Verantwortung zu übernehmen und immer wieder neu zu versuchen, mit mehr Liebe und Bewusstsein zu handeln.
Heute weiß ich, dass ich nicht länger darauf warten möchte, bis ich keine Angst mehr habe.
Vielleicht wird dieser Tag niemals kommen.
Vielleicht bedeutet Mut auch gar nicht, keine Angst zu haben.
Vielleicht bedeutet Mut, seinem Herzen zu folgen, obwohl die Angst noch da ist.
Und genau deshalb möchte ich auch mit dieser Neuauflage noch einmal einen Schritt weitergehen.
Ich kann nicht beeinflussen, was andere Menschen darüber denken oder sagen werden.
Ich kann nicht in ihre Köpfe schauen.
Ich kann nur entscheiden, ob ich mich weiterhin von meiner Angst zurückhalten lasse oder ob ich den Mut finde, meinen eigenen Weg zu gehen.
Und ich habe mich entschieden.
Für meinen Weg. Für meine Wahrheit. Für das, was mein Herz mir schon so lange sagen möchte.
Wenn nicht jetzt, wann dann?
Ich vertraue darauf, dass dieses Buch genau die Menschen erreicht, für die meine Worte vielleicht eine Bedeutung haben.
Und ich vertraue auf Gott.
Auf jene göttliche Liebe, an die ich von ganzem Herzen glaube und die mich auf meinem bisherigen Lebensweg immer wieder getragen hat, selbst in Zeiten, in denen ich sie nicht erkennen oder spüren konnte.
Mein Glaube ist ein Teil von mir.
Er ist nicht davon abhängig, ob andere Menschen ihn verstehen, teilen oder infrage stellen.
Ich möchte dieses Buch in den Dienst Gottes und der Liebe stellen.
Nicht, weil ich glaube, alle Antworten zu kennen.
Sondern weil ich tief in meinem Herzen spüre, dass Liebe, Mitgefühl und Vertrauen uns auf unserem Weg begleiten können.
Und so wünsche ich mir, dass meine Geschichte vielleicht ein kleines Licht auf deinem eigenen Seelenweg sein darf.
Dass sie dir Mut schenkt, wenn du zweifelst.
Dass sie dich daran erinnert, dass du wertvoll bist, wenn du dich selbst infrage stellst.
Dass sie dir Hoffnung gibt, wenn du gerade nicht weißt, wie dein Weg weitergehen soll.
Und dass sie dich vielleicht ein kleines Stück näher zu dir selbst führt.
Mögest du auf deinem Weg Liebe erfahren, Vertrauen finden und dich daran erinnern, dass dein eigenes Licht niemals ganz erlischt, auch wenn du es manchmal nicht sehen kannst.
Möge Gott dich segnen und dich auf deinem ganz persönlichen Seelenweg begleiten.
Und vielleicht, nur vielleicht, hältst du dieses Buch gerade nicht ohne Grund in deinen Händen.
Vielleicht ist jetzt genau der richtige Moment für unsere gemeinsame Reise.
Von meiner Seele zu deiner Seele.
In Liebe und Dankbarkeit,
Deine Irene
Herzdiamant
WACH AUF!
Eine Kurzgeschichte von Irene Matern, 2017
Wir laufen durch unser Leben. Tag für Tag. Oft, ohne wirklich wahrzunehmen, was um uns herum geschieht.
Mit Scheuklappen vor unseren Augen, die wir uns irgendwann selbst angelegt haben.
Wir schauen weder nach rechts noch nach links. Unser Blick ist nur nach vorne gerichtet.
Immer weiter. Immer höher. Immer schneller. Immer besser.
Immer mehr. Mehr. Mehr.
Wir hetzen von einem Ziel zum nächsten, jagen unseren Träumen hinterher und glauben, dass wir irgendwann glücklich sein werden, wenn wir nur genug erreicht, genug verdient oder genug besessen haben.
Wir haben so vieles und fühlen uns doch manchmal, als würden wir mit leeren Händen dastehen.
Also strecken wir unsere Hände erneut aus und bitten um noch mehr.
Mehr Erfolg. Mehr Anerkennung. Mehr Sicherheit. Mehr Liebe.
Wir suchen nach etwas, das wir selbst nicht benennen können.
Etwas fehlt.
Tief in unserem Inneren spüren wir eine Sehnsucht, doch wir wissen nicht, wonach.
Und so laufen wir weiter.
Immer im Kreis.
Schneller und schneller.
Bis sich irgendwann alles um uns herum dreht und wir vor lauter Schwindel plötzlich zu Boden fallen.
Erschöpft. Kraftlos. Vielleicht sogar verzweifelt.
Wir verstehen nicht, warum uns das passiert ist.
Warum gerade uns?
Wir haben doch immer alles gegeben. Haben funktioniert, gekämpft und versucht, alles richtig zu machen.
Und nun liegen wir da.
Plötzlich ist es still.
Zum ersten Mal seit langer Zeit müssen wir nirgendwohin.
Wir müssen nichts leisten. Niemandem etwas beweisen.
Wir dürfen einfach nur sein.
Und dann entdecken wir etwas neben uns auf dem Boden.
Unsere Scheuklappen.
Sie sind bei unserem Sturz heruntergefallen.
Ganz vorsichtig öffnen wir unsere Augen.
Wir schauen nach rechts.
Dann langsam nach links.
Und plötzlich sehen wir Dinge, die schon immer da waren, die wir aber all die Jahre nicht wahrgenommen haben.
Wir richten uns langsam auf.
Stehen still.
Schauen uns um.
Und können kaum glauben, was wir sehen.
Das sanfte Licht der Sonne. Die Schönheit einer Blume. Die Bewegung der Blätter im Wind. Das Wunder eines einzigen Atemzugs.
All die kleinen Dinge, an denen wir bisher achtlos vorbeigelaufen sind.
Die Welt hat sich nicht verändert. Aber unser Blick auf sie.
Wir stehen einfach nur da.
Sprachlos.
Und zum ersten Mal beginnen wir wirklich zu begreifen, was das Wort Wunder bedeutet.
Es liegt eine Magie in diesem Augenblick.
Eine tiefe Stille, die sich nicht leer anfühlt, sondern voller Leben.
Und dann geschieht etwas in uns.
Ganz leise.
Fast unbemerkt.
Wir spüren, wie die Kälte, die sich über all die Jahre um unser Herz gelegt hat, langsam zu schmelzen beginnt.
Wie eine dicke Schicht aus Eis, die unter den ersten warmen Sonnenstrahlen des Frühlings auftaut.
Tropfen für Tropfen.
Wir fühlen, wie es in uns wärmer wird.
Wie etwas, das wir schon längst vergessen glaubten, wieder zum Leben erwacht.
Und plötzlich spüren wir es.
Unser Herz.
Nicht nur seinen Schlag.
Sondern seine Wärme. Seine Liebe. Seine Lebendigkeit.
Vielleicht zum ersten Mal seit vielen Jahren.
Wir atmen tief ein.
Und wieder aus.
Tränen laufen über unsere Wangen. Doch diesmal sind es keine Tränen der Verzweiflung.
Es sind Tränen der Berührung.
Der Dankbarkeit.
Des Erwachens.
Wir öffnen unsere Augen noch ein kleines Stück weiter und erkennen, wie wunderschön diese Welt eigentlich ist.
Wie viel Liebe, Schönheit und Wunder uns jeden Tag umgeben, ohne dass wir sie wirklich wahrnehmen.
Und in diesem einen Augenblick verstehen wir etwas, das wir so lange im Außen gesucht haben:
Das größte Wunder war die ganze Zeit bereits in uns.
Wir selbst sind ein Wunder.
Nicht erst dann, wenn wir erfolgreich sind.
Nicht erst dann, wenn wir etwas erreicht haben.
Nicht erst dann, wenn andere Menschen uns lieben oder anerkennen.
Sondern einfach, weil wir sind.
Weil wir leben.
Weil wir fühlen können.
Weil unser Herz schlägt.
Und weil wir die Fähigkeit besitzen, die Welt mit anderen Augen zu betrachten.
Vielleicht müssen wir manchmal erst fallen, um wieder sehen zu können.
Vielleicht müssen wir manchmal alles anhalten, um zu erkennen, was wirklich wichtig ist.
Und vielleicht müssen wir uns manchmal selbst verlieren, um den Weg zurück zu unserem Herzen zu finden.
Denn die größten Wunder des Lebens lassen sich nicht mit dem Verstand erklären.
Man kann sie nicht besitzen, nicht erzwingen und nicht mit Geld kaufen.
Man muss sie fühlen.
Ganz tief.
In unserem Herzen.
Irene Matern
Entstanden 2017 während einer Trance-Writing-Übung am Arthur Findlay College in England.
**********
alte Version:
Meine Kurzgeschichte, die ich in London am Arthur Findlay College für paranormale Phänomene 2017 beim Trance Writing geschrieben habe:
11WACH AUF!
„Wir laufen umher, tagein, tagaus, mit unseren
festsitzenden Scheuklappen. Schauen weder nach
rechts noch nach links … immer vorwärts, immer
höher, immer weiter, immer besser, immer mehr,
immer mehr, immer mehr.
Wir haben viel und doch stehen wir mit leeren
Händen da und bitten um noch mehr. Wir suchen
etwas und wissen nicht, was. Wir bewegen uns im
Kreis und alles dreht sich, bis wir vor lauter
Schwindel einfach plötzlich umfallen. Dann
wundern wir uns, warum uns das nun passiert ist.
Wir sehen die Scheuklappe auf dem Boden neben
uns liegen und sehen plötzlich Dinge um uns herum,
die wir nie vorher gesehen haben. Wir schauen nach
rechts … ganz langsam … dann nach links, wir
stehen auf und schauen einmal um uns herum und
sind einfach nur sprachlos.
Wir stehen ganz still da und fangen an zu begreifen,
was das Wort Wunder bedeutet. Es ist Magie im
Raum und wir fühlen, wie unser Herz auftaut, wie
die Tropfen auf den Boden fallen und wie es in uns
12immer wärmer wird…. Wir fühlen zum ersten Mal
unser Herz.
Wir öffnen unsere Augen und sehen zum ersten Mal,
wie wunderschön unsere Welt ist und wir begreifen,
dass auch wir selbst ein wahres Wunder sind.
Wunder kann man nicht einfach in Worte fassen,
man muss sie fühlen … tief in unseren Herzen.“
(Short Story by Irene Matern, 2017)
13KAPITEL 1
WIE ALLES BEGANN…
„Mit 18 habe ich mein Leben geplant… das
Leben und ich lachen immer noch!“
Mai 2017: Einige Jahre zuvor (da war ich noch
Gymnasiallehrerin)…
Ich habe noch nie ein Buch geschrieben und es kam
mir auch nie in den Sinn, das zu tun, aber am 30.
Mai 2017 sitze ich tatsächlich da und fange an, ein
Buch zu schreiben. Und das alles nur, weil ich beim
Wechseln der Bettwäsche diese innere Stimme
hörte, die mir mehrmals sagte, ich solle jetzt sofort
damit beginnen. Ich muss am nächsten Tag sehr
früh raus, weil meine Schüler eine Deutschklausur
schreiben sollen… und was mache ich? Ich liege im
Bett und schreibe ein Buch um kurz vor
Mitternacht… wovon ich absolut keine Ahnung
habe! Also gut, ich lasse mich führen und
überraschen, was sich daraus entwickelt. Max Frisch
formulierte es so herrlich in seinem Roman „Homo
Faber“: durch das Schreiben lernt der Mensch sich
14selbst kennen, weil er auf diese Weise seiner Seele
begegnet. Ich glaube, da ist etwas dran! Die Reise
kann beginnen!
Klausuren, Homo Faber und Engel…. Wie passt das
denn zusammen? Nun ja, eigentlich gar nicht!
Ich heiße Irene, bin 1987 in Kasachstan geboren
worden und kam mit sechs Jahren mit meinen
Eltern und meinem kleinen Bruder nach
Deutschland.
Warum wir ausgewandert sind? Weil die
Wirtschaftslage unglaublich schlecht war und die
Leute mehrere Jobs hatten, um sich über Wasser zu
halten, selbst Akademiker. Meine Eltern hatten
beide Diplome mit Auszeichnungen in technischen
Bereichen, aber keinen Job. Als meine Eltern
heirateten, wusste meine Mutter nicht, dass mein
Vater deutsche Wurzeln hatte. Sie selbst ist eine
echte Russin aus Russland, die mit ihren Eltern einst
aus Russland nach Kasachstan ausgewandert war,
als sie 19 war. Die Russlanddeutschen wurden von
den echten Russen nicht unbedingt angenommen,
sie waren quasi Ausländer in ihren Augen. Mein
Vater wurde als Kind daher oft negativ als Deutscher
abgestempelt und fühlte sich nicht wirklich in der
Heimat zuhause. Deshalb verschwieg er meiner
15Mutter gegenüber seine deutschen Wurzeln. Aber
meiner Mutter hat die Wahrheit später nichts
ausgemacht. Im Gegenteil, dafür war es umgekehrt,
denn ihre Schwiegermutter akzeptierte sie nicht,
weil sie wiederum eine echte Russin war und eben
keine deutschen Wurzeln hatte.
Egal, wie man es macht, man kann es nie allen
Recht machen. Aber es lebt sich wesentlich leider,
wenn man nicht das Bedürfnis hat, „Everybody´s
Darling“ sein zu müssen.
Fünf Jahre nach der Hochzeit kam ich dann doch
noch zur Welt, nachdem ich meine Eltern verdammt
lange hingehalten hatte…. Sie wollten schon fast
die Hoffnung auf Nachwuchs aufgeben. Und sie
hatten sich doch einen Jungen gewünscht,
zumindest mein Vater! Und dann kam ich…. Falsche
Bestellung, aber sie haben mich nicht reklamiert
und zurückgeschickt.
Ich durfte bleiben, auch wenn ich die ersten Monate
nur durchgeschrien habe und ständig krank war und
Penicillin ohne Ende bekam… Ich war von Anfang
an bockig, manchmal impulsiv und hatte meinen
eigenen Kopf. Das ist bis heute geblieben…
Meine Mutter sagte, ich sei immer ein Rebell
gewesen und sie konnte mich nie wirklich unter
16Kontrolle kriegen, auch wenn sie es mit allen
Mitteln versucht hatte. Oh ja…. Aber ein cooles
Mädchen war ich auch, denn ich spielte lieber mit
Papas Werkzeugkoffer als mit Mädchenkram…. Den
hab ich aber später nachgeholt… mit Puppen, Pink
und Pumps! Yes!
Als ich 6 Jahre alt war, mein Bruder war da 3,
packten wir unsere sieben Sachen und wanderten
nach Deutschland aus. Das war in 1993.
Zur Begrüßung erhielten wir vom Staat 50 Deutsche
Mark und eine Staatshilfe in Kreditform, so dass wir
jeden Cent natürlich zurückzahlen mussten. Das ist
heut in der Flüchtlingskrise anders gelöst worden….
Meine Eltern konnten kein Wort Deutsch, wir Kids
dann natürlich auch nicht…. Die Diplome und
sonstige Papiere wurden in Deutschland nicht
anerkannt und meine Eltern durften hier quasi ohne
Sprachkenntnisse bei Null beginnen.
Meine Mutter nahm Putzstellen an, obwohl sie
überqualifiziert war, und kümmerte sich um uns
Kinder, damit mein Vater fast ein Jahr lang ein
unbezahltes Praktikum bei einer Firma im
Ingenieurbereich machen konnte, ohne zu wissen,
ob er überhaupt eine Chance auf einen Job hatte.
17Es war eine harte Zeit mit wenig Geld und
unendlich vielen Sorgen. Aber meine Eltern wollten
uns eine bessere Zukunft ermöglichen, wollten, dass
wir eine gute Ausbildung bekommen und dann auch
eine gute Arbeitsstelle.
Sie wollten nicht, dass wir auch eines Tages im
Alkohol versinken, wie das in Russland (und ich
Kasachstan lebten viele Russen damals, da es zur
Sowjetunion gehörte) leider auch heute noch ein
gewaltiges Problem ist.
Und allein dafür bin ich ihnen von Herzen dankbar.
Für den Mut, so einen Schritt zu gehen und Opfer in
Kauf zu nehmen. Mein Vater bekam nach Monaten
tatsächlich den Job als Ingenieur bei der Firma und
blieb dann über 25 Jahre dort bis zur Rente.
M e i n e M u t t e r k o n n t e m i t b e s s e r e n
Deutschkenntnissen dann als Verkäuferin arbeiten
und machte sich später sehr erfolgreich selbständig
als medizinische Fußpflegerin. Sie wurde von ihren
Kunden unglaublich geschätzt. Mit 60 machte sie
dann einen Englischkurs und bildete sich in
Numerologie und psychologischer Beratung weiter,
schloss mit der Fußpflege ab und macht noch
numerologische Beratungen vor allem in
18russischsprachigen Raum, wo sie sehr für ihre
Kenntnisse gelobt wird.
Meine Eltern waren und sind immer noch große
Vorbilder für mich, wenn es um Mut, Veränderung,
Flexibilität, Disziplin, Hartnäckigkeit, Willen und
Durchhaltevermögen geht. Und sie haben mir
beigebracht, an sich zu glauben und auch trotz
Angst Dinge zu tun, von denen man träumt, auch
wenn man scheitern könnte.
An meinen ersten Schultag kann ich mich nicht
mehr so ganz erinnern… wahrscheinlich hab ich die
Grundschulzeit etwas aus meinem Bewusstsein
gestrichen. Insgesamt hab ich aber drei
verschiedene Grundschulen besucht, weil wir so oft
umgezogen sind. Das war glaub ich nicht so cool.
Und einfach auch nicht…. Ich konnte ja kein Wort
Deutsch! Und ich durfte dann später auch noch
neue Freunde suchen an den anderen Schulen. Und
bei meinem Bruder war es im Kindergarten wohl
ähnlich…
Ich erinnere mich aber an meine erste Barbiepuppe,
als wir in Deutschland, in Weinsberg bei Heilbronn
im Auffanglager angekommen waren. Sie hat
damals 10 Deutsche Mark gekostet, was seeeeehr
viel Geld für uns war und ich hab sie von dem
19Begrüßungsgeld kaufen dürfen. Dieses Bild hab ich
heute, mit 33 im Jahre 2020, immer noch. Ein
glücklicher Moment in meiner Kindheit. Ich hatte so
viele glückliche Momente in meinem Leben und ich
bin so dankbar für jeden einzelnen.
Aus der Kindheit in Kasachstan erinnere ich mich
auch an den Moment, als mein Vater aus Moskau
Orangen und Bananen mitbrachte. Sowas kannten
wir nur aus dem Fernsehen! Und dann durften wir
sie echt essen! Die Bananen waren noch grün und
schmeckten scheußlich…. Wir wussten damals
nicht, dass sie ja unreif waren…. Heut weiß ich es!
Wenn ich heute im Supermarkt Obst sehe, kommt
manchmal die Erinnerung hoch und ich muss
innerlich schmunzeln, wenn ich die Orangen und
Bananen sehe…
Für mich waren materielle Dinge niemals
selbstverständlich, weil ich sie ja nie wirklich hatte,
und daher habe ich alles wertzuschätzen gelernt,
was ich in meinen späteren Jahren „besitzen“ durfte,
wenn auch nur für einen Lebensabschnitt. Meinem
Exmann bin ich auch unglaublich dankbar für alle
Reisen und sonstige materielle Dinge, die ich
niemals so intensiv erlebt hätte ohne ihn. Aber
Materielles macht dich nicht glücklich, auch das
durfte ich dadurch lernen.
20Materielles bedeutete für mich Sicherheit. Und
dieses Gefühl ist wichtig, um sich wohl zu fühlen
und ruhig schlafen zu können. Aber Sicherheit gibt
es nicht. Es ist immer nur eine Schein-Sicherheit…
leider.
Aber meine Seele hatte trotzdem nie Angst, das
Materielle wieder verlieren zu können, schließlich
können wir es eh nicht mitnehmen, wenn wir eines
Tages diese Welt verlassen. Mein Ego hatte aber
mega Schiss davor! 😉 Vielleicht kommt dir das auch
bekannt vor… Ich hatte im Leben immer wieder mal
alles und dann wieder nichts wirklich. Oder
umgekehrt. Aber ich war immer zufrieden mit dem,
was ich in der jeweiligen Lebenssituation hatte. Es
hätte ja schließlich auch schlimmer sein können.
War es aber im Vergleich dann doch nicht. Das hat
mir sehr geholfen, als ich dann mit 28 nach der
Scheidung vier Jahre lang alleinerziehend war, bis
ich mit 32 meinen jetzigen Lebenspartner (nach 16
Jahren wieder) getroffen habe und wir
zusammengezogen sind.
Als Alleinerziehende war es schwierig, einen neuen
Partner zu finden, wo es einigermaßen passte.
Entweder harmonierte es zwischen mit und dem
Partner gut, aber nicht zwischen Kind und Partner
21oder es lief gut zwischen Kind und Partner, aber
nicht wirklich gut zwischen dem Partner und mir.
Kennst du das auch, wenn du alleinerziehend bist?
In solchen hoffnungslosen Momenten hab ich mir
manchmal gewünscht, eine Nonne im Kloster zu
sein. Der Plan war aber schwer umsetzbar mit
einem Kleinkind. Vielleicht im nächsten Leben!
Ich hatte also alle karmischen Beziehungen hinter
mir, bevor ich reif genug war, meiner Dualseele (und
das ist nicht die einfachste….) zu begegnen. Ich
hatte alle möglichen Szenarien durch, wie es nicht
funktionieren konnte…. Vielleicht schreib ich dazu
auch mal ein Buch! Jetzt bin ich unfassbar dankbar
für all diese Lektionen! Glaub mir, das war ich
damals nicht…. Ich hatte nicht verstanden, wozu
alles gut war. Heute schätze ich soooooo viele Dinge
an meinem Partner, die ich ohne die Vorerfahrungen
wahrscheinlich für selbstverständlich gehalten hätte.
Dafür gibt es jetzt neue Lektionen durch und mit
ihm zu lernen…Denn eine Dualseele zeigt dir den
Spiegel noch deutlicher und das tut weh… Aber erst
wenn man hinsieht, den Schmerz annimmt und
langsam heilt, löst er sich allmählich auf und man
reift seelisch. Alles beginnt bei DIR, nicht bei den
anderen.
22Lernen hört niemals auf. Und gerade nach der
Schule fängt es erst richtig an mit der Schule des
Lebens!
Und wenn du deine Dualseele triffst, bekommst du
den krassesten Spiegel vorgesetzt, der dir all deine
Schwächen deutlich zeigt…. Das musst du erst mal
seelisch ertragen können, um sie anzuschauen,
reflektieren und dann schließlich heilen zu können.
Und in einer Beziehung kann deine Seele am
schnellsten reifen, weil der Partner dir spiegelt,
woran du noch zu arbeiten hast… an deinem
Selbstwert, an deiner Wut, deiner Ungeduld und
sonstigen Unzulänglichkeiten. Das, was dich
triggert, schlummert noch in dir und will
angeschaut und geheilt werden. Klingt hart, ist auch
hart.
Heile das innere Kind in dir, vergib deinen
Mitmenschen, die dir in welchem Leben auch
immer weh getan haben, bitte um Vergebung
und vergib dir selbst… und du wirst Frieden in
dir finden.
Das ist vielleicht der kürzeste Weg zur Selbstheilung
und Lösung von Karma, aber auch emotional
gesehen der schwerste…. Du entscheidest. Dein
Leben. Dein freier Wille. Dein Spielplatz.
23Mittlerweile (im Jahre 2020) bin ich 33 Jahre alt,
ehemals Lehrerin am Gymnasium, nun seit 2018
selbständig als Hypnose Coach.
Weißt du, was das Witzige oder Paradoxe war? Ich
war Deutschlehrerin….. ja, Deutsch (okay und
Englisch habe ich auch studiert). Dafür, dass ich bei
der Einschulung 1993 kein Wort Deutsch sprechen
konnte, bin ich mit 24 Deutschlehrerin geworden
und habe unter anderem Goethes „Faust“ in der
Oberstufe unterrichtet (side note…ich finde Goethe
und Schiller toll!). Das Transzendentale faszinierte
mich einfach sehr.
Meine Jugendzeit hab ich in der Tanzschule
verbracht. Ich tanzte gern Hip Hop und Video Clip
Dancing. Mit 15 gewann ich bei einem Casting in
der Tanzschule und durfte mit 11 anderen Tänzern
als Backgroundtänzer bei drei Tourneen von DJ
Bobo im Jahre 2003 beim Chihuahua Song dabei
sein. Das Interessante war, dass sogar die Tour
„Visions“ hieß… das wird mir gerade klar…. Ich
stand direkt neben ihm auf der Bühne vor 11 000
Menschen in München…. Das war eine fantastische
Erfahrung mit 15! Und seeehr viele Stunden
Übung…. In der Heilbronner Zeitung war unsere
Tanztruppe dann natürlich auch abgebildet.
24Während des Studiums in Würzburg langweilte ich
mich etwas und hatte daher auch verschiedene
Nebenjobs, um als Student etwas Geld zu haben
und um in diverse andere Jobs reinzuschnuppern.
Also arbeitete ich nebenbei in der Grundschule als
Hausaufgabenbetreuerin, machte Promotion für
Schlafsysteme, versuchte mich als (leider
katastrophale) Kellnerin in einem Café, arbeitete im
Lager im C&A, machte bei einer Social Media Seite
für Senioren einen Englisch-Chat zum Englisch üben
und gab zwei Jahre lang HipHop Tanzkurse in
Würzburg. Das war eine unvergessliche Zeit.
Ich habe viel erlebt, schöne wie auch teilweise sehr
schmerzhafte Dinge. Ich wollte nur wenige
Ratschläge annehmen, sondern alles am eigenen
Leib erfahren. Vielleicht hätte ich mir einiges von
dem, was ich erlebt habe, erspart, hätte ich mich
öfter einmal umgehört. Aber dadurch bin ich die
Person geworden, die ich jetzt bin.
Und durch diese Erfahrungen bin ich vielleicht zu
meinem „Talent“, wie es manche nennen,
gekommen. Es erschien im richtigen Moment, als
ich Ende 2014 den für mich tiefsten Punkt meines
Lebens erreicht hatte und rettete mich davor, mich
selbst völlig aufzugeben und in einer Depression zu
25enden. Innerhalb von drei Monaten änderte sich
mein Leben um 360 Grad.
All das begann vor einigen Jahren, im Dezember
2014, da war ich 27 Jahre alt. Von diesem Zeitpunkt
an sind so viele Dinge passiert, dass ich gar nicht
weiß, wo ich überhaupt anfangen soll.
Ich habe plötzlich meine innere Stimme gehört, ich
hatte spontan Visionen und konnte einige Dinge
sehen oder Geheimnisse aufdecken, ich konnte
Engel oder Lichtwesen wahrnehmen und ihre
S t i m m e v o n Ve r s t o r b e n e n i r g e n d w a n n
unterscheiden. Ich konnte fremde Seelen
wahrnehmen und sie klar und deutlich vor meinem
inneren Auge sehen, ich konnte mit ihnen in
Gedanken sprechen, ich konnte sie sogar teilweise
fühlen. Ich konnte „heilen“ durch Gedanken und
durch Handauflegen und war absolut überfordert
mit diesem plötzlichen Talent, Gabe oder was auch
immer das war, weil ich nicht wusste, wie das
möglich war und warum ICH es plötzlich konnte
und ich war verzweifelt, weil ich nicht wusste, wie
ich es steuern konnte, wie ich mich eventuell
energetisch schützen sollte, und…und…und…
26Was ich damals nicht wusste: meine Kundalini-
Energie war spontan erwacht. Und damit auch all
meine seelischen „Talente“, von denen ich nicht
wusste, dass ich sie in mir hatte.
Die Kundalini-Energie erwacht dann in deinem
Leben, wenn es in deinem Seelenplan vorgesehen ist
und deine Seele reif genug ist, um mit dieser
gewaltigen Energie verantwortungsbewusst
umgehen zu können. Was ich bis dato auch nicht
wusste: man kann die Energie nicht stoppen oder
ihr sagen, dass sie schön wieder schlafen gehen darf.
Sie führt nämlich ein Eigenleben und du hast dich
dem zu beugen, wenn du nicht gegen den Strom
(und der ist gewaltiger als du es dir vorstellen
kannst) schwimmen willst. Also musste ich wohl
oder übel über mehrere Jahre lernen, damit
umzugehen und auf der Welle zu reiten. Glaub mir,
das war nicht so einfach…. Und da die Kundalini-
Energie schubweise immer weiter „erwacht“ und
stärker wird, wird es wohl nie Ruhe geben.
In 2017 machte ich daher verschiedene Reiki-
Ausbildungen und war am Arthur Findlay College in
London (Stansted), um herauszufinden, was das
war und wie ich diese Energie am besten loswerden
konnte, weil ich keinen Bock drauf hatte… Die
27Mentoren sagten, ich solle dankbar dafür sein und
anderen Menschen damit helfen. Na toll… Ich lernte
dort zumindest, wie ich die Energie besser steuern
konnte und wie ich meine Wahrnehmungen
dämpfen oder sogar im Alltag gelegentlich
„stoppen“ konnte. Seitdem geht es mir besser damit
und ich nutze lieber die Hypnose oder die Trance,
um Menschen zu helfen.
Aber heute, in 2020, weiß ich, wozu die Kundalini-
Energie da erwacht war. Ich war seit 3 Jahren
Mutter und hatte gelernt, Verantwortung zu
übernehmen…. Und auch durch meinen Ex-Mann
habe ich sehr viele verschiedene Erfahrungen
gemacht, durch die ich wachsen durfte. Er war 14
Jahre älter als ich und das hatte mir geholfen, viele
Dinge heute aus einer anderen Perspektive zu
betrachten. Damals war es natürlich lange nicht so
und ich reagierte oft eher kindisch, denke ich…
Aber das Schlimmste in der Anfangszeit für mich
war, dass ich es außer meiner Familie niemandem
erzählen konnte, weil mir wahrscheinlich niemand
geglaubt hätte. Selbst mein jetziger Ex-Mann hat
eine Veränderung in mir zwar bemerkt, diese Dinge
aber nicht ernst genommen. Ich habe mittlerweile
gelernt, die Ansichten meines Umfeldes zu
akzeptieren und möchte es niemandem mehr recht
28machen. Denn jeder glaubt sowieso nur das, was er
glauben will.
Ich habe mich in dieser Zeit unglaublich einsam und
allein gefühlt und von meinen Mitmenschen einfach
nicht verstanden. Teilweise ist es leider auch heute
noch so, weshalb ich im Juli 2020 ja wieder
angefangen habe, mein Buch weiter zu schreiben.
Meinem Buch kann ich alles erzählen. Alle kuriosen
und paranormalen Geschichten, die mir in dieser
Welt nicht viele glauben und auch nicht viele
wirklich verstehen würden, außer die, die es selbst
oder mit mir in den Coachings mit Hypnose erlebt
haben. Danke an dieser Stelle schon mal an dich,
lieber Leser, dass du dich getraut hast, dieses Buch
in die Hand zu nehmen und Geschichten zu lesen,
die dich vielleicht so berühren werden, dass du
weinen musst oder Geschichten, die dein Hirn so
verdrehen werden, dass du nicht mehr weißt, wo
Anfang und Ende sind. Wenn du aber das Buch in
der Hand hältst, dann ist deine Seele bereit für
diesen Inhalt. Zufälle gibt es nicht, glaub mir.
Und selbst wenn du danach denkst, es sei alles
erfunden und nicht real oder bestimmte Phänomene
wie Fremdenergien und UFOs seien einfach nur
Blödsinn, was auch Viele eben behaupten, dann soll
29es für dich eben Blödsinn sein. Jeder hat seine
eigene Wahrheit. Aber dann solltest du das Buch
jetzt besser nicht weiter lesen…
Alles, was ich in diesem Buch schreibe, ist einzig
und allein meine persönliche Meinung und meine
Ansicht und es gibt sicherlich viele Experten, die
dieser Meinung widersprechen und das ist okay.
Möge mein Buch dein Herz ganz tief berühren, es
mit viel Liebe füllen und dadurch wenigstens ein
Stück „heilen“.
Mein Vater und mein Bruder hörten sich einige
Geschichten und Visionen an, standen diesen aber
trotzdem kritisch gegenüber… bis heute. Meine
Mutter dagegen glaubte mir Vieles, aber auch für sie
war es sicherlich seltsam, dass ihre Tochter plötzlich
etwas „anders“ war. Sie verstand auch nicht
wirklich, wie das alles genau funktionierte, genauso
wenig wie ich auch, aber sie versuchte mir zu
glauben und hielt mich nicht für „verrückt“. Wäre
sie nicht hinter mir gestanden, wüsste ich nicht, wo
ich zum heutigen Zeitpunkt wäre. Danke, Mama!
Danke Papa, danke Anton, dass ihr trotzdem offen
für etwas Neues wart, auch wenn ihr nichts davon
wirklich verstanden habt.
30Zwei Jahre lang wussten nur meine Familie und
vielleicht zwei Freunde von meinem neuen „Talent/
Gabe“ (ich weiß nicht, wie ich das sonst nennen
soll…) und ich spielte bis 2017 noch brav meine
Doppelrolle. Allerdings hatte ich dann beschlossen,
einige meiner langjährigen Freunde in mein
Geheimnis einzuweihen, weil ich so unglücklich
war, denn ich hatte ja so viel zu erzählen! Aber ich
hatte Angst davor, abgelehnt zu werden und meine
Freunde dadurch zu verlieren. Glücklicherweise
waren sie zu meiner Überraschung begeistert, nach
anfänglicher Verunsicherung, was mir den Rücken
unheimlich stärkte. Danke! Auch wenn sich später
so manche Wege trennten, bin ich dankbar dafür.
Seit Dezember 2014 weiß ich offiziell von der
Existenz der Engel und seitdem ist keiner von ihnen
bei mir arbeitslos. Kurz vor Weihnachten 2014 hatte
ich eine sehr dunkle Phase in meinem Leben.
Ich war seit einem Jahr mitten im Referendariat,
kurz vor den Lehrproben. Ich hatte mich innerlich
sehr von meinem Mann entfernt, weil die Arbeit und
mein Sohn mich so beanspruchten, dass ich einfach
keine Kraft mehr hatte. Nicht einmal mehr Zeit und
Kraft für mich selbst. Woher sollte ich dann noch
Energie für meinen Mann nehmen? Ich war nicht
mehr Irene, sondern nur noch eine Maschine, die
31funktionierte. Bis die Maschine eben nicht mehr
funktionieren wollte. Am Ende dieses Jahres ging
für mich gefühlt alles den Bach hinunter. Auf der
Arbeit hagelte es nur Kritik, niemandem konnte ich
es recht machen, egal, wie perfekt ich die Show-
Stunden geplant hatte (dachte ich zumindest).
Irgendwas passte immer nicht, jedes Mal etwas
Neues. Lob? Weniger Kritik bedeutete Lob. Ich
lernte schnell, mich selbst zu motivieren, sonst hätte
ich alles schon nach zwei Monaten hingeworfen.
Der Stress nagte sehr an mir und mein Mann und
besonders mein Sohn spürten es deutlich. Ich hatte
keine echte Zeit für meine Familie. Ständig nörgelte
ich an ihnen herum, weil ich total überfordert und
so unzufrieden mit mir selbst war und machte
dadurch alles schlimmer. Mein Sohn wurde immer
aggressiver, schlug um sich, er schlief keine einzige
Nacht durch – erst mit ca. fast vier Jahren!
Ich hatte also auch nachts keine Ruhe, da ich ihn
immer ins Bett brachte und mich auch sonst gefühlt
allein um ihn kümmerte, da mein Ex-Mann
geschäftlich sehr viel unterwegs war und meist sehr
spät nach Hause kam oder auch einige Tage am
Stück fort war. Mein Ex-Mann und ich kamen uns
deswegen manchmal in die Haare, aber schlimmer
war es, dass wir nicht miteinander reden konnten,
32sodass jeder den anderen wirklich verstand. Wir
redeten quasi oft aneinander vorbei. Er verstand oft
nicht, wo mein Problem war, da in seinen Augen
alles perfekt war. Er ermöglichte uns ein schönes
Leben ohne finanzielle Sorgen und half, wo er eben
konnte und wollte. Und trotzdem war ich traurig
und unglücklich. Außen hatte ich alles, aber
innerlich fühlte ich mich leer. Und ich gab ihm
immer die Schuld, dass ich unglücklich war, was
völliger Blödsinn war, denn jeder ist für sein Glück
im Inneren selbst verantwortlich, nicht der Partner.
Später entschuldigte ich mich bei ihm dafür, dass ich
mich so falsch verhalten hatte. …
Ich war damals an einem Punkt, wo mir
erschreckenderweise plötzlich alles egal war. Ich
hatte für nichts und niemanden mehr Zeit, keine
Hobbys mehr, keine Energie. Ich hatte meinen
kompletten Lebenssinn verloren. Beruflich und
privat funktionierte nichts mehr. Alles lief aus dem
Ruder. Auch der Kinderpsychologe und die
Eheberaterin hatten keine geeignete Lösung. Ich
wollte und konnte ehrlich gesagt einfach nicht mehr.
Nichts ergab einen Sinn für mich und ich fühlte
mich wert- und nutzlos. Ich hatte jegliche Kontrolle
über mein sonst so organisiertes Leben einfach
verloren. Sieben Jahre Beziehung, davon drei Jahre
33verheiratet, wollte ich in den Sand setzen. Ich hatte
zwar noch von einer echten, großen Hochzeitsfeier
geträumt, aber dazu kam es nicht mehr. Alles wurde
mir zur Last. Ich war am Ende. Ich konnte nicht
mehr. Akku leer. Ich wollte das Referendariat
abbrechen. Ich hatte auch keine Nerven mehr für
meinen quengelnden Sohn. Nichts ging mehr.
Was auch immer das war, ob Burnout oder was auch
immer, ich wollte einfach nicht mehr. Sicher hatten
andere Menschen tragischere Erlebnisse als ich, aber
solche Empfindungen sind immer subjektiv, wie der
Schmerz auch. Den Sinn des Lebens zu verlieren,
wenn alles aus den Fingern gleitet, war für mich der
Wendepunkt meines Lebens.
Meine Mutter wollte nicht, dass ich einfach aufgebe
und schleppte mich zu einer russischen Heilerin. Ich
weiß nicht, was sie wirklich tat, ich verstand das
alles nicht zu dem Zeitpunkt, aber seitdem konnte
ich plötzlich alles klarer sehen. Das war der
auslösende Punkt für mich, an dem alles plötzlich
einen Sinn ergab und ich Dinge wahrnehmen
konnte, die andere nicht sehen konnten. Das war
mein spirituelles Erwachen. Von null auf hundert.
Ohne Vorbereitung. Boom!
34Drei Monate danach recherchierte ich viel in
Büchern und im Internet über die seltsamen Dinge,
die passierten. Und ich erlebte einiges, was ich mir
nicht erklären konnte.
Im Januar 2015 stand meine erste Lehrprobe bevor
und ich musste viel dafür vorbereiten. Mein Ex-
Mann wollte zu diesem Zeitpunkt mit seinen
Freunden Skifahren gehen wie jedes Jahr.
Ich war verärgert, weil ich seine Hilfe gern gehabt
hätte. Aber ich hatte auch ein schlechtes Gefühl und
bat ihn, nicht zu fahren. Er hörte aber nicht auf
mich… Nun ja, er kam dann doch etwas früher
zurück, weil er einen Skiunfall hatte und vom
Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden
musste. Wunderbar! Nun hatte ich ihn zwar zurück,
aber als „Pflegefall“! Ich war so schon überfordert
mit der Vorbereitung auf meine Lehrprobe und mit
meinem Kind und dann auch noch ein verletzter
Mann mit gigantisch aufgeschwollenem Michelin-
Männchen-Bein auf Krücken, der sich weigerte, die
verschriebenen Medikamente und Spritzen
einzunehmen.
Dann weiß ich nicht, was in mich gefahren ist, aber
ich setzte mich intuitiv neben ihn aufs Bett, fragte,
ob ich sein kaputtes Knie berühren durfte und stellte
35mir in diesen wenigen Sekunden vor, wie er
vollkommen heil und gesund ist, durch das
Wohnzimmer hüpft und mit unserem Sohn Fußball
spielt. Aber diese Vorstellung war so real in diesem
Moment, dass ich es kaum in Worte fassen kann.
Am nächsten Morgen sollte er eigentlich einen OP
Termin vereinbaren etc., aber er wartete noch ab.
Stattdessen kam er aus dem Schlafzimmer und hatte
eine enge Jeans an! Zuvor hatte er kaum in seine
breite Jogginghose gepasst! Ich war sprachlos. Ich
dachte, er hätte heimlich doch die Medizin
genommen, aber sie war noch originalverpackt.
Er war aber auch etwas überrascht, kam auf mich zu
und fragte, wie ich das gemacht hatte. Ich wusste
nicht, was er meinte, weil ich es selbst nicht
begreifen konnte. Dann meinte er: „Kannst du das
nochmal machen? Dann muss ich nicht zur OP,
sondern kann im Februar wieder Skifahren gehen!“
Sehr witzig!! Ich fand das wirklich nicht lustig in
meiner Situation. Und ich legte daher nicht mehr
meine Hand auf.
Was dann geschah, war dennoch faszinierend.
Einige Tage später brauchte er keine Krücken mehr,
sondern konnte schon leicht auftreten. Er ging zu
Fuß in die Stadt einkaufen und spielte tatsächlich
36Fußball mit unserem Sohn im Wohnzimmer. Eine
weitere Woche später ist er Fahrrad gefahren. Und
im Februar ging er tatsächlich wieder Skifahren …
ohne OP. Nach zwei Jahren hatte er wieder einen
kleineren Unfall und musste sich dann doch
letztendlich der Knie-OP unterziehen. Naja, manche
lernen es wohl nie… oder vielleicht sehr spät? Die
Hoffnung stirbt zuletzt. Das war meine erste
spontane „Heilerfahrung“ oder was auch immer das
war. Vielleicht war es auch einfach nur Zufall und
das Knie heilte von selbst, ich weiß es wirklich
nicht. Auf jeden Fall war es eine spannende Story.
Ich habe danach viel über das geistige Heilen
gelesen und wollte wissen, wie das, was ich getan
hatte, hieß. Im Jahr 2017 habe ich mich dazu
entschlossen, den 1. Und 2. Grad in Rainbow-Reiki
zu machen, um die Techniken zu erlernen. Und ich
buchte ein Seminar in London am international
bekannten Arthur Findlay College für paranormale
Phänomene, um meine medialen Talente oder was
auch immer das war, zu verstehen und steuern zu
können, wie ich zuvor bereits erwähnt hatte.
In dieser Zeit habe ich auch plötzlich angefangen,
Menschen wahrzunehmen, die nur ich sehen
konnte. Ich konnte sie aber nicht einordnen. Zuerst
dachte ich, es wären Engel in Menschengestalt, jetzt
37weiß ich, dass es verstorbene Seelen waren, die ich
wahrnahm. Das war alles vor den Ausbildungen.
Einmal sah ich im Wohnzimmer beim Blumengießen
plötzlich ein kleines blondes Mädchen mit Locken.
Sie sah wunderschön aus. Ich kniete mich zu ihr
nieder und fragte sie nach dem Namen. Sie
antwortete mir in Gedanken (also telepathisch), sie
heiße Sophia. Ich musste in dem Moment weinen,
weil ich das Gefühl hatte, dass ich sie irgendwoher
kannte. Sie legte ihre Arme um mich als Trost und
danach verschwand sie wieder. Ich sah sie nie
wieder. Aber ich denke manchmal an sie.
An einem anderen Abend lag ich mal wieder alleine
im Bett und es war stockdunkel, aber ich konnte
nicht einschlafen. Plötzlich stand vor meinem
inneren Auge ein schlanker, dunkelhaariger Mann in
einem beigen Hemd und einer khakifarbenen Hose
rechts neben meinem Bett. Er erschien etwas
durchsichtig. Ich war gar nicht geschockt. Ich fragte
einfach aus Neugier, wer er sei und er sagte mir
seinen Namen. Leider weiß ich ihn nicht mehr
genau, irgendetwas mit M. Er setzte sich dann
neben mich auf die Bettkante und ich redete ein
wenig mit ihm, aber ich kann mich an keine Details
mehr erinnern, weil ich nicht immer alles
aufgeschrieben habe (leider)…
38Auch eine Frau erschien mir in dieser Nacht. Sie war
schlank und hatte dunkle, glatte, schulterlange
Haare. Ihr Name war Monika. Das Seltsame war,
daran erinnere ich mich noch, dass meine Augen
etwas brannten, weil ich mich aus Müdigkeit an
diesem Abend nicht mehr abgeschminkt hatte und
Monika mich quasi aus dem Bett ins Bad „schob“,
um mich abzuschminken. Ich erinnere mich daran,
dass sie sagte, sie sei Kosmetikerin gewesen und half
mir beim Abschminken. Ich spürte meine eigenen
Hände in diesem Moment nicht mehr, denn es fühlte
sich an, als ob sie meine Hände bewegte. Ich
schaute einfach in den Spiegel und sah zu, wie sie
mir das Make-up abnahm. Das war ein wirklich
komisches Gefühl. Danach ging ich ins Bett und
schlief ein.
Mein Sohn nahm in dieser Zeit auch vermehrt
„Monster“ wahr. Er rief dann plötzlich und sagte
mir, wo sie stehen würden und welche Farbe und
Gestalt sie hätten. Wir gingen dann ganz
abenteuerlich auf Monsterjagd, bis alle Monster die
Wohnung verlassen hatten. Das war fast schon
wieder lustig!
Einmal waren wir in einem Restaurant in Würzburg
mit unserem Sohn und beim Hinausgehen rief er
plötzlich: „Mama, schau mal, da oben in der Ecke ist
39Michael!“ Ich war etwas irritiert und hoffte, dass es
keiner mitbekommen hatte. Ich sah zwar
niemanden in dem Moment, aber ich glaubte
meinem zweijährigen Sohn. Zu diesem Zeitpunkt
wusste ich noch nicht, dass es mein Geistführer
Erzengel Michael war (das erfuhr ich erst 2017 auf
dem College in London von drei unabhängigen
Medien).
Ein weiteres, aber weniger erfreuliches Erlebnis,
hatte ich mit meinem Bruder in der Anfangsphase
des spirituellen Erwachens. Aus heiterem Himmel
wusste ich plötzlich in meinem Inneren, dass seine
damalige Freundin fremdging. Ich hatte einfach so
diese Vision. Ich wusste nicht, was ich tun sollte.
Letztendlich entschied ich mich dazu, ihm
zumindest davon zu erzählen, ohne Gewähr, dass
irgendwas davon stimmte. Er glaubte mir natürlich
nicht. Aber der Gedanke ließ ihn nicht los und er
machte sich auf den Weg zu ihr. Sie gab zu, dass es
noch jemand anderen gab, dachte aber, das wäre für
ihn nicht weiter schlimm. Mir hat es vollkommen
ausgereicht, meinen Bruder tagelang bitterlich
weinen zu sehen, weil er nach all dem am Boden
zerstört war. Er hatte sich offensichtlich so richtig in
sie verliebt und ahnte selbst nicht, dass er
tatsächlich so starke Gefühle für sie entwickelt
40hatte. Ich hatte meinen Bruder nie zuvor weinen
gesehen.
Ein anderes merkwürdiges Erlebnis hatte ich, als ich
eine Art außerkörperliche Erfahrung oder
Astralreise gemacht habe, ohne zu wissen, was das
eigentlich war.
Ich wollte meinen Bruder einmal in seiner
Studenten-WG in Stuttgart besuchen, kam aber nie
dazu. Er hatte mir auch nie was darüber erzählt.
Also wagte ich ein Experiment und besuchte ihn in
meinen Gedanken. Es fühlte sich an, als würde
meine Seele den Körper verlassen und auf reisen
gehen. Also kam ich in der Wohnung an, sah mich in
jedem Raum um, ging in die Küche (in Gedanken,
aber es war wie real für mich), sah eine weiße
Küche, Fenster vorne, graue Arbeitsplatte, die
Schränke wie im Flur rechts und links aufgebaut.
Und in der Küche stand ein Mann mittleren Alters,
mit großem Bauch, leichter Glatze und einer Harry-
Potter-Brille, der Kaffee trank. Dann hatte ich genug
gesehen und ging wieder zurück in meinen Körper.
Als ich meinen Bruder das nächste Mal bei meinen
Eltern zu Besuch sah, fragte ich ihn, ob er eine
Küche hätte, die wie folgt aussah und beschrieb ihm
den Mann. Meinem Bruder fiel die Kinnlade runter.
„Woher kennst du meinen Mitbewohner?! Und
41warst du heimlich in meiner Wohnung?!“, fragte er
völlig perplex. Danach fiel mir auch die Kinnlade
runter. Holy Shit, dachte ich mir nur.
Weil ich schon immer neugierig war und viel wissen
wollte, dachte ich mir, ich könnte doch mal da hin
reisen, wo es momentan noch unmöglich oder zu
teuer ist: auf den Mond! Also ab auf die Couch,
Augen zu, entspannen und los ging die Reise. Zu
diesem Zeitpunkt hatte ich absolut keine Ahnung
von Hypnose oder Trance oder Selbsthypnose. Ich
machte alles intuitiv. Meine Hypnoseausbildung
machte ich erst im Herbst 2018. Also reiste ich zum
Mond! Ich kam dort an und setzte mich auf die
harte Oberfläche. Es fühlte sich an wie auf einer
Tischkoralle, so kalkig und hart. Bequem ist was
anderes. Die Luft war kühl und wenn ich mit
meinen Händen auf die Oberfläche des Mondes
leicht klopfte, löste sich Staub. Echt faszinierend.
Aber das schönste war, vom Mond aus auf unseren
Planeten Erde zu blicken. Ich war so geflasht, wie
atemberaubend schön unser blauer Planet ist….
Nachdem ich mich satt gesehen hatte, ging ich
wieder zurück in meinen Körper und machte mir
einen Kaffee. In 2020 machte ich dann mit einem
Klienten von mir eine Reise zu Mars, was auch sehr
spannend war. Diesmal war er sprachlos.
42Im folgenden Kapitel erzähle ich dir erstmal von
Zeichen von der geistigen Welt, also von
Verstorbenen, Engeln, Geistführern, vom
Universum, Gott oder wie auch immer du es
interpretieren möchtest und berichte über eine
mögliche Bedeutung von wiederkehrenden
Doppelzahlen, die alle Zeichen für Synchronizitäten
sind, die du vielleicht schon beobachtet hast.
Synchronizität bedeutet, dass du mit der geistigen
Welt verbunden und damit in Kommunikation bist.
Daher erhältst du quasi gleichzeitig Antworten auf
deine Fragen im Außen. Du kennst beispielsweise
11:11 auf der Uhr und wenn du das oft siehst, dann
öffnet sich langsam dein drittes Auge und damit
dein Kanal zum Universum. Mehr dazu im
folgenden Kapitel … Wenn du tiefer in diese
Themen einsteigen möchtest, empfehle ich dir
Bücher zu Numerologie, Synchronizitäten oder
Jenseitskontakt-Medien wie Pascal Voggenhuber.
43KAPITEL 2
ZEICHEN VON DER GEISTIGEN
WELT
Engel, Geistführer, Verstorbene oder das
Universum senden uns viele Arten von Zeichen,
doch in unserem hektischen Alltag bemerken wir sie
oft nicht. Ich werde im Folgenden einige Beispiele
nennen, die ihre Präsenz zeigen. Vertraue deiner
Intuition. Achte einmal bewusst auf solche Zeichen
in deinem Alltag, lass die Wunder geschehen und sei
dankbar dafür, dass du sie empfangen durftest. Auch
Tiere, denen du plötzlich begegnest oder im Traum
wie Schmetterlinge, Raupen, Libellen, Schlangen
etc. haben eine Bedeutung. Da ist es ratsam, bei den
Krafttieren nachzuschlagen. Dazu gibt es viele
Bücher und auch im Internet findest du viel dazu.
Im Folgenden werde ich den Sammelbegriff
„Geistige Welt“ verwenden, damit man es besser
lesen kann.
44Die geistige Welt macht sich häufig durch Federn
bemerkbar und zwar Federn jeglicher Art, von
Daunenfedern aus deiner Jacke über Vogelfedern im
Wald, in den verschiedensten Farben. Wenn du diese
Feder bemerkst, ist das ein Zeichen dafür, dass die
geistigen Helfer bei dir sind und sie damit deine
Aufmerksamkeit erhalten. Begrüße sie in solchen
Momenten in deinen Gedanken und bedanke dich
bei Ihnen für ihre Unterstützung und ihre Liebe.
Wenn ich das tue, höre ich manchmal ein
Flügelschlagen und empfinde dabei ein
Glücksgefühl. Sie freuen sich in diesem Moment
wahrscheinlich genauso wie ich!
Die geistige Welt zeigt sich auch durch
verschiedene Formen. Schau dir einmal die Wolken
an… hast du auch schon einmal ein engelähnliches
Muster am Himmel gesehen, einen „Wolkenengel“?
Ich habe letztens erst wieder eines bemerkt, als ich
auf dem Weg zu meinen Eltern war: ein fliegender
Engel, ganz zart in den hellblauen Himmel
e i n g r a v i e r t . M a n c h m a l s i e h t m a n a u c h
Wolkenherzen.
Auch Düfte können Zeichen von der geistigen
Welt oder Verstorbenen sein. Meistens duftet es
plötzlich nach Vanille oder einem ähnlich sanften
45Geruch. Verstorbene können sich auch durch Duft
melden, beispielsweise der Opa, der sein ganzes
Leben lang geraucht hat. Plötzlich riecht es nach
Zigaretten, aber es ist niemand in der Nähe, der
tatsächlich raucht. Das ist mir schon mal passiert,
als der verstorbene Schwiegervater plötzlich „zu
Besuch“ kam und es nach Zigaretten roch, obwohl
alle Fenster zu waren und es niemand sonst außer
mir wahrnahm.
Babys, Kleinkinder und Tiere haben keinen
Filter, was bedeutet, dass sie die geistige Welt zu
100% wahrnehmen können. Deshalb sehen wir
manchmal, wie ein Baby in eine bestimmte Richtung
blickt und plötzlich über beide Ohren strahlt und
irgendjemandem zuzulächeln scheint. Kleinkinder
sehen oft sogenannte Geister, die sie häufig
irrtümlicherweise als „Monster“ bezeichnen, weil sie
zum Beispiel Verstorbene aus der Verwandschaft, die
sie nie kennengelernt haben, nicht zuordnen
können. Mein Sohn hat beispielsweise vor zwei
Jahren in einem Restaurant zu mir gesagt: „Schau,
Mama! Da in der Ecke steht Michael!!!“ Ich hatte es
nicht wirklich verstanden, weil ich zu diesem
Zeitpunkt erst am Erwachen war, aber er hatte
recht. Es war mein Geistführer Erzengel Michael.
Mein Sohn wusste schon früher von seiner Existenz.
46Mein Hund Leo, ein Malteser, sah auch
gelegentlich Geistwesen. Das sah man daran, dass er
mit allen Mitteln versuchte, sie aus seinem Korb
hinauszujagen oder er stand vor einer Wand und
bellte diese scheinbar grundlos an. 2020 ist Leo
leider mit 14 Jahren in den Himmel gegangen… Ich
vermisse ihn sehr, auch wenn ich gesehen habe, dass
e r d o r t g e s u n d i s t u n d a u f d e r Wi e s e
herumspringt… Und Katzen sehen die Energie,
daher ist eine Katze das beste Radargerät, wenn
man Geistwesen oder Fremdenergien aufspüren
will. Auch Kühe sind zum Beispiel hellsichtig und
Delfine oder Pferde spüren auch die Energien sehr
deutlich.
Das Radio ist ein geniales Medium, das die
geistige Welt gerne benutzt, um mit uns zu
kommunizieren. Ebenso die sozialen Netzwerke wie
Facebook oder Instagram, wo wir zum Beispiel
Sprüche des Tages oder ähnliches lesen dürfen.
Haben wir ein bestimmtes Problem, läuft plötzlich
im Radio ein Lied, das genau die Antwort für unser
Problem liefert. Ich war einmal ziemlich traurig,
weil ein paar Dinge beruflich und privat nicht so
verlaufen sind, wie ich es mir gewünscht hätte und
als ich ins Auto stieg und das Radio einschaltete, lief
plötzlich ein brandneues Lied von Mark Foster mit
47dem Titel „Alles wird gut…irgendwann“. Das
spendete mir so viel Trost, dass ich gut gelaunt nach
Hause fahren konnte, weil ich wusste, dass
tatsächlich alles wieder gut werden würde…
irgendwann. Und es wurde auch alles wieder gut
nach kurzer Zeit. Ein Zeichen über das Radio, das
mich zutiefst berührt hat, bekam eine Freundin von
ihrem verstorbenen Vater kurze Zeit nach seinem
Tod. Sie war noch ein Kind, als er plötzlich verstarb
und eines Tages ging aus heiterem Himmel das
Radio im Auto an und sein Lieblingslied spielte. In
solchen Momenten sind wir quasi auf der gleichen
Wellenlänge mit der geistigen Welt oder unseren
Verstorbenen. Auf derselben Radiofrequenz quasi…
Geld, das wir plötzlich irgendwo finden, ist ein
Geschenk des Himmels. Sei es ein Cent oder sogar
ein Geldschein. Manchmal steht da ein Datum oder
eine Zahl drauf, die für uns eine Bedeutung haben.
Das ist dann ein klares Zeichen von oben. Ich hatte
einmal ein interessantes Erlebnis. Nachdem ich die
Rechnung für den Steuerberater bezahlt hatte, war
ich etwas traurig, dass es diesmal doch so viel war.
Ich zog meine Joggingsachen an und ging mit
meinem Sohn raus aufs Feld und auf dem Weg
dahin lag ein 50-Schein direkt vor meinen Füßen
und es war niemand weit und breit in der Nähe, der
48ihn eventuell hätte verloren haben können. Ich
nahm ihn also mit und musste einfach nur lachen,
weil ich so überwältigt war von diesem
Himmelsgeschenk. Danke!!!
Lichtstrahlen deuten oft auf die geistige Welt
oder Engel. Mir ist es einige Male passiert, dass ich
abends den Rollo in der Küche runtermachen wollte,
als die Abendsonne plötzlich so stark durch das
gegenüberliegende Nachbarsfenster blitzte und in
Form eines leuchtenden Kreuzes erschien. In diesem
Moment fühlte ich einen unglaublichen Frieden und
hatte ein unbeschreibliches Gefühl von
Geborgenheit und Glück in mir. Ich glaube aber,
dieses Kreuz war in diesem Fall eher ein Zeichen
von Gott selbst als von den Engeln. Zumindest war
es meine Interpretation in diesem Moment. Auch
Lichtkugeln, sogenannte „Orbs“, auf Fotos sind
Zeichen von Engeln oder der geistigen Welt in der
Nähe. Ich hatte auch mehrmals einen leichten
blauen Streifen auf dem Foto, der da eigentlich
nicht hingehörte. Auch dieser zeigt die Präsenz der
Engel, meist Erzengel in diesem Fall, an. Im Urlaub
auf Rügen 2020 schoss mein jetziger Lebenspartner
M. spontan ein Foto von mir bei der Kreideküste am
Nationalpark. Das eine Bild zeigte mich mit einer
gigantischen blauen Kugel über meinem Kopf und
49über dieser blauen Kugel war eine goldene Kugel
mit Doppelrand. Und über diesen Kugeln, die sich
leicht berührten, war noch ein Regenbogen. Sowas
von traumhaft!!! Dieses Bild hängt seitdem in
meiner Hypnosecoachingpraxis als Erinnerung, dass
mein geistiges Team selbst im Urlaub dabei ist. Ich
bin so unendlich dankbar dafür… und berührt
zugleich.
Regenbogen … jeder kann theoretisch einen
Regenbogen sehen, aber nicht jeder nimmt ihn in
dem Moment wahr, in dem er erscheint. Wenn du
einen Regenbogen wahrnimmst, dann frage deine
Engel oder die geistige Welt, welche Botschaft sie
für dich gerade haben und warte ab, welche
Antwort zu erhältst. Die erste Antwort, die du
bekommst, ist immer die richtige. Zweifle nicht
daran und stelle die geistige Welt nicht auf die
Probe! Sobald du anfängst, zu lange zu überlegen,
schaltet sich nämlich dein Ego, dein Verstand ein
und das ist dann definitiv nicht die Botschaft aus der
geistigen Welt oder deine Intuition.
Plötzliche Temperaturschwankungen sind auch
ein Signal der geistigen Welt. Es kann passieren,
dass dir ganz plötzlich kalt wird, du auf einer Seite
des Körpers Gänsehaut bekommst oder dich ein
50kalter Schauer überkommt. Manchen Menschen
wird es auch überraschend warm. Das zeigt, dass
eventuell ein Verstorbener sich dir mitteilen will,
weil er womöglich ein ungelöstes Problem hat oder
dein Geistführer tritt in deine Aura und deutet
damit an, dass er neben dir steht.
Manchmal spürt man eine besondere Energie in
einem Raum und kann es sich nicht erklären. Oder
man hat das Gefühl, dass jemand an dir vorbeigeht
oder auf dem Bettende sitzt. Manche Menschen
hören in solchen Fällen auch Schritte oder
Klopfgeräusche aus der Heizung oder das Licht
flackert plötzlich. Auch das können Zeichen von
Engeln oder von Verstorbenen sein. Besonders leicht
manipulierbar ist Elektrizität, da ja Energie auch
eine Art Elektrizität ist. Daher ist es für Verstorbene
oder geistige Helfer leicht, deinen Fernseher, Handy
oder Radio spinnen zu lassen oder auch Lampen.
Oft erlebe ich es, wenn ich Musik auf meinem
Handy spielen lasse, dass sie plötzlich aus heiterem
Himmel einfach gestoppt wird. Dann lächle ich und
mach sie wieder an. Und im nächsten Moment wird
die Musik wieder ausgeschaltet. Ja, auch so manche
Fernsehabende gingen schon schief, weil die geistige
Welt dazwischenfunkte und die Technik plötzlich
völlig versagt hatte. Auch nahm ich einmal ein
51Video für YouTube auf, um im nächsten Moment bei
der Bearbeitung feststellen zu müssen, dass das
gesamte Video komplett ohne Ton gedreht wurde.
Ich fragte einen Informatiker, wie das möglich sei,
ohne dass ich etwas gedrückt hatte und er war auch
etwas ratlos. Tja, das Video sollte wohl einfach nicht
sein. Ich musste ein zweites drehen…. Und das ging
dann einwandfrei. Auch die Stehlampe in meiner
Praxis machte einmal Faxen, als ich lesen wollte.
Mein Sohn saß da neben mir und lachte sich kaputt,
weil ich die Lampe anmachte und sie danach
ausging, als ich sie erneut einschaltete, ging sie nach
3 Sekunden wieder aus. War wohl nix mit Lesen…
ich machte sie ein drittes Mal an und wieder ging
sie aus! Dann dämmerte es mir und ich bat in
Gedanken, wer auch immer hier Streiche spielte,
sollte jetzt damit aufhören… und dann ging die
Lampe plötzlich wieder und blieb dann auch
stundenlang an, sodass ich endlich nicht in der
Dunkelheit lesen musste…. Manche Geistwesen
oder Verstorbene können sogar Gegenstände
entfernen und dann tauchen diese einige Tage
später plötzlich wieder auf… mehrere Klienten
haben mir schon so viele solcher Geschichten
erzählt, die sie erlebt hatten.
52Es kann aber auch vorkommen, dass man einen
Raum betritt und merkt, dass da „dicke Luft“
herrscht. Das ist ein Phänomen, das man manchmal
beobachtet, wenn sich vorher jemand in diesem
Raum gestritten hat oder vielleicht auch jemand in
diesem Raum verstorben ist. Das hast du vielleicht
auch schon mal erlebt, oder? Man fühlt sich einfach
unwohl. In diesem Fall hilft Räuchern mit Salbei
oder Weihrauch, um die negative Energie zu
beseitigen und den Raum zu neutralisieren. Und
dann stellt man sich in Gedanken vor, wie der
gesamte Raum mit weißem und dann mit violettem
Licht durchflutet wird. Oder man bucht „Ghost
Busters“, wenn das auch nicht hilft. Manche
Verstorbene haben vielleicht etwas mitzuteilen und
gehen daher noch nicht weg. Es gibt so viele
Gründe…
Ich habe es einmal erlebt, als ich ein
wunderschönes Kleidungsgeschäft betrat und
obwohl es wirklich schön gestaltet war, fühlte ich
mich unglaublich unwohl und musste unbedingt
hinaus. Ich bekam dort fast keine Luft! Und ich
spürte eine so negative und drückende Stimmung,
dass mir die Lust verging, mich dort überhaupt
umzusehen. Ging es dir auch schon einmal so? Aber
du konntest es dir nicht erklären? In diesem Fall
rate ich dir, auf dein Bauchgefühl zu hören und den
53Raum tatsächlich zu verlassen. Alles hat einen Sinn
und die geistige Welt kann uns damit auch warnen.
Du kannst dir auf jeden Fall sicher sein, dass
deine geistigen Helfer dich immer unterstützen,
wenn du sie vorher um Hilfe gebeten hast. Das ist
ein wichtiger Faktor. Unser geistiges Team unterliegt
dem Gesetz des freien Willens, daher werden sie
niemals einfach intervenieren, wenn du es nicht
erlaubst. Also bitte um Hilfe, dann dürfen sie
einschreiten und dich unterstützen. Wenn ein Tag,
der mit Terminen und sonstigen Verpflichtungen
vollgestopft ist, völlig unkompliziert und reibungslos
verläuft, obwohl du vorher dachtest, du schaffst das
nie … dann waren deine Engel am Werk. Bedanke
dich für ihre Hilfe in Gedanken oder mit einem
Gebet, wie es für dich persönlich stimmig ist. Sie
hören dich immer. Aber auch Engel haben einen
freien Willen… merke dir das. Sie müssen nicht
alles erfüllen, was du verlangst, sondern nur das,
was zum Wohle des Ganzen ist…und niemandem
schadet.
Über Werbung im Fernsehen, auf Plakaten,
Littfasssäulen, auf Social Media Kanälen, in
Zeitschriften etc. kommuniziert die geistige Welt
ebenfalls mit uns. Achte genau auf die Botschaften!
Manchmal sind sie ein Ratschlag für eine Reise oder
54ein Hinweis auf ein gutes Angebot, auf das du schon
lange gewartet hast. Oder einfach eine Antwort auf
eine von dir gestellte Frage… Ich habe es häufig
erlebt, dass ich beim Öffnen von YouTube plötzlich
eine Videoempfehlung bekam, die mir genau das
beantwortete, wonach ich gesucht hatte.
Stimmen im Kopf oder Hellhören können auch
Zeichen von der geistigen Welt sein. Nur weil du
Stimmen hörst, bist du nicht gleich verrückt.
Menschen, die nichts von Spiritualität verstehen
(wollen), werden dich aber wahrscheinlich wirklich
nicht verstehen. Deine Innere Stimme ist ja die
Intuition. Selbst Tiere und Pflanzen können dadurch
mit dir kommunizieren. Das kennen viele
Pferdebesitzer bestimmt sehr gut.
Wo du bei Stimmen eventuell aufpassen solltest,
ist das Thema der Fremdenergien oder
„Besetzungen“ bzw. „Anhaftungen“ von negativen
Energien oder negativen verstorbenen Seelen, aus
diesem oder aus früheren Leben. Da kann es
manchmal vorkommen, dass du dich wie
fremdgesteuert fühlst und Dinge tust oder sagst, die
eigentlich nicht deiner Natur entsprechen und du
aber nicht anders kannst als dementsprechend zu
handeln. Vor allem, wenn du plötzlich unter einer
Sucht leidest, ohne erklärlichen Grund, wäre es
55sinnvoll, sich mal darüber zu informieren. Lies am
besten zusätzliche Literatur zu diesem Thema, wenn
du dich angesprochen fühlst, zum Beispiel das Buch
von Edith Fiore über Besetzungen oder gehe zu
einem guten Heiler, um dir helfen zu lassen. Es gibt
viele Menschen, selbst Jenseitskontakt-Medien, die
die Existenz von Fremdenergien völlig abstreiten
und sagen, dass alle Seelen natürlich sofort ins Licht
gehen. Auch böse Menschen? Okay, jeder hat eben
seine Meinung. Ich habe einfach andere Dinge
erlebt und lass es deshalb einfach mal so stehen.
Vielleicht ist alles nur Einbildung, ich weiß es nicht.
Ich habe einfach auch Seelen erlebt, die feststeckten
durch Rachegefühle, Wut etc. oder die das Licht
nicht sahen, weil sie nicht an den Himmel geglaubt
hatten oder Angst hatten, ins Licht zu gehen, weil
sie dachten, sie würden dort sehr hart für ihre
Sünden bestraft werden, weshalb sie lieber in ihrem
eigenen Gefängnis auf der Erde feinstofflich bzw.
erdgebunden zurückgeblieben waren.
Die geistige Welt, Engel und Verstorbene zeigen
sich auch gern dadurch, dass sie mit ihrer Energie
Schmetterlinge in deine Nähe schicken. Das heißt
nicht, dass sich der Geist der Verstorbenen im
Schmetterling befindet. Es können aber auch deine
56Geistführer sein, die dir ein Zeichen schicken
möchten. Achte mal darauf. Die Farben der
Schmetterlinge haben auch eine Bedeutung, aber
detaillierte Infos dazu googelst du lieber. Schau
auch nach dem Krafttier Schmetterling, um weitere
Botschaften zu erhalten. Ich liebe Schmetterlinge
und freue mich immer, wenn sie an mir
vorbeifliegen oder auch mal Platz auf meiner
Schulter oder auf meiner Hand nehmen.
In Träumen liefert die geistige Welt uns auch
viele Informationen oder hilft uns, bei Albträumen
beispielsweise, seelische Wunden aus diesem oder
vergangenen Leben stückweise zu heilen. Manchmal
sind die Träume sehr symbolhaft und schwer zu
entziffern, aber es gibt viele Nachschlagewerke über
Traumsymbole, die du dir als Hilfe holen kannst.
Versteife dich aber nicht auf die Deutungen in den
Büchern, sondern vertraue deiner Intuition, welche
persönliche Botschaft der Traum für dich hat. Damit
fährst du meist am besten. In Träumen verarbeitest
du nicht nur deinen Tag, sondern triffst womöglich
auch deine Seelenfamilie oder bekommst konkrete
Anweisungen, wie du deinen Seelenplan erfolgreich
umsetzen kannst in dieser Inkarnation.
Wiederkehrende Träume aus Zeiten des Mittelalters
oder anderen Zeiten können auch Hinweise auf
57Themen aus früheren Leben sein, die du dir
eventuell mit einem Rückführungsleiter anschauen
solltest. Wenn diese Träume bedeutungslos wären,
würden sie ja schließlich nicht ständig
wiederkehren, oder?
Aber es kommt auch vor, dass du konkrete
Antworten auf ein bestimmtes Problem erhältst oder
Verstorbene tauchen auf und sagen dir, dass es
ihnen gut geht auf der anderen Seite und dass sie an
dich denken. In Träumen tauchen Engel und
Verstorbene gerne auf, weil unser Unterbewusstsein
für ihre Botschaften empfänglich ist. Wir sind dann
nämlich auf „ihrer Welle“. Wer sich oft an seine
Träume erinnert, kann beispielsweise ein
Traumtagebuch führen, um sich die Botschaften
bewusst zu machen und sie nicht zu vergessen. Oder
man spricht sie einfach schnell aufs Handy, wenn
man nichts zur Hand hat.
58ZAHLEN ALS ZEICHEN DER
GEISTIGEN WELT…
Z a h l e n , s i c h w i e d e r h o l e n d e Z i f f e r n ,
Zahlenkombinationen nutzen die Engel oder die
geistige Welt sehr gerne, um mit uns in Kontakt zu
treten. Wenn du von der Numerologie schon gehört
hast, wird dir einiges bekannt vorkommen. Wenn
nicht, lies mal ein Buch dazu und du wirst staunen,
was Zahlen alles über dich aussagen können,
ähnlich wie bei der Astrologie. Oder mach einen
Termin beim Numerologen und du wirst sehen, was
man durch Zahlen alles über deine Persönlichkeit,
deinen Seelnplan und Ähnliches erfahren kann.
Du siehst die Zahlen an einer Digitaluhr, am
Handy, auf Autokennzeichen etc. Jede Zahl hat
dabei eine besondere Aussage. Aber selbst wenn du
dir nicht sicher bist, welche Zahl nun welche
Bedeutung hat, kannst du dir zumindest sicher sein,
dass 1111 oder 444 immer die Engel sind, die dich
grüßen und dir zeigen, dass sie bei dir sind. In
solchen Momenten kannst du die Engel auch
einfach in Gedanken fragen, welche konkrete
Botschaft sie für dich in diesem Moment haben.
Vielleicht möchten sie dich gerade jetzt auf etwas
Wichtiges hinweisen.
5911, 111, 1111 bedeutet, dass du dich in diesem
Moment darauf konzentrieren solltest, was du
wirklich möchtest und nicht auf etwas, das du nicht
willst. Das Resonanzgesetz wirkt immer und überall
und das, woran du denkst, manifestiert sich dann in
der Realität. Gedanken formen Materie. Wenn du
an Schulden denkst, fließt die gesamte Energie auf
die Schulden, weil die Schulden deine volle
Aufmerksamkeit haben. Energie fließt immer
dahin, wo die Aufmerksamkeit hingeht. Dreh den
Spieß um! Stelle dir vor, dass du alle Rechnungen
problemlos bezahlen kannst und dass das Geld
selbst zu dir kommt. Und fühle in dein Herz hinein,
wie befreit du bei diesem Gedanken bist.
Manifestiere genau dieses Gefühl. Dann ziehst du
auch die Dinge in dein Leben, die dir genau dieses
Gefühl der Fülle vermitteln. Und führe ein
Dankbarkeitstagebuch, um die Fülle zu generieren.
1111 bedeutet auch, dass du langsam zu
erwachen beginnst und die Synchronizitäten
wahrnimmst, also Dinge, die gleichzeitig passieren,
wenn du beispielsweise an sie denkst. Du denkst an
deine beste Freundin und plötzlich ruft sie an oder
schickt dir eine Nachricht oder sie läuft dir in der
Stadt über den Weg. Das ist mit dem Begriff
Synchronizität gemeint. Das heißt, dein Kanal nach
60oben öffnet sich allmählich, sodass du bereit bist,
hinter die Kulissen zu blicken und die Welt zu
begreifen beginnst.
1111 steht auch im übertragenen Sinn für
Lichtarbeiter oder Indigokinder, die hier gerade jetzt
inkarniert sind, weil sie einen bestimmten Zweck
erfüllen sollen, um der Menschheit beim
Entwicklungsprozess zu helfen. Zu diesen
Lichtarbeitern gehörten in Vergangenheit zum
Beispiel Persönlichkeiten wie Martin Luther King
(Bürgerrechtsbewegung gegen Rassentrennung in
Amerika), Albert Einstein (Relativitätstheorie),
Ghandi (Friedensbewegung), Leonardo da Vinci
(bahnbrechende Erfindungen; Goldener Schnitt
etc.) und viele mehr, die eine Bewegung und damit
eine große Veränderung ausgelöst haben. Siehst du
die 1111, dann sei sicher, dass alles gut wird.
Vertraue darauf! Du bist auf dem richtigen Weg.
222 bedeutet, dass sich im Moment etwas
manifestiert. Achte also darauf, nicht ein Projekt
oder eine Idee zu verwerfen, weil du glaubst, dass
es nichts mehr wird. Es befindet sich mitten im
Entstehungsprozess und wird sich in kürzester Zeit
vollendet zeigen. Also gib nicht auf, sondern bleib
dran!
61333 bedeutet, dass aufgestiegene Meister in
deiner Nähe sind. Dies kann zum Beispiel Jesus
selbst sein oder andere Meister wie Mutter Maria
oder Maria Magdalena. Maria Magdalena ist
übrigens Jesus Dualseele. Der aufgestiegene Meister
will damit sagen, dass er bei dir ist, dich unterstützt
und dir Halt und Schutz gibt. 333 sehen viele
Menschen, die sich über Gott Gedanken machen
und dies anderen Menschen auch mitteilen wollen,
um sie auch zum Erwachen zu bringen. Da man
aber nicht bei allen Menschen auf fruchtbaren
Boden trifft, ist es manchmal mühsam und man
fühlt sich einsam und oft nicht verstanden von
seinen Mitmenschen. Daher taucht in solchen
Momenten oft die 333 auf, um dir Trost zu spenden
und dir zu sagen, dass du von Jesus und der
geistigen Welt Unterstützung bekommst, weil sie
dich genau verstehen. Du solltest dich in dieser Zeit
zurückziehen und meditieren oder beten, dann wird
sich alles wieder von alleine ordnen. Nutze die Zeit
und kehre in deine Mitte zurück.
444 bedeutet, dass die Engel im Moment in
deiner Nähe sind. Manche Menschen berichten, dass
sie zum Beispiel nach einem Unfall die 444 gesehen
haben oder andere sind im Krankenhaus nach dem
62Koma um 4:44 Uhr aufgewacht. Die Engel sind also
in gefährlichen Situationen immer in deiner Nähe.
555 nutzen die Engel, um zu zeigen, dass du
dich jetzt fest anschnallen solltest, weil sich dein
Leben demnächst stark verändern wird. Es kann sich
sowohl in die positive als auch in die negative
Richtung verändern. Veränderung ist die einzige
Konstante im Leben. Ohne Veränderungen gäbe es
nur einen Stillstand, das ist aber kein Leben. Mach
dir aber keine Sorgen. Selbst wenn du das Gefühl
hast, alles gehe den Bach hinunter und versinke im
Chaos … bleib ruhig! Warum? Es sortiert sich nur
neu. Im Jahre 2020 ist es aber wirklich eine große
Herausforderung, ruhig zu bleiben, wenn
international alles chaotisch und unsicher ist und
die Angst die Herrschaft so ziemlich übernommen
hat. Es wird wohl eine Weile dauern, bis sich alles
wieder neu sortiert hat…
Wenn du häufig die 666 siehst, bedeutet das,
dass deine Gedanken sich im Chaos befinden und
d u e r s t e i n m a l d e i n e i n n e r e B a l a n c e
wiederherstellen solltest. Viele sagen auch, das sei
die Zahl des Teufels. Das heißt, du solltest dich nicht
so viel mit materiellen Dingen beschäftigen, sondern
wieder zur Spiritualität zurückkehren, in dich gehen
63und Kontakt zur geistigen Welt herstellen durch
Gebete, Meditation oder einen Spaziergang im
Wald. Oder lies doch einfach mal wieder ein
spirituelles Buch zur Inspiration. Hebe die Trennung
auf und kehre zurück zum Glauben. Verkauf nicht
deine Seele an die Dunkelheit.
777 ist die heilige Zahl, die Zahl Gottes, die Zahl
der Vollendung, der Perfektion. Gott erschuf die
Welt in 7 Tagen, es gibt 7 Kontinente, etc. Die Liste
ist lang… 777 ist die Zahl der Christen, der
Gottesgläubigen. 777 taucht auf, wenn dein Wunsch
in Erfüllung geht und die Zahl zeigt dir, dass du auf
dem richtigen Lebensweg bist, also auf deinem
Herzensweg, und die Engel und Gott begleiten dich
auf diesem Weg. Du bist nicht allein. Glückwunsch,
wenn du diese Zahl siehst! Die 777 steht für Wunder
jeglicher Art. Mache dich darauf gefasst. Das Glück
ist auf deiner Seite!
8 8 8 i s t e i n Z e i c h e n d a f ü r, d a s s e i n
Lebensabschnitt endet und etwas Neues beginnt.
Du siehst endlich das Licht am Ende des Tunnels!
Bereite dich auf das Neue vor. Schiebe nichts auf,
sondern erledige wichtige Dinge jetzt. Hast du etwas
in deinem Garten gepflanzt, so ist jetzt die Zeit der
Ernte. Oft sieht man die 888, wenn zum Beispiel
64eine Beziehung zu Ende geht, ein Jobwechsel
bevorsteht oder man kurz vor der Rente steht. Ein
alter Lebensabschnitt geht zu Ende und ein neuer
beginnt. Bereite dich innerlich darauf vor. 888 ist
aber auch die Zahl der Unendlichkeit und die Zahl
des Geldes. Ich habe beispielsweise einen kleinen
Zettel mit der Zahl 8 in meinen Geldbeutel
hineingelegt und seitdem leisten dem Zettel immer
mehr Geldscheine Gesellschaft. Probiere es doch
einfach mal aus! Was auch hilfreich ist, wenn wir
gerade beim Geldbeutel sind, ist die Farbe des
Geldbeutels. Willst du einen vollen Geldbeutel
haben, solltest du die Farbe Rot dafür wählen.
Warum Rot? Weil Rot die Farbe des Wurzelchakras
ist, unseres ersten Energiezentrums, das für Erdung,
Sicherheit und Materielles, also auch Geld, steht.
Man fühlt sich auch sicherer und entspannter, wenn
man genügend Geld hat. Alles ist eine Frage des
Glaubens oder Aberglaubens. Du entscheidest.
999 ist die Zahl der Vollendung. Es ist auch eine
symbolische Zahl für Lichtarbeiter, die Heilungen
vollbringen. Es ist ein Appell an sie, sich an die
Arbeit zu machen, weil Mutter Erde sie jetzt
dringend braucht. Menschen, die beispielsweise
ihren Job aufgegeben haben, um ihrer Mission zu
folgen und anderen zu helfen, ebenfalls ihr
65Bewusstsein zu erweitern und aus dem
Dornröschenschlaf endlich „aufzuwachen“, sehen in
dieser Zeit vermehrt die Zahl 999.
000 steht wie die 777 auch für Gott, für die
bedingungslose Liebe, für Reinheit. 000 ist der
Ursprung von allem. Es kann aber auch bedeuten,
dass du dich momentan in einer Situation befindest,
wo du dich im Kreis drehst, es aber vielleicht selbst
nicht merkst. Dann ist es Zeit zum Handeln, um den
Kreis zu durchbrechen!
1234 ist auch eine Zahlenkombination, die auch
ein Zeichen von Engeln oder deinen Geistführern
i s t . M a n c h m a l k a n n e s a u c h e i n e
Zahlenkombination sein, die nur für dich eine
besondere Bedeutung hat wie zum Beispiel das
Geburtsdatum eines geliebten Verstorbenen.
Gib dich hin und lauf mit offenen Augen durch
das Leben, damit du die Wunder auch erkennen
kannst…
66KAPITEL 3
FLASHBACKS… MEINE EIGENEN
FRÜHEREN LEBEN
Nach meinen eigenen Experimenten mit
Astralreisen wollte ich wissen, ob ich schon früher
einmal gelebt hatte und wer ich alles war. Also ging
ich intuitiv in die Selbsthypnose, ohne dass ich zu
diesem Zeitpunkt wusste, was das genau war und
wie man das machte, und erforschte so einige
meiner vergangenen Inkarnationen. Sie erschienen
mir immer wieder mal als Filme vor meinem
inneren Auge und waren unglaublich real. Später
erfuhr ich auch bei geführten Rückführungen, bei
denen ich war, wie bei Ursula Demarmels oder
Schülern von ihr und bei Rückführungsseminaren
noch weitere interessante Leben. Hier liste ich mal
einige von denen, an die ich mich noch erinnern
kann, auf.
In einem Leben sah ich mich als eine korpulente
afrikanische Sklavin in Südamerika, die auf den
Maisfeldern arbeitete. Ich war in dem Leben sehr
67gottgläubig und sang gern viele spirituelle Lieder
und erzählte den Menschen über Gott. Leider gefiel
das den Sklavenbesitzern nicht sonderlich und sie
brachten mich deshalb um. Ich lernte, dass ich mit
meinen Überzeugungen anders vorgehen musste.
In einem anderen Leben sah ich mich als kleines
afrikanisches Mädchen im Alter von vier Jahren in
Afrika, Namibia, glaube ich. Ich war ausgehungert,
hatte einen aufgeblähten Bauch und lag alleine in
einer dreckigen Pfütze. An der Stelle bin ich auch
verstorben. Ich habe gelernt, was es heißt, als Kind
verarmt, verhungert und allein zu sterben.
Wieder in einer anderen Inkarnation fand ich
m i c h a l s KZ Aufseher i n d e r Z e i t d e s
Nationalsozialismus wieder. Das war auch kein
tolles Leben, voller Angst und falschen
Entscheidungen. Und ich lernte, wie es ist,
Vorschriften zu befolgen, die nicht richtig waren,
aber wo ich keine Wahl hatte, außer bei Widerstand
selbst zu sterben.
In einem weiteren Leben wurde ich im
Mittelalter als Hexe abgestempelt und auf dem
Scheiterhaufen verbrannt, weil ich anderen
Menschen mit Kräutern half, gesund zu werden.
68Mein Nachbar war heimlich in mich verliebt, doch
ich hatte kein Interesse an ihm. Aus Rache und
Verbitterung, weil ich ihn zurückgewiesen hatte,
verriet er es den Behörden, dass ich „magische“
Dinge tat. Sehr schade.
In einem anderen Leben war ich ein
buddhistischer Mönch in Tibet und sah mich in
einem orangefarbenen Gewand. Es war ein
wundervolles, friedliches Leben. Ich habe viel
meditiert und war voller Liebe und Zufriedenheit,
auch in der Abgeschiedenheit. Als ich Gott in der
Trance fragte, warum ich denn nach einem so
schönen Leben schon wieder auf die Erde
zurückmusste, quasi nochmal die Schulbank
drücken durfte, erhielt ich die Antwort: „Du hast
gelernt, die Liebe in dir allein zu kultivieren. Und
jetzt sollst du lernen, diese Liebe in einer
Partnerschaft zu teilen und dadurch seelisch weiter
wachsen.“ Alles klar. Also, nächste Runde!
In einem neuen Leben sah ich mich als Frau
eines Königs in Baden-Württemberg, in Stuttgart.
Ob das wahr ist oder nur eine Fantasie in meinem
Kopf war, kann ich nicht sagen. Ich finde es auch
immer schwierig, wenn man eine bekanntere
Persönlichkeit in einem Vorleben war. Aber ich lasse
69es mal so stehen. Ich war noch recht jung und
todunglücklich in der Ehe, auch wenn ich alles
hatte. Ich sah mich nur in einer Szene, als ich im
weißen Nachthemd im Winter in den Wald lief, im
tiefsten Schnee und auf dem Weg dorthin erfror.
In Wirklichkeit starb ich weniger an der Kälte als
am gebrochenen Herzen. So fühlte es sich einfach
an. Ein emotionaler Schmerz in der Brust. Ich war
natürlich neugierig und recherchierte und die
einzige Königin, die ich im Netz fand, die ungefähr
zu dieser Beschreibung passte, war Königin
Katharina, die Gemahlin von König Wilhelm. Ich
erfuhr über Wikipedia, dass es eine Grabkapelle in
Stuttgart gibt, die Wilhelm zu Ehren von Katharina
als Denkmal seiner Liebe zu ihr nach ihrem Tod
erbaut hatte (obwohl er zu Lebzeiten wohl oft
fremdgegangen war….).
Ich lebe zwar in Heilbronn, hatte aber noch nie
davon gehört. Also fuhr ich hin, weil ich testen
wollte, ob ich etwas spüren oder wahrnehmen
würde, wenn ich dort wäre. Und als ich die Kapelle
betrat und nach unten zu den Gräbern ging, hatte
ich schon ein seltsam trauriges Gefühl. Als ich aber
endlich vor dem Grab von Wilhelm und Katharina
stand, brach ich plötzlich voll in Tränen aus und
konnte kaum aufhören. Echt verrückt.
70Mein Freund war dabei und starrte mich total
irritiert an. Auch er war erstmal sprachlos und ich
verstand auch nichts mehr. Was auch immer das zu
bedeuten vermag, das Gefühl war echt. Auf der
Grabkapelle steht beim Eingang oben an der Tür
eingraviert: „Die Liebe höret nimmer auf.“ Ich hab
schon wieder Gänsehaut und feuchte Augen, wenn
ich daran denke. Und das Paradoxe war, dass einige
Tage später eine Klienten zu mir kam und auf ihrem
Oberarm die Grabkapelle und der Spruch tätowiert
waren!!! Das kann ich mir bis heute nicht erklären…
In einem anderen Vorleben war ich der große,
muskulöse Holzfäller Heinz aus der Nähe von
Münsing in Bayern im Jahre 1910. Ich lebte mit
meiner zierlichen Frau Greta mittlerweile allein in
unserer Holzhütte im Gebirge. Ich liebte meinen
riesigen Garten mit den vielen Apfelbäumen und
brachte immer welche körbeweise zu Greta, damit
sie mir einen Apfelkuchen backen konnte. Unsere
beiden Kinder, ein Junge (mein Sohn in diesem
Leben) und ein Mädchen, waren schon erwachsen
und wohnten mit ihren Familien in der Stadt unten.
Ich fällte Holz und verkaufte es, um unseren
Lebensunterhalt zu finanzieren. Ich liebte die Natur
und meine Familie. Ich sah mich am Ende meines
Lebens mit 90 in meinem Lieblingssessel vor dem
71großen Kaminfeuer sitzen. Da schlief ich friedlich
ein und meine Seele verließ den Körper, um nach
Hause zu fliegen…. zu Greta, die ein Jahr zuvor
schon von uns gegangen war. Das war ein
wundervolles Leben im Einklang mit der Natur. Das
war wohl ein Leben zum Erholen, ohne Drama.
Greta ist witzigerweise in diesem Leben mein
jetziger Lebenspartner M. und er sieht so ähnlich
aus von der Statur her wie ich als Heinz damals.
Und ich ähnele Greta sehr. Und M. liebt Kaminfeuer
ebenso wie ich… Da muss ich immer wieder
schmunzeln, wenn ich irgendwo Holzbalken oder
Kaminfeuer sehe…
Mein Elefantenmädchen Lulu tauchte auch in
einer Rückführung auf und war etwas stinkig, dass
ich sie „vergessen“ hatte… ich war also wohl auch
mal in Südafrika in einem Elefantenreservat, wo ich
Elefanten pflegte und Lulu war mein Elefantenbaby.
In der Trance umarmte sie mich dann freudig mit
ihrem Rüssel und setzte mich auf ihr rechtes Bein
zum Kuscheln. Das erklärt wohl meine Vorliebe für
Elefanten…. Ich habe vieeeele Elefantenfiguren im
Haus …. Elefantendecke, Kissen mit Elefanten drauf
und und und… Und Dumbo war als Kind mein
Lieblingsfilm…
72Was habe ich noch alles erlebt? Ach ja, in einem
Leben war ich eine Dienstmagd und meine
Arbeitgeber, ein Ehepaar ohne Kinder, waren sehr
streng und nicht sehr freundlich. Besonders die Frau
meines Herrn. Ich war eine junge Dienstmagd und
arbeitete als Haushälterin bei dem Ehepaar. Es war
kein erfreuliches Leben, da der Hausherr mich
täglich vergewaltigte, damit ich endlich schwanger
werden sollte, weil seine Frau keine Kinder
bekommen konnte. Ich hätte eines für sie gegen
meinen Willen gebären sollen. Als Dienstmagd hatte
ich natürlich keine Rechte und konnte mich somit
nicht wehren. Trotz der vielen Vergewaltigungen
wurde ich aber nie schwanger. Eines Tages gelang es
mir, zu fliehen. Leider kam ich nur bis zum
Waldrand, als mich mein Herr einholte und von
hinten auf mich schoss. Ich sah mich, wie ich mein
blutendes Herz festhielt, während ich zu Boden sank
und starb. Meine Seele verließ den Körper aus dem
Herzen heraus und flog nach Hause in die geistige
Welt. Was ich so traurig fand, war, dass mir mein
Herr Leid tat, da er eine Marionette war und aus
Angst vor seiner eigenen Frau alles ausführte, was
sie aus Boshaftigkeit, Wut und innerer
Unzufriedenheit von ihm verlangte. Ich habe beiden
verziehen. Sie wussten wohl nicht, was sie taten.
Auch diese beiden Menschen sind in diesem Leben
73mit mir zusammen inkarniert. Durch diesen
Flashback habe ich so einiges besser verstanden. Ich
habe auch seit meiner Kindheit immer wieder mal
spontan Herzstechen in unregelmäßigen Abständen,
mal einmal im Jahr, mal nach einigen Jahren. Die
Ärzte sagen, alles sei in bester Ordnung, ich bilde
mir das nur ein…. Die Standardlösung der
Schulmedizin, wenn man nicht weiter kommt. Mehr
brauche ich dazu nicht zu sagen.
In einer anderen Inkarnation war ich wieder eine
Dienstmagd und hatte mich in einen jungen Mann
verliebt. Wir trafen uns manchmal heimlich im Stall,
wo ich arbeitete und himmelten uns an. Es gab
Standesunterschiede zwischen uns, weshalb wir uns
nur heimlich treffen durften. Eine verbotene Liebe
war sehr kompliziert. Ein anderer Mann aus der
Stadt, deutlich älter als ich, hatte auch ein Auge auf
mich geworfen und hatte mit allen Mitteln versucht,
mein Herz für sich zu gewinnen, aber es ging nicht.
Ich wollte nichts von ihm…. Und ich hatte nur
Augen für meinen Herzensbuben. Der ältere Mann
war frustriert, weil ich ihn immer abgewiesen hatte
und lauerte mir eines Tage im Stall auf, wo er mir
im Affekt aus Wut ein Messer ins Herz rammte und
auf diese Weise mein kurzes Leben beendete. Er
hatte uns zuvor eines Tages aufgelauert und
74gesehen, dass ich einen anderen liebte, was er nicht
ertragen konnte. Nach dem Motto, wenn nicht ich,
dann auch kein anderer. Ich hatte das Gefühl, es tat
ihm danach sehr leid, was er angerichtet hatte, denn
dadurch hatte er erst recht nun alles verloren und
lebte mit Schuldgefühlen weiter. Auch meinem
Täter aus diesem vergangenen Leben bin ich in
diesem Leben begegnet und war mit ihm in einer
Partnerschaft, was im anderen Leben ja nicht
möglich war. Durch diesen Flashback konnte ich die
Hop on- Hop off- Beziehung in diesem Leben als
Irene verdammt gut nachvollziehen und die
unglaublichen Bemühungen seinerseits, mich immer
wieder zurückzugewinnen, wenn ich es mir mal
wieder anders überlegt hatte, weil ich seiner
Meinung nach die Liebe seines Lebens war. Erst, als
das Karma quasi abgearbeitet war, konnten wir
beide friedlich getrennte Wege in Freiheit gehen. Ich
hatte viele vergangene Leben mit diesem Expartner.
Und ich bin für jede Erfahrung sehr dankbar.
Alles im Leben hat einen Sinn, auch wenn wir es
mittendrin natürlich nicht verstehen und es erst gar
nicht einsehen wollen. Aber am Ende sieht man das
ganze Puzzle und versteht, wozu die Schritte zuvor
notwendig und wichtig waren.
75Ein kurioses Leben durfte ich auch sehen, was
vermutlich nicht von dieser Welt ist, sondern von
einer anderen Ebene, die ich nicht erklären kann.
Ich sah mich als junge Frau in einem weißen Kleid
mit langen blonden Haaren an ein Holzrad
gefesselt, das sich drehte. Eine dunkle, sehr starke,
weibliche Gestalt im schwarzen Mantel mit einer
großen schwarzen Kapuze zapfte mir Energie ab.
Total verrückt. Es erinnert mich an Harry Potter
irgendwie. Ich sah, wie die dunkle Gestalt, die sehr
mächtig war und definitiv schwarzmagisch
arbeitete, mir meine Lebensenergie und all meine
Talente und Fähigkeiten, und auch meine
unschuldige Jugendlichkeit in Form von weißem
Licht aus mir herauszog und versuchte, es selbst
quasi aufzusaugen, um noch stärker und
machtvoller zu werden als sie es sowieso schon war,
um diese Macht aber leider destruktiv einzusetzen.
Die dunkle, weibliche Gestalt, vielleicht eine böse
Hexe oder sowas, kam damit aber nicht durch, da
meine Seele meinen Körper verließ, weil ich starb,
und sie somit keine Energie mehr von mir abzapfen
konnte. Der Plan ging offensichtlich nicht auf. Auch
diese Person ist in meinem Umfeld im heutigen
Leben und ich verstehe jetzt auch, wieso ich mich
oft wie eine ausgequetschte Zitrone fühlte, wenn ich
Zeit mit ihr verbracht hatte. Heute schirme ich mich
76energetisch ab, bevor ich mich mit ihr treffe, um
meine Energie zu bewahren. Man kann nicht alle
Menschen einfach ignorieren, besonders im engeren
Umfeld, also muss man lernen, mit den Energien zu
arbeiten, wenn man nicht den Kontakt abbrechen
kann.
Die amerikanische Hypnosetherapeutin Dolores
Cannon formulierte es einmal wie folgt: „You came
here to learn how to master your energy.“ Damit
ist wohl alles gesagt…. Aber wie können wir das
lernen??? Ich denke, dass sprichwörtlich alle Wege
letztendlich nach Rom führen, egal, welche Methode
man erlernt, um mit Energien umgehen zu können.
Ob Reiki, Quantenheilung, Hypnose, Mentaltraining,
Trancehealing, Visualisierung, Chirotrance, Qi Gong,
Meditation oder was auch immer es sonst noch gibt,
es gibt kein Richtig oder Falsch hierbei. Mach das,
was dich anspricht. Ich habe Verschiedenes einfach
ausprobiert: Usui Reiki mit drei Symbolen, Rainbow
Reiki 1. und 2. Grad mit acht Symbolen, Jnana
Kundalini Reiki Meistergrad mit dem OM Symbol,
Trancehealing am Arthur Findlay College in London
Stansted, Heiltrancen, Arbeit mit Heilsteinen,
Chakrenmeditationen, viel Visualisierungen in der
Hypnose, Regressionshypnose bei Dr. Preetz (das ist
eine Rückführung in diesem Leben bis zum
77Zeitpunkt der Zeugung bzw. vor der Geburt),
spirituelle Reinkarnationshypnose bei Ursula
Demarmels beispielsweise (das ist eine Rückführung
in frühere Leben und ins Zwischenleben, also in die
geistige Welt zurück), Yager Code Hypnose (das ist
Hypnose in Verbindung mit deinem Höheren Selbst,
dem Teil deiner Seele, der in der geistigen Welt
bleibt und alles über dich weiß), Selbsthypnose
Code Wort Verankerung, Astralreisen (das sind
außerkörperliche Erfahrungen) und Vieles mehr.
Neben vielen Ausbildungen parallel zu meinem
Hauptberuf als Lehrerin bis Ende 2018 habe ich mir
Vieles selbst beigebracht durch intensives Lesen und
Anwenden des Wissens. Ich bin ein Autodidakt in
vielen Bereichen und liebe es mir selbst Dinge
beizubringen und diese dann in der Praxis
umzusetzen. Und die Erfolge waren in der Mehrzahl
der Fälle richtig gut bisher. Ich vertraue aber bei
allem, was ich tue, auf die höchste göttliche
Führung und arbeite mit meinem geistigen Team
zusammen. Nur so sind manchmal „Wunder“
möglich, die man sich mit dem Verstand nicht
erklären kann.
78KAPITEL 4
VERGEBUNG,
TRAUERVERARBEITUNG UND
KARMA…
Vergebung ist mittlerweile überall ein Thema und
jedem vertraut. Die meisten können es nicht mehr
hören. Und doch ist es mit das wichtigste Thema
überhaupt, um Karma am schnellsten aufzulösen.
Damit meine ich aber nicht, mit dem Verstand zu
vergeben. Das ist einfach, das kann fast jeder. Aber
einem Menschen zu vergeben, der dir sehr weh
getan hat, von Herzen zu verzeihen, das ist ein
großer Schritt. Aber noch schwieriger ist es, sich
selbst das zu vergeben, was man falsch gemacht.
Vergeben ist wichtig, um Altes endlich loslassen zu
können. Ohne Gepäck, oder zumindest mit wenig,
läuft es sich leichter. Absolut.
Karma ist das spirituelle Gesetz von Ursache und
Wirkung. Man kann es sich wie einen Boomerang
vorstellen. Alles, was du aussendest, kommt früher
oder später zu dir zurück, ob positive oder negative
79Handlungen. Je mehr Gutes du tust, desto mehr
Pluspunkte sammelst du auf deinem Karma-Konto.
Und je mehr Negatives, Destruktives du tust, indem
du andere verletzt – verbal oder körperlich – desto
mehr Minuspunkte häufst du auf deinem Karma-
Konto an. Du entscheidest. Die Minuspunkte musst
du immer abbauen, ob es dir passt oder nicht, denn
Karma vergisst nichts. Karma strebt immer nach
dem Ausgleich. Die Minuspunkte kannst abbauen,
indem du dich zum Beispiel aufrichtig bei den
Personen entschuldigst, denen du Leid zugefügt hast
oder es mit einer anderen Handlung wieder gut
machst. Wenn die Person nicht mehr lebt, kann du
dich von Herzen in Gedanken in einer Meditation
entschuldigen und um Vergebung bitten. Glaub mir,
du wirst gehört. Aber es muss von Herzen kommen,
sonst funktioniert es nicht.
Vergebung bedeutet nicht, dass der andere dann
quasi einfach davon kommt und nichts mehr
machen muss, um seine Fehler wieder gut zu
machen. Das muss er trotzdem, aber das hast du
nicht in der Hand. Das ist seine Aufgabe. Bei der
Vergebung geht es in erster Linie darum, dass du
dich innerlich von den Fesseln der Wut, des Hasses
oder was auch immer du für die Person empfindest,
endlich befreist. Es geht um dich, nicht um die
80andere Person. Je länger du deine negativen Gefühle
der Person gegenüber festhältst, desto länger bleibst
du in der Vergangenheit stecken und fühlst, wie sich
die Last immer schwerer anfühlt über die Jahre. Das
kann dich so weit runterziehen, dass du eines Tages
körperliche Probleme bekommst, weil dich diese
negativen Gefühle innerlich zerreißen. Ist das Leben
dann noch wirklich lebenswert? Ich glaube nicht.
Den meisten Menschen fällt es schwer, ihren
eigenen Eltern zu verzeihen. Warum? Weil das die
ersten Menschen in ihrem Leben waren und weil so
ziemlich alle Eltern Fehler machen. Auch ich als
Mama habe einiges falsch gemacht und werde
sicherlich auch noch weitere Fehler machen, auch
wenn ich nur das Beste für mein Kind will. Oft
projizieren Eltern ihre eigenen ungeteilten Wunden
auf ihre Kinder und verletzen sie, wenn auch nicht
immer absichtlich. Die meisten merken nicht
einmal, was sie tun.
Die Kindheitserfahrungen prägen unser ganzes
Leben, insbesondere die Glaubenssätze und Ängste,
die wir unbewusst von unseren Eltern oder
nahestehenden Angehörigen als Kind übernommen
haben. „Ich muss gut in der Schule sein, sonst werde
ich nicht gelobt und anerkannt. Ich muss alles
perfekt und akkurat machen, sonst werde ich wieder
81übelst kritisiert. Ich muss mich anpassen, sonst
werde ich ausgestoßen. Ich darf nicht zu viel Geld
verdienen, denn Geld verdirbt den Charakter. Geld
ist böse. Wer viel Geld hat, hat es sicherlich nicht
auf legale Weise verdient. Ich bin nicht gut genug,
so wie ich bin. Also muss ich eine Rolle spielen, die
anderen gefällt, damit sie mich so annehmen. Ich
muss immer gut drauf sein und keine Gefühle
zeigen. Denn Gefühle zu zeigen, ist sehr
schmerzhaft. Daher schließe ich lieber mein Herz,
um es vor weiteren Schmerzen zu bewahren. Ich
muss immer stark sein. Schwäche zeigen gehört sich
nicht. Ich muss immer alles alleine schaffen.
Vertraue keinem, denn du wirst nur enttäuscht. Alle
Männer gehen fremd. Alle Frauen sind Schlampen.
Ich bin wertlos. Wenn du nichts besitzt, bist du
wertlos. Hast du was, bist du was. Hast du nichts,
bist du nichts. …“ Die Liste von Glaubenssätzen
könnte ich ewig fortsetzen. Erkennst du dich
irgendwo wieder? Wahrscheinlich könntest du sie
locker weiter ausfüllen….
Als ich mit Vergebensarbeit begann, musste ich
bei dem Prozess Rotz und Wasser heulen… es kam
der ganze Schmerz aus der Kindheit hoch, alle
Verbote und Einschränkungen, all die Kritik meiner
Mutter, unter der ich viele Jahre sehr litt, all die
82Glaubenssätze über Geld und Neider, all die Scham-
und Schuldgefühle, der bescheuerte Perfektionismus
und insbesondere meine unterdrückte Wut auf all
das. Und die Wut auf mich selbst, wenn ich meine
eigenen Erwartungen und die meiner Eltern nicht
erfüllen konnte. In diesem Prozess kam mein
inneres Kind sehr deutlich zum Vorschein, die kleine
Irene, etwa 10 Jahre alt, mit einem furchtbaren
Pony und kurzem Bob-Haarschnitt, und verdammt
wütend, trotzig und bockig. Sie war so wütend, dass
sie mit ihren Fäusten am liebsten alles zerschlagen
hätte. Ich fand so viele Regeln in meinem Leben
einfach unglaublich sinnlos und konnte es nicht
begreifen, warum es so wichtig war, was die
Nachbarn denn denken könnten …. Ich konnte auch
n i e v e r s t e h e n , w a r u m Fa m i l i e n u n d
Verwandtschaften oder auch Freundschaften aus
Neid kaputt gingen. Jeder hatte doch etwas, worauf
er stolz sein konnte, ob es nun größer oder kleiner
war als das von anderen. Unsere Verwandtschaft
war einmal groß, als wir noch Kinder waren und
alles zerfiel nach und nach, angeblich aus Neid. Ich
habe das bis heute nicht verstanden. Und ich werde
es wohl nie begreifen. Es hat mich einfach nur
unglaublich traurig gemacht als Kind. Als ich
begann, meinen Eltern in der Meditation zu
vergeben, habe ich allmählich verstanden, wenn
83auch nur ansatzweise, warum sie so gehandelt
hatten und ich hatte unglaubliches Mitgefühl mit
ihnen. Als ich versuchte, die Dinge aus ihrer
Perspektive zu betrachten, musste ich feststellen,
dass sie verdammt viel richtig gut gemacht hatten,
dafür, dass ihre eigene Kindheit alles andere als ein
Zuckerschlecken war. In einer Generation
aufzuwachsen, wo Kinder nichts zu melden hatten,
keine Liebe bekommen haben, weil die Eltern selbst
nicht wussten, was Liebe war… wo Alkoholismus
und auch körperliche Gewalt und finanzielle Sorgen
Alltagsthemen waren. Wo grausame, verbale
Streitigkeiten Alltag waren und man als Kind
ständig unter großer Angst litt und alles tat, um
bloß nicht negativ aufzufallen, um ja nichts
abzukriegen… Ich ich mir das alles angeschaut
hatte, war ich von großer Dankbarkeit im Herzen
erfüllt. Meine Eltern hatten im Gegensatz zu dem,
was sie alles erlebt hatten, alles anders gemacht.
Dadurch, dass sie selbst so aufgewachsen sind,
haben sie uns viel Liebe geschenkt, obwohl sie sie
selbst nie erfahren hatten und sie stritten sich nie
laut vor uns Kindern, tranken so gut wie nie
Alkohol, rauchten nicht und es gab nie Gewalt bei
uns zu Hause wie sie es selbst erlebt hatten. Sie
gingen immer respektvoll miteinander um, auch
wenn es viele Unstimmigkeiten und sehr harte Zeit
84gab und ermöglichten uns Kindern alles, was eben
möglich war. Mein Bruder und ich durften studieren
und sie unterstützten uns auch da so gut es
finanziell eben ging. Wir hatten als Kinder nie
Markenklamotten, und ich wusste ehrlich gesagt
auch nichts davon, sondern einfache und sehr
günstige Kleidung teils auch vom Flohmarkt oder
aus Billigläden. Aber ich hatte immer was Schönes
zum Anziehen. Ich wollte als Kind ein Barbiehaus,
aber weil es so teuer war, baute mein Papa mir
selbst ein großes Barbiehaus aus Holzplatten und
meine Mutter bastelte die Möbel und tapezierte das
Haus. Das war das schönste Barbiehaus und es war
mit Liebe gebaut. Ich hatte nie das Gefühl, dass wir
zu wenig Geld hatten, weil meine Eltern immer
einen Weg gefunden hatten, uns doch etwas zu
ermöglichen, wenn auch nicht unbedingt mit Geld.
Diese Fähigkeit schätze ich sehr. Auch bis heute
standen sie immer hinter uns, egal, was war. Ich
kann immer auf sie zählen, egal was kommt. Auch
das haben sie uns gegeben, obwohl sie es selbst so
eben nie erfahren hatten, wie es ist, wenn jemand
hinter dir steht. Meine Eltern haben mir trotz der
Dinge, die ich nicht toll fand, Werte vermittelt, für
die ich dankbar bin. Und durch die ständige Kritik
meiner Mutter habe ich gelernt, mit so ziemlich
jeder Art von Kritik von außen umzugehen. Das hat
85mich stark gemacht. Schlimmer kann es ja nicht
werden, denk ich mir dann…. Und muss
schmunzeln.
Ein Diamant ist schließlich auch nur ein Stück
Kohle, der aber unter massivem Druck entstanden
ist.
Ich fühlte mich freier, nachdem ich ihnen
vergeben konnte in der Meditation. Auch ich bat sie
in der Meditation um Verzeihung für das Leid, das
ich ihnen zugefügt hatte und dankte ihnen für alles,
was war. Danach fühlte ich mich frei. Ich fühlte
mich. Ich durchtrennte die karmischen Schnüre von
Leid und Schuld mithilfe meines geistigen Teams
zwischen uns und fühlte mich leichter.
Ich denke, der Prozess müsste noch einige Male
wiederholt werden, bis es endgültig aufgelöst ist,
vor allem auch bis in die Ahnenreihe hinein. Ich
werde also weiter daran arbeiten.
Inwieweit kann man also Karma mit Vergebung
auflösen? Vergebung ist der kürzeste Weg, um
Karma abzubauen. Man kann dies natürlich auch
auf andere Art und Weise tun, indem man das, was
man verbockt hat, wieder gut macht oder direkt die
Person um Verzeihung bittet oder der Person, die dir
selbst weh getan hat, von Herzen persönlich vergibt.
86Leider ist dies nicht immer möglich, weil die Person
vielleicht keinen Kontakt mehr wünscht oder sogar
nicht mehr lebt. Aber um zu vergeben, muss man
die andere Person nicht direkt vor sich haben. Auf
energetischer Ebene ist das genauso möglich und
sogar effektiver, weil man auf seelischer Ebene
arbeitet. Natürlich kann man Karma auch über viele
weitere Leben stückweise abbauen. Ich denke, das
ist aber eine Never-Ending-Story. Aber: Jeder hat
den freien Willen, das zu tun, was er möchte. Aber
genauso muss dann jeder die Konsequenzen für sein
Handeln tragen. That’s life.
Anderen Menschen zu vergeben, ist nicht leicht,
je nachdem, was dir wiederfahren ist. Aber sich
selbst zu vergeben ist teilweise noch schwerer. Mit
der sich selbst auferlegten Schuld lebt es sich aber
wie im inneren Gefängnis. Schuld und Angst sind
Konzepte, die real eigentlich nicht existieren,
zumindest nicht in der spirituellen Welt. Dadurch,
dass wir aber an sie glauben, geraten wir selbst in
das Karma-Karussell aus Schuld und Leid und haben
das Gefühl, dass wir im Hamsterrad sitzen und die
Hoffnung auf Rettung allmählich stirbt… Bitte Gott
um Gnade und Hilfe, wenn du das Gefühl hast, dass
alles auseinanderfällt und du in ein schwarzes Loch
87stürzt. Gebete und Meditation sind deine letzten
Rettungsanker, wenn die Welt quasi unter geht.
Beten ist ein Gespräch mit Gott. Meditation
bedeutet, Gott in der Stille zuzuhören. Das waren
die Worte von Mutter Maria in dem Buch „Mary´s
Message to the world“ von Annie Kirkwood, der
Maria erschienen ist.
Ich erzähle dir nun von einigen Fällen aus
meinen Hypnose Coachings, damit du verstehen
kannst, was Vergebung wirklich bedeutet und was es
mit der Person, die es schafft zu vergeben, macht.
Ein Klient kam zu mir zur Trauerverarbeitung. Er
hatte seinen Sohn verloren, der mit ca. zwei Jahren
an einer Krankheit gestorben war, die genetisch
bedingt war. Der Klient hatte selbst ein bestimmtes
Gen, weswegen er vorher schon wusste, dass er er
niemals ein Kind mit einer Frau bekommen sollte,
die dasselbe Gen hatte, weil das Kind diese
genetische Kombination dann nicht überleben
würde. Da ich kein Mediziner bin, werde ich darauf
nicht näher eingehen. Die damalige Partnerin
wusste es. Er bat sie, sich untersuchen zu lassen,
bevor sie ein gemeinsames Kind zeugen würden. Sie
sagte ihm, alles sei in bester Ordnung. Sie hatte ihn
88aber angelogen. Als das Kind auf die Welt kam,
wurde es schnell krank und bei der Untersuchung
kam die Wahrheit ans Licht. Leider war die
Diagnose niederschmetternd. Es gab keine
Hoffnung. Er hat sich um das Kind gekümmert,
während die Mutter lieber feiern ging. Das war
wahrscheinlich ihre Art, mit diesem Problem fertig
zu werden. Ich urteile nicht darüber. Nach der
Beerdigung des kleinen Sonnenscheins ging die
Mutter des Kindes wieder Party machen. Der Vater,
mein Klient war am Boden zerstört. Er sah keinen
Sinn mehr im Leben. Ich stellte den Kontakt zu
seinem verstorbenen Sohn her in der Trance, sodass
er ihn noch einmal „sehen“ und sich verabschieden
konnte. Diesen Moment kann ich nicht mit Worten
beschreiben. Da kommen selbst mir die Tränen beim
Schreiben. Kannst du dir vorstellen, wie es für
meinen Klienten war, seiner damaligen Frau und
auch sich selbst zu verzeihen? Das war eine sehr
schwere Geburt…. Es war unglaublich schmerzhaft
für ihn, obwohl dieses schreckliche Erlebnis schon
fast 20 Jahre zurück lag. Aber in diesem Moment
holte er den tief vergrabenen Schmerz hoch und
ließ die Heilung zu. Er konnte ihr und sich selbst
schließlich vergeben. Und er konnte das neue
Familienglück, das er zu diesem Zeitpunkt hatte, so
richtig schätzen.
89In einem anderen Fall ein Klient zu mir, weil er
große Schuldgefühle hatte. Er gab sich die Schuld
am Tod seines Bruders und seines Vaters. Sein Vater
war sehr schwer krank und er suchte viele Ärzte und
Kliniken mit auf, um ihm zu helfen. Und eines Tages
fuhr er mit seinem jüngeren Bruder zu einem
Termin auf der Autobahn, als er sich plötzlich
überschlug und verunfallte. Der Unfall war so
schwer, dass sein Bruder ihn nicht überlebte. Nur er.
Es war ein Unfall und er hätte in diesem Moment
nichts tun können. Er wünschte sich, dass er an
seiner Stelle gegangen wäre. Und kurze Zeit nach
diesem tragischen Unfall verstarb auch sein Vater.
Der Vater folgte seinem Bruder in die geistige Welt.
Er war extrem verzweifelt, weil er alles versucht
hatte, um seinem Vater mit ärztlicher Hilfe zu
helfen, aber er hatte es nicht unter Kontrolle. Er
konnte nichts mehr tun, so sehr er es auch wollte.
Sein Vater war sein größtes Vorbild. Nach diesen
aufeinanderfolgenden Ereignissen verlor er den
Glauben an Allah. Er hatte richtige Angst vor Allah,
seinem Gott. Er glaubte, Allah würde ihn für alles
bestrafen. Er gab sich selbst die Schuld am Tod
seines Bruders und seines Vaters, weil er in seinen
Augen versagt hatte. Ich führte ihn in der tiefen
Trance in die geistige Welt zu seinem Vater und
90seinem Bruder, sodass er sie wiedersehen und sie
um Verzeihung bitten konnte. Er sah, dass es ihnen
gut ging und sie glücklich und schmerzfrei waren.
Er konnte sich an diesem Tag selbst vergeben. Das
war auch für mich ein unvergesslicher Tag voller
Tränen….Tränen, die ihn heilten. Später berichtete
er mir, er habe seinen Glauben wieder gefunden und
dass er jetzt keine Angst mehr vor Allah hatte. Und
er fühlte sich leichter. Sich selbst zu vergeben ist
unfassbar schwer, aber es lohnt sich.
In einem weiter Fall kam ein Klient zu mir mit
einem Schlafproblem. Wir suchten in der Hypnose
nach der Ursache für seine schlaflosen Nächte und
landeten bei seiner Mutter. Er hatte schon
zigtausende Therapien und Seminare hinter sich,
um dieses Problem zu lösen und kam einfach nicht
weiter. Und jedes Mal kam er auch mit anderen
Therapeuten immer bei seiner Mutter als
Ursprungsthema raus. Aber an diesem Punkt brach
er die Therapien dann meist ab…. Das war ein
schwieriger Fall… sehr zäh. Wir versuchten alle
möglichen Zugänge, um ihm zu helfen, seiner
Mutter zu verzeihen. Wir wechselten sogar die
Perspektiven und trotzdem half es nicht. Er wollte
einfach nicht die Wut auf sie loslassen. Er nahm es
lieber in Kauf, dass die Wut und der Hass ihn
91innerlich zerfraßen und ihn jahrelang nicht schlafen
ließen… Ein Schritt vor dem Ziel brach er auch bei
mir die Sitzung ab. Er war selbst enttäuscht von
sich, dass er es wieder nicht geschafft hatte. Auch
ich war traurig darüber, weil ich weiß, wie es
gewesen wäre, wenn er über seinen Schatten
gesprungen wäre. Das hätte sein ganzes Leben
verändert… Vergebung ist nicht einfach. Aber die,
die mutig genug sind, diesen Schritt trotz des altes
Schmerzes zu gehen, erleben Wunder und spüren
wieder die Lebensfreude. Aber man kann
niemanden zum Glück zwingen. Schließlich hat
jeder seinen freien Willen und darf selbst
entscheiden, welchen Weg er wählt, den leichten
oder den steinigen. Aber er trägt auch die
Konsequenzen dafür selbst.
Eine andere Klienten kam zu mir, weil sie ihre
Kindheitserlebnisse endlich verarbeiten und damit
Frieden schlißen wollte. Sie wurde nach der Geburt
von einer Verwandten adoptiert, weil ihre Mutter
kurz nach der Geburt verblutet war. Aber erst im
Alter von sechs Jahren erfuhr sie, dass ihre Mutter
nicht ihre leibliche Mutter war. Sie hatte keine Liebe
erfahren und hatte vor allem Angst und auch wie sie
erfuhr, dass ihre leibliche Mutter nach der Geburt
verstorben war, war wirklich traurig und emotional
92grausam…. Kurz vor ihrem ersten Schultag sagte die
Stiefmutter beiläufig beim Fernsehen, dass ihre
richtige Mutter übrigens auch wie in der TV
Sendung bei der Geburt verstorben war und sie sie
adoptiert hatten. Boom. Ohne Vorwarnung, ohne
liebevolle Worte. Einfach ein Schlag ins Gesicht
q u a s i . U n d d a s k u r z v o r e i n e m n e u e n
Lebensabschnitt, dem Schulbeginn. Sie war am
Boden zerstört. Dieser Fall war sehr anstrengend,
weil die Klientin vor allem schon einige
Hypnosesitzungen ausprobiert hatte, bei anderen
Kollegen, aber durch ihre Kopflastigkeit einfach
nicht hypnotisierbar war. Sie war eine unglaublich
harte Nuss und ich wusste nicht, ob ich sie jemals
knacken könnte. Aber wir hatten ja nichts zu
verlieren. Entweder, wir gewinnen oder alles bleibt
beim Alten. Ich schaffte es tatsächlich irgendwie, sie
gegen Ende doch in eine tiefe Trance zu versetzen,
sodass sie ihre verstorbene Mutter in der geistigen
Welt treffen konnte. Dieser Moment war für uns
beide unbeschreiblich. Sie spürte die Liebe ihrer
Mutter und da flossen auch endlich ihre Tränen, die
sie vorher sehr stark unter Kontrolle hatte. Da ließ
sie es endlich zu und öffnete ihr Herz. Und plötzlich
riss sie in der Trance ihre Augen auf und war
wütend, schloss sie dann aber wieder und dann
kamen wieder Tränen… Tränen, die sie letztendlich
93heilten. Ihre unbewusste, unterdrückte Wut auf ihre
leibliche Mutter kam hoch, weil sie sie quasi allein,
im Stich gelassen hatte nach der Geburt, als sie
klein und hilflos war. Sie vergab ihrer leiblichen
Mutter und am Ende auch der Adoptivmutter. Der
Moment des Wiedersehens, der Verschmelzung mit
der wahren mütterlichen Liebe, die sie über 60
Jahre lang im Außen gesucht hatte, war
unvergesslich. Später berichtete sie mir, dass das der
Grund für all ihre Ängste und Probleme im Leben
war… diese Wut auf ihre Mutter, womit sie niemals
gerechnet hatte. Sie hatte ihren Frieden geschlossen
und die Liebe im Herzen gespürt. Und sie konnte es
nicht fassen, dass sie doch noch hypnotisierbar war,
wenn auch sehr schwer.
Ein anderes Mal war eine Klientin bei mir, die
verschiedenste Themen bearbeiten wollte, wie
eigentlich alle meine Klienten. Alles hängt
miteinander zusammen, daher bringt es meiner
Meinung nichts, sich nur ein Thema herauszupicken
und alles andere außer Acht zu lassen und dann auf
Lösung aller Probleme zu hoffen. Dazu muss man
auch alle Probleme lösen. Diese Klientin hatte viel
emotionalen und sexuellen Missbrauch und Gewalt
in ihrem Leben erfahren und wollte dieses Kapitel in
ihrem Leben einfach hinter sich lassen. Nur eine
94wichtige Sache hatte sie mir im Vorgespräch nicht
verraten, weil sie sich geschämt hatte und es auch
sonst niemandem bisher erzählt hatte. Wenn etwas
wichtig ist, um gewisse Themen zu lösen, kommt es
in der Hypnose hoch und zeigt sich, um aufgelöst zu
werden. Wir bearbeiten also einige Themen wie
Inneres Kind und Vergebensarbeit mit den
damaligen Tätern, ihren Exmännern, bis sie
plötzlich extreme Bauchkrämpfe bekam und sich
krümmte vor Schmerz. Das war sehr seltsam für uns
beide. Plötzlich sah ich innere Bilder von Krallen im
Bauch und das Wort „Fehlgeburt“ stand vor meinem
inneren Auge. Wie gesagt, sie hatte nichts
dergleichen im Gespräch erwähnt. Ich sprach sie
vorsichtig darauf an und fragte, ob sie etwas mit
meinen Bildern bzw. Visionen anfangen konnte. Und
dann hatten wir wir wahre Ursache für die Schwere
in ihrem Leben und die Schuldgefühle gefunden…
Sie hatte drei Kinder heimlich abgetrieben, weil sie
nicht wollte, dass sie in dem schlechten Umfeld, wo
sich sich damals befand, zur Welt kommen würden.
Sie wollte ihnen dieses Leben ersparen. … Sie hatte
furchtbare Schuldgefühle seitdem, auch noch nach
über 20 Jahren…. Diese Schuldgefühle fühlten sich
wie die Krallen in ihrem Bauch an, die sie innerlich
zerrissen…. Sie sagte, es fühlte sich an, als würden
die Babys sich mit Krallen an ihrem Leib
95festhalten… Ich stellte in der Trance die Verbindung
zu ihren abgetriebenen Babys her. Sie nahm sie als
drei Lichtkugeln in verschiedenen Farben wahr und
weinte bitterlich…. Sie bat sie um Vergebung und
erklärte ihnen, warum sie so gehandelt hatte. Sie
sagte, die Babys meinten, es wäre alles gut und sie
wussten, dass das so passieren würde. Und sie
vergab sich selbst. Plötzlich hörten die
Bauchkrämpfe einfach auf und sie atmete tief durch.
Der Prozess dauerte vielleicht zwei Minuten, sie
musste also nicht lange leiden… Aber danach fiel in
ein schwerer Stein von Herzen und sie fühlte sich
leichter danach. Die Schwere in ihrem Leben, die
dadurch subtil entstanden war, war weg…
Ein anderer Fall war auch sehr ergreifend. Der
Klient glaubte nicht daran, dass Hypnose wirklich
funktionieren würde, war aber neugierig und
öffnete sich dafür. Sein Cousin hatte zwei Jahre
zuvor mit ca. 30 Jahren Selbstmord begangen. Er
litt lange unter Depressionen nach dem Tod seiner
Mutter und nichts hatte ihm geholfen, über diesen
Schmerz hinwegzukommen. Deshalb erhängte er
sich ohne Vorwarnung, ohne Abschied. Das war ein
riesiger Schock für alle Beteiligten, insbesondere für
meinen Klienten, der so gut wie jeden Tag mit ihm
verbracht hatte, weil sie wie Brüder füreinander
96waren. Mein Klient fand ihn in seiner Wohnung, als
es zu spät war. Er war am Boden zerstört und von
Lebensfreude war erstmal nicht die Rede. Er
verstand nicht, warum er es getan hatte. Warum er
einfach gegangen war. Er machte sich selbst
Vorwürfe, weil er nicht rechtzeitig da war, um es
verhindern zu können. Wäre er doch nur zufällig
früher vorbeigekommen… Ein großes Warum stand
jahrelang im Raum und er konnte ihn einfach nicht
loslassen. Der Schmerz war zu groß. Die seelische
Wunde war zu tief…. Ich versetzte ihn in Trance
und er kam erstaunlicherweise sehr gut in die
Trance hinein. Ich führte ihn in die geistige Welt
und er nahm seinen Cousin zuerst als Lichtkugel
wahr, die auf ihn zukam. Dann öffnete sich diese
Kugel und sein Cousin stand leibhaftig in der Trance
vor ihn. Er war total perplex. Er nahm ihn in den
Arm und sagte, er spüre ihn tatsächlich genauso wie
früher, als wäre er nie fort gewesen. Tränen der
Heilung durften endlich fließen…. Auch die
verstorbene Mutter des Cousins kam in der Trance
dazu und zeigte sich ihm. Da verstand er, warum
sein Cousin gegangen war. Er hatte es einfach nicht
mehr ausgehalten und wollte nach Hause zu seiner
Mutter…. In den Himmel…. In der Trance sagte er,
sein Cousin sei total glücklich jetzt bei seiner Mutter
und das erfüllte ihn mit so viel Glück, dass er laut
97sagte: „Ich weiß jetzt, dass er glücklich ist!!! Und
jetzt bin auch ich glücklich!!!“ Oh Gott, jetzt muss
ich mir selbst die Tränen abwischen, damit ich
weiter schreiben kann…. Ich ließ ihm Zeit, um
dieses Gefühl noch für einige Minuten zu spüren
und zu genießen, bis er bereit war, sich zu
verabschieden. Danach holte ich ihn sanft aus der
Trance wieder heraus. Er war einfach nur sprachlos
danach. Aber für dieses Erlebnis gibt es keine Worte,
die auch nur ansatzweise beschreiben könnten, wie
sich das im Herzen wirklich anfühlt. Erst, wenn man
es selbst erlebt hat, weiß man es einfach. Dazu
braucht man keine Worte. Er erzählte später seiner
Verwandtschaft von diesem Erlebnis, dass er seinen
Cousin und dessen Mutter wirklich gesehen hatte
und dass sie glücklich waren und sie konnten es erst
nicht wirklich glauben, weil mein Klient ja selbst
nicht an die Kraft der Hypnose geglaubt hatte….
Aber sie sahen die Veränderung in seinem Gesicht,
denn er konnte wieder lachen. Er hatte sich selbst
vergeben und seinen Frieden gefunden. Ich bin so
dankbar, dass ich live dabei sein konnte.
In einem anderen Fall war ein skeptischer
Mediziner als Klient bei mir, der gefühlt Hunderte
von Titeln neben dem Doktor und bereits unzählige
Ausbildungen, auch in Hypnose hatte. Er hatte 5
98Jahre zuvor seine Eltern und kurz darauf seine
Lebenspartnerin verloren, mit der er noch nicht
verheiratet war. Er machte sich große Vorwürfe,
dass er sie nicht früher geheiratet hatte und nun
war es zu spät. Dadurch, dass sie nicht verheiratet
waren, hatte er nämlich rechtlich nichts zu melden
und konnte ihr nicht dementsprechend bei gewissen
Formularen und weiteren Angelegenheiten in der
Klinik helfen, als sie schwer erkrankt war. In der
Krebs-Klinik, in der er arbeitete, war er mit dem Tod
vertraut und es gab dort viele ausgebildete
Seelsorger, die bei der Trauerverarbeitung
professionell halfen. Er selbst hatte aber einfach
zugemacht und niemanden an sich herangelassen.
Er ließ sich bei mir aber auf die Hypnose ein. Ich
führte ihn in der Hypnose in die geistige Welt und er
sah zuerst drei Lichtkugeln in drei verschiedenen
Farben, die sich auf ihn zubewegten, bis sich die
Kugeln auflösten und er in Tränen ausbrach, als
plötzlich seine Eltern und auch seine Freundin vor
ihm auftauchten, wie real, als wären sie nie
gestorben. Ich ließ ihm so viel Zeit mit seiner
Familie, wieviel er brauchte, um sich zu
entschuldigen, weil er seine Partnerin damals nicht
eher geheiratet hatte und er konnte sich von seinen
Eltern endlich in Ruhe verabschieden und sie alle in
Liebe loslassen. Er konnte vor allem sich selbst
99danach vergeben, weil er einfach nichts hätte tun
können, um ihren Tod zu verhindern. Er kam
verheult und vor Freude strahlend mit leuchtenden
Augen aus der Trance wieder raus und schaute mich
einfach nur sprachlos an. Er bekam nur Folgendes
heraus: „Du hast gerade einen Mediziner bekehrt!
I c h h a b e j a s c h o n v i e l e g e s e h e n , d i e
Trauerverarbeitung machen, aber das, was du
gemacht hast, ist eine Gabe. Das kann man einfach
nicht lernen. Ich hätte das nie für möglich gehalten,
dass sowas möglich ist. Ich bin dir so dankbar!“ Er
war vom Typ her sehr korpulent, aber nach der
Hypnose hatte ich das Gefühl, als ob er schweben
würde vor Leichtigkeit. Und er strahlte so
unglaublich …. Als strahlte die Sonne aus seinem
Herzen. Das war so wundervoll…
Einmal war eine Klientin da, die seltsame Träume
hatte, dass sie ein grausamer Herrscher im 16.
Jahrhundert war und für viele Todesopfer
verantwortlich war. Ich führte sie in der Trance in
das frühere Leben zurück, das sie im Traum gesehen
hatte und tatsächlich kamen wir da an, wie sie es
schon beschrieben hatte. Sie nannte einige
historische Fakten und Begebenheiten, die
tatsächlich stattgefunden hatten. Auch diesen
Herrscher in England hatte es gegeben, der für viele
100Morde berüchtigt war… und sie war dieser
Herrscher in einer ihrer Inkarnationen. Es kamen
alle Seelen, denen sie damals Leid zugefügt hatte….
Es war eher ein Meer von Seelen, die vor allem sehr
wütend waren. Sie bat alle von Herzen um
Vergebung und die Seelen nahmen ihre
Entschuldigung an, weil sie ihre Taten als der
Herrscher damals aufrichtig bereute. Nach und nach
verschwanden die Seelen wieder und es wurde ihr
ganz leicht ums Herz. Sie hatte viel geweint, weil es
sehr emotional war und war sehr erleichtert, dass
man auch ihr verziehen hatte. Wir lösten somit die
karmischen Verstrickungen aus dem damaligen
Leben, weil einige dieser Seelen eben auch heute in
ihrem Leben inkarniert waren, mit denen sie
tatsächlich große Schwierigkeiten bis hin zu
Mobbing alles erfahren hatte. Sie nannte mir auch
konkrete Namen, wer von den Seelen heute welche
Person war. Danach konnte sie auch verstehen,
inwieweit das Karma sie quasi eingeholt hatte, wenn
auch im Vergleich etwas milder als sie es damals bei
den anderen getan hatte. Ich bat Erzengel Michael,
die karmischen Schnüre auf energetischer Ebene
zwischen meiner Klientin und all den Seelen, die
einst ihre Opfer waren, zu durchtrennen, sodass
jeder endlich frei sein und wieder in seine eigene
Kraft zurück kommen konnte.
101Und dieses Auflösen ist extrem wichtig, durch
Vergebung eben, weil man sonst über viele Leben
miteinander negativ durch Schuld und Leid oder
Scham verstrickt ist und sich manchmal fühlt wie
eine Tankstelle, an der mehrere Autos gleichzeitig
24 Stunden 7 Tage lang über Jahre Benzin
abzapfen…. Nur, dass die Tankstelle nicht neu
gefüllt wird. Und irgendwann ist dann eben Schluss.
Die Tankstelle ist leer… Und dann geht nichts mehr.
So kann es passieren, dass dass manche Menschen
sich total erschöpft und ausgelaugt …oder wie
ausgesaugt … fühlen und durch die Schwere im
Leben keine Lebensfreude mehr haben und alles
irgendwie keinen Sinn mehr ergibt…. Das kann
dann auch zu Krankheiten führen, die vielleicht
schwer zu heilen sind… es lohnt sich also, sich mit
dem Thema Vergebung ernsthaft zu beschäftigen…
und eventuell eine Rückführung zu machen, wenn
man nicht weiß, woher die Schuld- oder
Schamgefühle und die Schwere im Leben kommen,
wenn doch eigentlich alles in Ordnung war,
zumindest in diesem Leben…
Manche fragen mich, wie der Klient da noch
schlafen kann, wenn er gesehen hatte, dass er ein
Täter im Vorleben war… Ganz einfach eigentlich: Er
verarbeitet dieses Thema während der Trance durch
102die Vergebensarbeit … indem er um Verzeihung
bittet und danach sich selbst vergibt, was er getan
hat. Und das Opfer wiederum vergibt dem Täter
und ist dann befreit.
Jeder von uns war einmal ein Täter in
irgendeinem Vorleben und auch ein Opfer, wie es
bei Karma eben üblich ist. Wenn du nicht vergibst
oder um Verzeihung bittest, wirst du am eigenen
Leib erfahren, wie sich das anfühlt, was du anderen
angetan hast… entweder noch im selben Leben ein
paar Jahre später oder eben im nächsten Leben…
Karma vergisst nichts und verschont niemanden.
Das ist das spirituelle Gesetz des Ausgleichs. Ein
Boomerang kommt immer zurück. …
103KAPITEL 5
WIE DU DEIN INNERES KIND
HEILST…
Ich werde oft gefragt, was das Innere Kind
eigentlich ist, auch wenn es mittlerweile ein
ziemlich bekanntes Thema ist und in der
Psychotherapie auch damit gearbeitet wird. Ich
arbeite aber noch mal ganz anders damit, nämlich
aus spiritueller Sicht, auf energetischer Ebene.
Was ist also das Innere Kind? Es ist ein Teilaspekt
unserer Seele, der immer noch ein Kind ist und der
Aspekt, der eben alle guten und schlechten
K i n d h e i t s e r f a h r u n g e n i n k l u s i v e d i e
Geburtserfahrung, alle Glaubenssätze aus der
Kindheit, die man von Eltern und anderen
Menschen übernommen hatte, enthält. Das innere
Kind ist bei vielen Menschen immer noch wütend,
traurig, einsam, tief verletzt, ängstlich, schüchtern
oder traumatisiert. Viele Menschen, die eine
schlimme Kindheit hatten, wo sie misshandelt oder
extrem vernachlässigt wurden, erinnern sich an ihre
104Kindheit meist nicht. Ich hatte Klienten, die sich an
alles ab 8 Jahren erinnern konnten und alles davor
war aus ihren Gedächtnis gelöscht.
Traumatische oder sehr schmerzvolle
Erfahrungen spaltet die Seele oft ab, damit wir
überleben und zumindest gut funktionieren können.
Leider verschließen wir damit oft unser Herz und
unser Ego übernimmt dann die volle Führung. Dann
fühlen wir nichts mehr. Aber wenn wir uns nicht
mehr fühlen können, können wir auch andere
Menschen nicht mehr fühlen und viele vereinsamen
dadurch innerlich, weil sie ihr Herz nicht mehr
fühlen. Manche suchen vergeblich nach dem
weggeworfenen Schlüssel zum Herzen und finden
i h n a u c h n a c h 5 0 J a h r e n S u c h e i m
Therapeutendschungel nicht. Das ist unglaublich
frustrierend… Wenn du dein Inneres Kind heilst und
die abgespaltenen Seelenanteile wieder in dein
Energiesystem liebevoll integrierst, fühlst du dich
wieder ganz und nicht wie ein löchriger Käse…
dann kann der Heilungsprozess endlich beginnen…
Wenn sich dein Inneres Kind bei dir sicher fühlt, dir
vertrauen und sich auf dich verlassen kann, dann ist
es egal, was im Außen passiert.
Fast 90 Prozent der Menschen haben ein
verletztes Inneres Kind. Das äußert sich durch
105verschiedene Dinge wie Perfektionismus zum
Beispiel. Wer nach Perfektionismus strebt, glaubt,
dass er alles perfekt machen muss, um geliebt und
anerkannt zu werden. Leider fühlen sich die meisten
Perfektionisten – auch ich war es früher extrem –
nicht gut genug und versuchen, Kritik von außen zu
vermeiden, indem sie alles eben so perfekt wie
möglich machen wollen. Aber selbst wenn es schon
perfekt ist, finden sie etwas, das man noch besser
machen könnte. Es ist ein echter Teufelskreis. Und
das Schlimmste ist der innere Kritiker, unser Ego,
das uns selbst noch mehr kritisiert als andere
Menschen. Das Ego kann dich manchmal richtig
fertig machen. Und wenn dann noch zusätzliche
Kritik von außen kommt, kann das dein Leben total
umhauen.
Auch typisch für ein verletztes Inneres Kind ist,
dass sich der Erwachsene immer mit anderen
vergleicht und sich selbst damit automatisch
abwertet. Das senkt den Selbstwert enorm… und
sorgt außerdem für sehr schlechte Laune. Denn es
wird immer jemanden geben, der in irgendeinem
Bereich einfach besser ist als du! Aber: NIEMAND ist
wie du. Denn in der Kombination, so wie es dich
eben gibt, bist du ein Original. Du bist ein Geschenk
Gottes. Und da Gott ein Teil von dir ist – wie von
jedem Menschen, den er erschaffen hat- darfst du
106dankbar sein, zu sein, wie du bist. Denn Gott erfährt
sich durch dich. Und damit ist JEDER Mensch, jedes
Tier und jede Pflanze essentiell wichtig, weil sich
Gott durch dich erfährt. Ohne dich wäre es nicht
möglich. Daher bist DU wichtig. Und es hat einen
Grund, warum es dich gibt. Denk mal darüber
nach…
Eifersucht, Kontrolle und Unsicherheit sind
auch typische Verhaltensweisen, die zeigen, dass du
ein verletztes Inneres Kind in dir trägst. Denn du
glaubst, dass jemand anders vielleicht besser,
schöner, schlauer, liebevoller, schlanker, stärker,
größer oder was auch immer sein könnte und hast
Angst, deinen Partner zu verlieren. Also versucht du,
alles zu kontrollieren, damit du dich sicherer
fühlst… Auch hier geht es wieder um deinen
Selbstwert wie beim Inneren Kind generell. Solange
du deinen Wert nicht kennst, versuchst du im
Außen, deinen Wert zu stabilisieren, indem du
eifersüchtig bist und mit Kontrolle alles wieder
unter einen Hut bringen willst… Leider passiert
damit das Gegenteil, denn meist kommt es doch
zum Bruch, weil der Partner die Eifersucht und
Kontrolle nicht mehr ertragen kann und natürlich
auch das Drama, das durch Eifersucht, Unsicherheit
und Kontrolle verursacht wird. Und solange du
107dieses Muster nicht erkennst, wirst du in jeder
neuen Beziehung dasselbe erleben… bis du es in dir
erkennst und es heilst. Dann ändert sich alles auch
im Außen.
Heile dein Inneres Kind und du wirst sehen, wie
dein Selbstwert ansteigt, wie du plötzlich hinter dir
stehen kannst, dich traust, Dinge zu tun ohne Angst
und auch mal gesunde Grenzen zu setzen und NEIN
zu sagen.
Denn ein NEIN zu anderen ist oft ein JA zu dir
selbst! Wenn du deinen Wert erstmal kennst, wird
es dich leicht fallen, zu sagen, was du denkst und
fühlst, ohne Angst vor Ablehnung zu haben und
ohne Angst zu haben, von jemandem verlassen zu
werden. Und es wird dir egal sein, was andere von
dir denken oder was sie hinter deinen Rücken
reden, weil dir deine Meinung über dich selbst
wichtiger sein wird als die nicht konstruktive Kritik
von anderen.
Natürlich kann es auch passieren, dass sich
einige Menschen in deinem Umfeld von dir
abwenden werden, wenn du plötzlich den Mund
aufmachst und eben nicht mehr alles wie ein
Schoßhündchen machst, was andere von dir
verlangen. Es kann sein, dass deine Beziehung in die
Brüche geht, weil du plötzlich authentisch bist und
108keine künstliche Rolle mehr spielst, nur um deinem
Partner zu gefallen, damit er sich keine andere
sucht… Es wird einigen nicht gefallen, wenn du auf
einmal aufhörst, die Drecksarbeit für sie zu
erledigen. Es wird nicht allen gefallen, wenn du
nicht mehr springst, sobald sie dich rufen. Diese
Phase ist durchaus schmerzhaft, weil Enttäuschung
hochkommt, insbesondere wenn Freundschaften
oder Beziehungen oder Ehen enden, die jahrelang
Bestand hatten. Enttäuschung entsteht, wenn die
Täuschung zu Ende ist. … Ende der Täuschung also.
Wenn man den Menschen ohne Maske sieht, sieht
man, wie er wirklich ist. Das ist oft sehr traurig und
schmerzhaft. Aber danach hat man Platz für
Menschen, die echt sind und die dich ohne Maske
mögen, mit deinen Ecken und Kanten, deinen
dicken Schenkeln und deiner großen, frechen
Klappe und deine ganz besondere Art. Und erst
wenn DU anfängst, dich selbst so zu akzeptieren
und liebevoll anzunehmen wie du bist, wie der liebe
Gott dich erschaffen hat, erst dann werden dich die
Menschen um dich herum plötzlich auch so sehen.
Denn dein Umfeld spiegelt dir wieder, wie du im
Inneren über dich selbst denkst und welche Gefühle
du für dich selbst empfindest. Das ist der Schlüssel.
Kritisierst du dich selbst in Gedanken, erhältst du
viel Kritik von Menschen im Außen. Wertest du
109deinen Körper ab, weil du dich für ihn schämst, weil
er vielleicht nicht dem seltsamen Ideal der
Gesellschaft entspricht, wirst du auch von anderen
dieselbe Abwertung erhalten, was dein Aussehen
betrifft. Denn die Mitmenschen sprechen unbewusst
das aus, was du heimlich über dich selbst denkst.
Und wenn du dich selbst nicht an deine eigenen
Versprechen hältst, dich selbst anlügst oder wieder
mal nicht hinter dir stehst, dich selbst verleugnest,
dann brauchst du dich nicht wundern, wenn andere
Menschen ihre Versprechen dir gegenüber nicht
einhalten, wenn sie dich anlügen oder hintergehen,
wenn sie deine Grenzen einfach durchbrechen und
dich runtermachen…. Denn die Welt ist ein Spiegel
und zeigt dir immer, welche Lektionen DU noch zu
lernen hast. Es ist leicht, ein Opfer zu spielen, aber
dadurch zieht du dich vor der Verantwortung
zurück, dein Leben selbst in die Hand zu nehmen.
Du kannst aber erst glücklich werden, wenn du
nicht mehr die Verantwortung für dein Leben, für
dein Handeln und für dein Denken anderen
übergibst, die es angeblich gut mit dir meinen. Denn
niemand da draußen weiß besser als du, was du
wirklich brauchst, um glücklich zu sein. Frag dein
Inneres Kind in einer Meditation beispielsweise, wie
es sich gerade fühlt und was es jetzt gerade braucht,
um glücklich zu sein. Du wirst nicht glauben, was da
110rauskommt! So einfach und doch so schwer, das als
Erwachsener zu verstehen. Du kannst aber erst
glücklich und innerlich erfüllt sein, wenn dein
Inneres Kind glücklich ist.
Viele meiner Klienten berichten in der
Hypnosesitzung oft, dass sich ihr Inneres Kind, was
sich ihnen meist im Alter von ein bis 6 Jahren zeigt,
wünscht, gesehen oder gehört zu werden. Es
wünscht sich, einfach mal in den Arm genommen zu
werden. Andere wollten einfach mal wieder
Pferdchen, mit Autos oder Fangen spielen… Andere
wollten Liebe, Aufmerksamkeit und dass jemand
stolz auf sie ist oder sie einfach nur so annimmt, wie
sie sind, egal wie gut oder schlecht ihre Leistungen
waren. Das Innere Kind wünscht sich das, was du
als Kind von deinen Eltern nicht bekommen hast…
Zeit miteinander zu verbringen, Zuhören ohne zu
bewerten, Gefühle zu zeigen ohne Scham, eine
herzliche Umarmung, durchdachte Geschenke von
Herzen, Lob, emotionale oder finanzielle
Unterstützung, vollste Aufmerksamkeit, Sicherheit,
Aufgehobensein, das Gefühl, ernst genommen
werden, und und und… die Liste ist sehr lang und
natürlich sehr individuell…
111Was du bei der Heilung deines Inneren Kindes
beachten solltest, ist aber auch das Wurzelchakra
auf energetischer Ebene. Das ist der Grund, warum
viele Klienten zwar schon jahrelang mit dem Innren
Kind gearbeitet haben, sei es in langen
Therapiesitzungen beim Psychologen oder durch
eigene oder geführte Meditationen zum Inneren
Kind oder Dialoge mit dem Inneren Kind in Form
von Gedanken oder durch das Schreiben von Briefen
an das eigene Innere Kind. Aber wenn du das
Wurzelchakra nicht mit einbindest, passiert oft sehr
wenig… Warum ist das so? Weil unser erstes von
sieben Hauptenergiezentren eben das Wurzelchakra
ist, das in der Beckenbodenregion sitzt. Insgesamt
gibt es sieben Hauptchakren oder Energiezentren
beim Menschen, die vom Beckenboden bis über den
Scheitel reichen und verschiedene Themengebiete
haben auf seelischer und körperlicher Ebene und
damit eine enorme Wichtigkeit aufweisen. Man
sollte sie unbedingt so oft wie möglich energetisch
r e i n i g e n d u r c h C h a k r a m e d i t a t i o n e n ,
Visualisierungen mit Farben oder Reiki zum Beispiel.
Das Wurzelchakra ist die Basis und als Kind befindet
man sich in den ersten sechs bis sieben Jahren etwa
im Wurzelchakramodus sozusagen. In den ersten
Lebensjahren entsteht das Urvertrauen, die
Sicherheit und du lässt deine Wurzeln wachsen.
112Wenn du aber kein Urvertrauen erfahren hast, weil
deine Eltern dir das nicht geben konnten, entsteht
ein Misstrauen dir selbst gegenüber und auch dem
Leben oder anderen Menschen traust du später als
Erwachsener nicht wirklich. Ängste entstehen…
Wenn du in dieser Zeit keine Sicherheit erfahren
hast, weil deine Eltern sich nicht wirklich um dich
gekümmert haben oder es große finanzielle
Engpässe gab, oder wenn dich die Eltern zur
Adoption freigeben haben, weil sie dir keine
Sicherheit geben konnten… all das hat
Auswirkungen im Leben als Erwachsener. Dann ist
es dir besonderes wichtig, dass es dir finanziell gut
geht und Materielles hat einen sehr hohen
Stellenwert, einfach weil es dir dass das Gefühl von
Sicherheit gibt, das du als Kind nicht hattest.
Verurteile daher niemanden, dem Materielles
extrem wichtig ist, denn du weißt nie, was wirklich
dahinter steckt. Daher ist es wichtig, das
Wurzelchakra genauso zu heilen wie das Innere
Kind, denn auf spiritueller, energetischer Ebene
gehören sie nämlich zusammen. Erst wenn du
beides heilst, heilst du alle Ebenen deines Seins und
wirst wieder Vertrauen in das Leben und dich haben
und innerlich glücklich werden. Es lohnt sich, aber
es ist natürlich Arbeit… Arbeit, die sich für dein
Leben sehr auszahlt.
113Viele Klienten geben sich ein Symbol für das
Verspechen, das sie sich selbst und ihrem Inneren
Kind in der Hypnose gaben, nämlich füreinander da
zu sein, in allen Zeiten für immer und ewig. Manche
ließen sich das Symbol auch schon als Tattoo
stechen, um es für immer bei sich zu haben, andere
hatten ein Herz oder ein Kettchen oder einen Ring,
den sie sich später tatsächlich als Erinnerung dann
zulegten und täglich bei sich trugen. Das ist so
unglaublich wertvoll und wunderschön…
Im folgenden Beispiel aus meiner Praxis kannst
du sehen, wie ich vorgegangen bin, um meinem
Klienten zu helfen, sein Inneres Kind zu heilen. Ich
mache das bei jedem Klienten sehr individuell, weil
jeder Mensch individuell ist und nicht jede Methode
für jeden geeignet ist. Wenn du magst, kannst du in
einer Meditation oder Selbsthypnose ausprobieren,
mit deinem Inneren Kind zu reden als wärst du
seine Mutter oder Vater und frag dein Kind, was es
gerade von dir braucht, um glücklich zu sein. Es ist
so einfach, wenn wir einfach nur zuhören…
In einem Fall war ein Klient bei mir, der noch
nicht mit seinem Inneren Kind gearbeitet hatte. Als
ich ihn in der Trance in den Heilungstempel führte,
114um einige Themen auf einer höheren Ebene mit
Hilfe meines geistigen Teams und seines Höheren
Selbst zu bearbeiten, erschien sein Inneres Kind auf
dem Arm von Jesus als Baby. Jesus hilft mir bei den
Sitzungen, da er ein aufgestiegener Meister ist und
alles weiß, was zu tun ist, um den Klienten zu
helfen. Er übergab meinem Klienten sich selbst als
kleines Baby, mein Klient als Baby quasi, und dann
flossen die ersten Tränen. Mein Klient war so
gerührt, als er den kleinen Jungen auf seinem Arm
hatte. Ich bat ihn, das kleine Baby einmal mit den
Augen eines liebevollen Vaters zu betrachten und
ihm all die schönen Dinge in Gedanken zu sagen,
die das Kind unbedingt wissen muss, damit es eines
Tages ein selbstbewusster Mann wird, der seinen
Wert kennt und an sich glaubt. Ich bat ihn auch,
dem Baby all die schönen Dinge zu erzählen, die in
den weiteren Lebensjahren noch passieren würden,
die der erwachsene Klient ja bereits erlebt hat,
sodass sich das Baby schon mal darauf freuen
könnte. Ich bat den Klienten, sein Herz strahlen zu
lassen und ließ ihn weißes, göttliches Liebeslicht
von seinem Herzen in das Herz des Babys fließen,
um das Baby mit Liebe aufzufüllen… Das Licht floß
vom Baby dann wieder zurück zum erwachsenen
Klienten, sodass beide wie mit einer Art liegenden
Acht miteinander durch das Licht verbunden waren.
115Danach bat ich den Klienten, seinem kleinen Baby,
seinem inneren Kind, zu versprechen, dass er so wie
es ein fürsorglicher Vater für sein Kind tun würde,
dem Baby zu versprechen, immer für ihn da zu sein,
in guten wie in schlechten Zeiten. Er versprach dem
Kleinen, jeden Moment seines Lebens Hand in Hand
mit ihm zu beschreiten und ihm aufzuhelfen, sollte
er fallen. Er versprach auch, ihn immer
aufzufangen, wenn er das Gefühl haben sollte, in
ein schwarzes Loch zu fallen. Er versicherte ihm, er
würde ihm immer zuhören und ihm eine starke
Schulter zum Anlehnen bieten, er würde ihn trösten
und wieder aufbauen, wenn es ihm schlecht gehen
würde. Er versprach ihm, immer an seiner Seite zu
sein und zu bleiben bis zum Rest seines Lebens und
auch danach, für immer und ewig, auch wenn im
Außen niemand sonst für ihn da wäre. Er versprach
ihm, immer hinter ihm zu stehen und ihm immer
eine Stütze zu sein, einfach weil er ihn von ganzem
Herzen liebte, so wie der Kleine schon war… ein
wundervolles, göttliches Wesen und damit wertvoll.
Es war sehr berührend… Danach fragte er, was das
Baby sich sonst noch von ihm wünscht und das Baby
sagte ihm telepathisch, es wollte einfach nur mit
einer Rassel spielen… Manchmal ist es sooooo
einfach…. Ich gab dem Klienten in der Trance Zeit,
sich zurückzuziehen und mit dem Baby und der
116Rassel einfach mal in Ruhe zu spielen…Als sie mit
dem Spielen irgendwann fertig waren, meldete er
sich zurück (der Klient redet ja mit mir, während er
in Trance ist). Ich fragte ihn, was er seinem Inneren
Kind als Symbol für sein Versprechen schenken
würde und ihm fiel eine Perlenkette mit einem
Kreuz ein, die er dem Baby schenkte. Das Kind
strahlte und auch er lächelte in der Trance und dann
verabschiedete er sich von dem Kleinen und
übergab ihn wieder Jesus… in gute Hände also…
Viele Klienten berichteten mir nach der Heilung
ihres Inneren Kindes, dass sie sich nichts mehr
gefallen ließen seitdem, was ihnen nicht gut tat. Sie
sagten öfter Nein und trauten sich, Dinge zu tun, für
die sie vorher nicht mutig genug waren. Eine
Klienten schrieb mir, dass sich sich sogar gerne im
Spiegel anschaute und ihren Körper zu lieben lernte,
was sie vorher eben nicht tat. Sie fühlte sich wieder
wohl in ihrer Haut und schämte sich nicht für
gewisse Körperstellen, die angeblich nicht perfekt
waren. Sie waren nicht perfekt, aber dafür
einzigartig. Und sie lief nicht mehr jedem Mann
hinterher, sondern wurde wählerischer, weil sie
ihren Wert erkannt hatte und nicht mehr „jeden“
nahm, der einen Hauch von Interesse zeigte. Sie ließ
sich auch nicht mehr schlecht behandeln von
117Menschen in ihrem Umfeld, die ihr vorher das Leben
sehr schwer machten, sodass sie sogar ihr liebstes
Hobby wegen Mobbing aufgegeben hatte. Nach der
Sitzung änderte sich fast alles und sie nahm ihr
Hobby wieder auf, zeigte den negativen Personen
deutlich ihre Grenzen, sodass Mobbing keine
Chance mehr hatte. Sie hatte sich ihren Respekt
wieder erobert. Sie hatte ihr Leben wieder zurück
und ihr liebstes Hobby. Und das lässt sie sich sicher
nicht wieder nehmen…
Eine andere Klientin erzählte mir, sie hätte
aufgehört, über andere zu urteilen, was sie vorher
immer getan hatte, ohne sich dessen bewusst
gewesen zu sein. Sie drückte immer anderen ihre
Meinung auf, auch wenn sie nicht danach gefragt
wurde. Das tat sie nun nicht mehr. Sie beobachtete
stattdessen, wie viele andere Menschen in ihrem
Umfeld ständig andere beurteilten und fühlte sich
plötzlich nicht mehr wohl darin, weil sie sich
verändert hatte, die anderen aber immer noch auf
dem selben Stand waren wie sie ja auch zuvor, vor
dem Coaching… Sie war erstaunt über sich selbst
und hatte das nie für möglich gehalten, dass sie die
Welt mal aus einer neuen Perspektive betrachten
könnte, voller Leichtigkeit …
118Eine weitere Klientin schrieb mir, sie fühle sich
selbstsicherer seitdem und habe keine Angst mehr,
allein zu sein, weil sie ja für sich selbst da ist… und
das gebe ihr eine innere Ruhe und Stabilität, nicht
vergleichbar ist.
Heile das Kind in dir und du heilst die
erwachsene Person, die du bist, gleich mit.
Vergib dir selbst und anderen, denn niemand
ist perfekt. Wir alle machen Fehler.
Sieh jeden Fehler als Erfahrung an und nimm
die wertvolle Lektion daraus mit, um seelisch zu
wachsen.
Es lohnt sich auf Dauer…
119KAPITEL 6
FREMDENERGIEN – DIE ETWAS
ANDERE ART VON
TRAUERVERARBEITUNG …
Fremdenergien sind Energien, dir für dein
Energiesystem fremd sind, also nicht deine eigenen
Energien sind. Im Alltag schnappen wir oft fremde
Energien auf, ob in der Bahn, im Büro, in der
Schule, auf Konzerten… überall, wo Menschen sind.
Plötzlich fühlen wir uns total schlecht gelaunt,
obwohl es uns paar Minuten zuvor noch richtig gut
ging… Woher kommt das? Gefühle und Gedanken
sind Energie… das Wort „Emotion“ heißt ja nicht
umsonst so: E-Motion bedeutet „energy in motion“.
Und manchmal springt eben ein schlechtes Gefühl
auf uns über, wenn wir nicht in unserer Mitte sind,
zum Beispiel wenn wir gestresst sind oder gefühlt
neben uns stehen. Das kennst du bestimmt… Oder
hast du schon einmal einen Raum betreten, in dem
du dich sehr unwohl gefühlt hast, obwohl er sehr
schön und stilvoll eingerichtet war? Vielleicht hat
sich da vorher jemand gestritten … dann ist es die
120negative Energie, die du da gespürt hattest, wenn
du sensibel dafür bist. Hochsensible Menschen,
sogenannte HSPs oder Empathen, nehmen solche
Energien unglaublich stark wahr und müssen
lernen, energetische Grenzen zu setzen, damit sie
sich nicht überladen und erschöpft fühlen, wenn sie
täglich mit diesen Fremdenergien konfrontiert
werden. Meditation hilft da sehr gut, weil man
damit wieder in seine Mitte kommt und Kraft
schöpfen kann, wodurch die Aura größer und
stärker wird. Natürlich gibt es viele Variationen von
Meditationen wie Spaziergänge in der Natur, Qi
Gong, Yoga und sonstige Entspannungstechniken.
Auch die Arbeit im eigenen Garten ist sehr
entspannend, da sie dich erdet… im wahrsten Sinne
des Wortes. Oder auch barfußlaufen auf einer Wiese
ist sehr hilfreich, um dich mit Mutter Erde zu
verbinden und dich zu erden. Damit tankst du
positive Energie auf, die gut für dein Immunsystem
ist und viele Entzündungskrankheiten mildert, wenn
du das regelmäßig tust.
Aber gibt es auch andere Formen von
Fremdenergien? Oh ja…. Es gibt Vieles, was wir mit
dem bloßen Auge nicht sehen… Und es gibt viele
Menschen, die es als Blödsinn abtun, nur weil sie es
selbst noch nie erlebt haben und es damit nicht in
121ihrer Welt existiert. Jeder hat eben sein Weltbild …
Dabei ist das ein uraltes Thema… schon Jesus hat
Fremdenergien bei Menschen entfernt, wie auch bei
seiner Jüngerin Maria Magdalena, die ja von sieben
„Dämonen“ besessen war. Manche behaupten, Jesus
sei unter anderem ein Exorzist gewesen, weil er
Menschen davon befreien konnte. Mittlerweile gibt
es viele Menschen und Kirchenmänner oder auch
Sekten, die diverse Rituale durchführen, die
teilweise sehr beängstigend sind, um gewisse
„Geister“ oder „Dämonen“ oder eben erdgebundene
Seelen von einem Menschen zu entfernen, damit es
dem Menschen wieder besser geht. Das Problem ist
nur, dass manche Menschen sofort „bösen Geistern“
die Schuld für ihre missliche Lage geben und
meinen, sie könnten sich der Verantwortung für ihr
Leben so entziehen… Leider sind viele Probleme
hausgemacht und auch viele „Dämonen“ können
leicht selbst erschaffen werden. Wie? Durch
konsequent negatives Denken, Selbstsabotage und
Angst vor allem. Wir sind alle Schöpfer unseres
Lebens. Also sind wir nicht nur in der Lage, Gutes,
sondern auch Schlechtes zu erschaffen…. Du
entscheidest… Wenn du zu diesem Thema mehr
Infos haben möchtest, empfehle ich dir Bücher von
Edith Fiore. Ich glaube, dass es alle möglichen
Formen von Energien und Wesen gibt, ob wir sie
122nun wahrnehmen können oder nicht. Auch die Feen
und Elfen auf Island sind dort „normal“, aber für
Menschen, die damit nichts am Hut haben, gibt es
sie einfach nicht … und andere Menschen sehen sie
und sprechen sogar mit ihnen, genauso wie man
auch mit Bäumen und Pflanzen und Tieren
telepathisch sprechen kann… Alles ist lebendig,
denn alles ist Energie. Und auch dein Stuhl ist nichts
anderes als materialisierte Energie, wo sich die
Atome eben nicht bewegen, weil sie so dicht sind.
Alles lebt. Ob du es nun glaubst oder eben nicht…
Die Quantenphysik und die Metaphysik erklären all
die Phänomene besonders gut. Forsche da ruhig mal
nach, wenn dich dieses Thema mehr interessiert.
Ich bin bisher nur erdgebundenen, positiven
Seelen begegnet, die unglaublich dankbar waren,
dass ich ihnen mithilfe von meinem geistigen Team,
besonders Erzengel Michael, den Weg nach Hause
ins Licht – raus aus der Astralwelt eben – zu den
Angehörigen gezeigt habe. Und auch die meisten
Klienten, bei denen das gelegentlich der Fall war,
fühlten sich viel leichter und energiegeladener
danach. Warum? Weil die erdgebundenen Seelen
mit der Zeit Energie von dir abzapfen, wenn sie sich
über viele Jahre in deinem Energiesystem befinden.
Dann merkst du, dass sich alles so schwer anfühlt,
123obwohl es im Außen nichts gibt, was die Ursache für
deine Erschöpfung oder gar Selbstsabotage ist.
Ich nehme dich mal mit auf eine kleine skurrile
Reise und stelle dir einige erdgebundene Seelen vor,
die ich bisher kennenlernen durfte, von denen ich
selbst unglaublich berührt war. Ich hatte bisher nur
positive Erlebnisse mit solchen „Fremdenergien“
und arbeite generell auch nicht mit negativen
Energien wie „Dämonen“ oder sonstigen dunklen
Wesen. Ich schütze mich selbst vor jedem Coaching
energetisch und bitte mein geistiges Team ebenfalls
um Schutz und Führung und reinige vor und nach
jedem Coaching mein eigenes Energiesystem und
auch meine Praxis.
Einmal durfte ich eine verstorbene Seele namens
Walburga kennenlernen, die eine meiner Klienten
„besetzte“ oder „umsetzte“ oder wie auch immer,
also sich in das Energiefeld meiner Klienten
integriert hatte, als meine Klientin 14 Jahre alt war.
Walburga meinte, dass sich meine Klientin zu
diesem Zeitpunkt unsicher un unbeschützt gefühlt
hatte, was sie dazu veranlasst hatte, die Lücke in
ihrem System wahrzunehmen und diese mit ihrer
Energie zu füllen, damit meine Klientin sich wieder
beschützt fühlen konnte. Meine Klientin bestätigte
124dieses Gefühl zu dem damaligen Zeitpunkt… Ich
fragte, was mit Walburga passiert sei, dass sie
gestorben war und die Klientin übermittelte mir,
was Walburga ihr antwortete. Sie sei an Krebs
gestorben und hing aber noch so am Leben, dass sie
einfach noch nicht „nach Hause“ gehen wollte, ins
Licht. Sie blieb also also Seele erdgebunden, anstatt
sozusagen in den Himmel hinaufzusteigen. Ich
fragte sie, ob es jemanden gäbe, den sie sehr
vermisst, der schon im Himmel ist – und nicht mehr
auf der Erde in der Astralwelt verweilt wie sie – und
sie nannte ihre Mutter. Ich bat Erzengel Michael,
Walburgas Mutter zu uns in diese Dimension zu
holen, wo sich Walburga befand und Walburga
freute sich unglaublich, als ihre Mutter schien, weil
sie sie endlich nach langer Zeit wieder in den Arm
nehmen konnte. Meiner Klientin liefen in dem
Moment die Tränen von der Wange hinunter, weil
sie selbst so berührt war. Ich fragte Walburga, ob sie
ab jetzt bei ihrer Mutter bleiben wollte und sie
bejahte es. Meine Klientin verabschiedete sich von
ihr unter Tränen. Diese Momente des Abschieds sind
immer sehr emotional, auch mit Fremdenergien
(nicht nur bei der Trauerverarbeitung mit eigenen
Verstorbenen), die den Klienten teilweise sehr ans
Herz gewachsen waren, obwohl sie vorher nichts
von ihrer Existenz wussten. Nach dem Abschied
125begleitete Erzengel Michael Walburga und ihre
Mutter nach Hause ins Licht und die Klientin fühlte
plötzlich eine Art Loch im Herzen. Dieses Loch
füllten wir anschließend energetisch mit ihrem
eigenen Seelenlicht, mit ihrem eigenen Seelenanteil,
den sie einst aus welchen Gründen auch immer,
abgespalten hatte. Danach fühlte sich sich wieder
„ganz“.
Ein anderes Mal durfte ich Peter kennenlernen.
Eine junge erdgebundene Seele im Alter von
vierzehn, die noch da war, weil sie bei einem
Autounfall im 19. Jahrhundert plötzlich verstorben
war, bei dem aber der Vater überlebt hatte. Die
Seele wollte noch da bleiben und den Vater trösten.
Peter gesellte sich zu meinem Klienten energetisch,
als dieser noch ein Teenager war. Mein Klient
rauchte gerne und auch Peter rauchte früher gerne
als Teenager … So konnte er bei meinem Klienten
energetisch quasi mitrauchen, was es meinem
Klienten schwer machte, mit dem Rauchen einfach
aufzuhören… Peter sagte, es vermisse seine Oma
Ilse, die schon lange im Himmel sei und war
unglaublich froh, als er sie wiedersehen durfte…
Nach dem Abschied ging Peter mit seiner Oma Ilse
glücklich in die andere lichtvolle Dimension und
126sowohl mein Klient als auch ich hatten Pipi in den
Augen vor Rührung…
Eine Geschichte hab ich noch für dich… Die
siebzehnjährige Sabrina, eine erdgebundene Seele,
die im Mittelalter verstorben war, durfte ich auch
kennenlernen. Sie wurde während der Kriegszeit
von einem Ritter niedergestochen und ihre
unglaubliche Wut darüber hielt sie davon ab, nach
Hause in dem Himmel zu gehen. Sie kam
energetisch zu meinem Klienten, als er zwanzig
Jahre alt war, weil er sich zu diesem Zeitpunkt sehr
einsam gefühlt hatte. Auch sie war einst sehr einsam
und kannte das Gefühl zu gut, da sie als Waisenkind
aufgewachsen war und Einsamkeit ihr Leben
geprägt hatte. Sie gesellte sich zu meinem Klienten
dazu, damit er sich weniger einsam fühlte. Mein
Klient bestätigte, dass es zu dem damaligen
Zeitpunkt tatsächlich so war, dass diese Einsamkeit
aus irgendeinem Grund damals einfach
verschwunden war und er sich besser gefühlt hatte.
Er konnte es sich aber nicht erklären. Wir halfen der
Seele, dem Ritter, der sie einst im Krieg umgebracht
hatte, zu vergeben, um sich von der Wut zu trennen,
die sie immer noch in der Astralwelt hielt und
holten ihre Eltern aus dem Himmel dazu, die sie mit
„nach Hause“ nahmen. Auch da flossen wieder
127Tränen bei meinem Klienten, als der Abschied
nahte…
Manchmal kommen auch verstorbene
Tierseelen, sodass die Klienten sich in Ruhe
verabschieden und den Schmerz loslassen können.
Der Tod eines Tieres, das einem sehr viel bedeutet
hatte wie beispielsweise ein Pferd, eine Katze oder
ein Hund kann genauso weh tun wie der Verlust
eines geliebten Menschen… Auch das sind immer
sehr berührende Momente in meinen spirituellen
Coachings, für die ich sehr dankbar bin, dass ich sie
quasi mit meinen Klienten gemeinsam erleben
kann…
Die Seele ist unsterblich, weil sie pure Energie
ist. Und Energie kann man nicht zerstören. Man
kann sie nur umwandeln… Die Seele lebt für
immer, das ist ein Geschenk Gottes.
Und die Seele wird auch nie müde wie der
Körper. Deshalb braucht unser menschlicher Körper
viel Schlaf, damit er sich regenerieren kann. Und
das geht am besten, wenn die Seele im Schlaf quasi
auf Reisen geht … zum Beispiel in die geistige Welt.
Die Seele würde sich auch nur furchtbar langweilen,
wenn sie täglich acht Stunden neben dem
128schlafenden Körper sitzen und Däumchen drehen
müsste, bis dieser irgendwann an der Silberschnur
zieht, um aufwachen zu können…. Und vielleicht
hast du es auch schon mal erlebt, dass du so
urplötzlich und abrupt aus dem Schlaf gerissen
wurdest, weil du im Traum runtergefallen bist?
Oder vielleicht bist du sogar wie ich einmal dabei
aus dem Bett gefallen, weil dein Körper dabei so
gezuckt hatte? Das passiert gelegentlich, wenn der
Körper quasi abrupt an der Silberschnur zieht, die
eine Art Hundeleine für die Seele ist… Wenn der
Körper nämlich plötzlich einen extremen Druck in
der Blase verspürt, zieht er eben mal schneller an
der Leine als gewöhnlich und die Seele wird in den
Körper wieder „hineingeschleudert“. Jaaaa, und so
fühlt es sich dann eben mal an…
129KAPITEL 7
SPANNENDE VORLEBEN UND
INTERESSANTE ERKENNTNISSE
DURCH ZEITREISEN…
Mit meinen Klienten habe ich viele spannende
Reisen in unterschiedliche Zeiten und zu
unterschiedlichen Planeten unternommen in den
letzten paar Jahren und bin so dankbar dafür, viele
historische Dinge auch quasi live aus der jeweiligen
Zeit miterlebt zu haben. Das waren gigantische
Zeitreisen der besonderen Art.
So beschrieben mir Klienten von ihren
verschiedenen Leben beispielsweise auf dem Stern
Arcturus. Der Klient erzählte mir, wieviel Liebe dort
herrscht und er fühlte sich dort als reine Energie
unglaublich wohl und geborgen, so sehr, dass er gar
nicht zurück wollte…. Ein anderer Klient war auf
dem roten Planeten Mars und beobachtete blaue
Lichtkugeln, die vor ihm schwebten und dann
plötzlich verschwanden. Ein anderer erlebte sich
selbst als Baum auf einem unbekannten Planeten,
130und er beschrieb diese Erfahrung als sehr stabil und
unglaublich verwurzelt und stark. Eine andere
Klienten war auf einem Planeten namens „Ari“, mir
unbekannt, und ihre Seele wollte erfahren, wie es
ist, eine Krake zu sein. Sie war total verwundert,
denn sie liebte Wasser unglaublich arg in diesem
Leben (als Mensch) und hatte als Krake eben dieses
tolle Gefühl von Freiheit im Wasser wie sie es sonst
auch empfand. Es kommt häufig vor, dass die
jungen Seelen zuerst in Steinen, Tieren, Pflanzen
etc. inkarnieren, um zu experimenteieren, oder auch
auf anderen Planeten als andere Wesen wie
beispielsweise Reptilwesen oder Mantis
(Gottesanbeterin)… Es ist sehr komplex, als Mensch
zu inkarnieren, weshalb viele Seelen sogenannte
vormenschliche Inkarnationen haben, um sich auf
die Inkarnation als Mensch vorzubereiten.
Ein Klient erlebte sich einmal als Stein und in
einem Felsen, da versteht man dann, woher der
Begriff Berggeist kommt und woher so viele
Legenden und Sagen stammen, besonders von
Urvölkern. Und da soll noch mal einer sagen,
Pflanzen und Berge etc. hätten kein Bewusstsein….
Alles ist lebendig, nur unterschiedlich komplex vom
Bewusstsein her. Das Bewusstsein des Menschen ist
hochkomplex, anders als bei Pflanzen, Tieren oder
131Gesteinen. Da ist das Bewusstsein einfacher
gestrickt.
Ein weiterer Klient beschrieb mir unendlich hohe
Gebäude aus verschiedenen Kristallen in allen
Farben, ein anderer war in einer schwarzen
Kristallstadt namens „Eribu“, die definitiv nicht auf
der Erde zu unserer Zeit existiert, vielleicht eher aus
Zeiten von Atlantis oder Lemuria, die beide ja
untergegangen sind und heute unsere Meere bilden:
der Atlantische Ozean war einst Atlantis, die
versunkene Stadt bzw. der versunkene Kontinent
und der Pazifische Ozean war die Zeit vor Atlantis,
nämlich Lemurien, wo alles mit Adam und Eva
begann…. das Paradies quasi… leider kam die
Schlange Lucifer dazwischen, ein Reptil vom
Planeten Alpha Draconis und zerstörte durch
Intrigen, Lügen, Manipulation und schwarze Magie
sowohl Lemuria als auch die nächste Zivilisation
Atlantis. Und unser Zyklus ist seit 2012 ja auch zu
Ende laut Maya Kalender, weshalb man von der
sogenannten Endzeit oder Apokalypse spricht. Das
ist die Zeit des Wandels und des Umbruchs, in der
wir uns gerade im Jahr 2020 befinden, die noch
einige Jahre andauern wird und viel Chaos im alten
System verursachen wird. Es muss etwas Altes
zerstört werden, damit Neues entstehen kann.
132Danach wird das neue Zeitalter folgen, das das
Goldene Zeitalter genannt wird und es wird 1000
Jahre voller Frieden und Liebe geben. Ob wir das
noch erleben werden, weiß ich nicht, aber unsere
zukünftigen Generationen… die Kinder unserer
Kinder vermutlich und deren Nachfahren. Es bleibt
also spannend!
Die einzige Möglichkeit, dieses Chaos zu
überleben und die Hoffnung nicht zu verlieren, sind
Beten und Meditieren, wie Mutter Maria bereits in
vielen Erscheinungen auf der ganzen Welt bereits
durchgegeben hat. Denn damit stärken wir unsere
Verbindung zum Göttlichen und fühlen uns weniger
verloren, wenn die Welt gefühlt untergeht…
Eine weitere spannende Reise in Trance führte
meinen Klienten ins alte Ägypten, 2500 v. Chr. , als
die Pyramiden gebaut wurden. Er erlebte sich selbst
als einfacher Bauer, die bei dem Bau der Pyramiden
zuschaute. Er beschrieb mir, wie Ufos die schweren
Steinblöcke durch Energie anhoben und den
Sklaven so beim „Tragen“ halfen, damit etwas so
Unmögliches möglich war. Bis heute gibt es ja keine
Maschine, die die Pyramiden in dem Stil nachbauen
könnte…. Er erzählte es mir mit einer solchen
Selbstverständlichkeit, dass ich wirklich baff war
133nach der Sitzung. Dann erklärte er mir, dass die
Pyramiden eine Vorbereitung für die Ereignisse in
u n s e r e r h e u t i g e n Z e i t w a r e n , e i n e A r t
Kommunikationsleitung oder Station, die kosmische
Energie zur Erde leitet und eine leichtere
Kommunikation zwischen Erde und dem Universum
ermögliche. Auch die Ausrichtung und Größe der
drei Pyramiden von Gizeh spielten eine Rolle, da sie
mit dem Sternenbild Orion im Zusammenhang
standen. In den Pyramiden seien außerdem
verschiedene leitende Metalle verbaut wie Gold,
Kupfer etc, die Strom produzieren konnten in
Verbindung mit dem Grundwasser unterhalb der
Pyramiden. Ursprünglich gab es auch eine goldene
Spitze bei der großen Pyramide, die leider gestohlen
wurde. Die meisten Menschen dachten, die
Pyramiden seien Gräber der Pharaonen, was ja
wissenschaftlich zum Glück korrigiert wurde, weil
die Behauptung einfach falsch war. Aber die
Pyramiden erhalten die gesamte Information des
Universums und diese ist durch den Bau der
Pyramiden hochkomplex verschlüsselt. Es geht also
nicht darum, was in der Mitte der Pyramiden
begraben sein soll, sondern es geht hier um
mathematische Formeln, die das Wissen des
Universums enthalten. Man sieht ja überall
Mathematik, in der Natur und überall… Stichwort
134Fibonacchi, Goldener Schnitt etc. Alles baut auf
Mathematik auf.
Gott ist ein Mathematiker, und zwar ein
verdammt guter. Da kann ich leider nicht
mithalten… Mathe war noch nie meine Stärke, aber
ich bewundere Menschen, die diese komplexen
Zahlen beherrschen…
Ein anderer Klient erzählte mir von einem Leben
als Mantis, ein insektenartiges Wesen, das so
aussieht wie eine Gottesanbeterin. Er beschrieb mir,
dass er diesen Mantis-Körper hatte und sich in
einem Labor oder etwas ähnlichem befand, wo er
Babys züchtete und sich um diese kümmerte. Die
Babys waren in großen Reagenzgläsern voller
Wasser oder einer anderen flüssigen Substanz und
sahen so ähnlich aus wie Menschen, nur mit einem
viel kleineren Körper im Verhältnis zum
überdimensional großen Kopf und riesigen Augen.
Wahrscheinlich befand sich dieses Labor auf einem
Schiff irgendwo im Universum, also in einem
sogenannten UFO (unbekanntes Flugobjekt). Auf
j e d e n Fa l l w a r e s e i n e u n v e r g e s s l i c h e
Hypnosesitzung, die mein eigenes Hirn fast zum
Platzen brachte, weil ich zuvor noch nie was über
UFOs und sonstige seltsame Wesen gelesen hatte.
135Nur als Kind fand ich dem Film E.T. so klasse… wie
E.T. unbedingt nach Haus telefonieren wollte…
einfach herrlich. Ob etwas Wahres an diesen
Geschichten dran ist, kann ich nicht sagen und auch
nicht beweisen… wie auch?? … aber ich lasse sie
einfach mal so stehen. Jeder soll sich sein eigenes
Bild machen. Der antike Philosoph Sokrates sagte ja
bereits: „Ich weiß, dass ich nichts weiß.“ Und damit
ist glaub alles gesagt.
Einmal hatte ein Klient im Traum immer ein
bestimmtes Symbol gesehen, womit er nichts
anfangen konnte. Es war ein Dreieck mit der Spitze
nach oben, das einen Kreis in der Mitte hatte. In der
Trance fragten wir die geistige Welt und seinen
Seelenführer nach der Bedeutung dieses Zeichens
und bekamen als Antwort, dass es ein Grußsymbol
sei. Das Dreieck stehe für „Trinity“ (Dreifaltigkeit
oder Dreieinigkeit) und der Kreis stehe für
„Oneness“ (Einssein). Im übertragenen Sinne
bedeutet es, dass Menschen, Hybridwesen
(Mischung aus Mensch und E.T.) und E.T.s also alle
eins wären und nicht getrennt voneinander zu
betrachten seien. Wir sind alle eins. Wir alle machen
eine seelische Erfahrung in unterschiedlichen
Körpern auf verschiedenen Planeten in
verschiedenen Dimensionen…
136Ein anderer Klient erzählte mir in Trance, dass
auch unsere Erde sieben Hauptchakren hätte, so wie
wir Menschen und Tiere ja auch. Das Herzchakra
der Erde sei Hawaii, die Pyramiden in Ägypten seien
das Halschakra der Erde, was für Kommunikation
steht und Indien und Tibet seien das Kronenchakra,
das für das Spirituelle Bewusstsein steht.
Südamerika bilde das Sakralchakra und Australien
das Nabelchakra auf der Erde. Das Wurzelchakra sei
in Kalifornien. Nur das Stirnchakra hätte wohl als
einziges Chakra keinen speziellen Ort auf der Erde.
Ob das alles der Wahrheit entspricht, kann ich hier
auch wieder nicht sagen, da ich in der Sitzung selbst
zum ersten Mal davon gehört hatte. Was ich auch
erfuhr, ist, dass die Kaaba in Mekka (der heilige
schwarze Würfel) um einen Meteoriten herum
gebaut wurde, der ein Monolith sei. Ich glaube, das
ist ein Stein, der auch in den Pyramiden verbaut
wurde und auch Energie leiten kann… Also, auf
jeden Fall sehr spannend. Ich bin gespannt, ob ich
irgendwann wieder neue weitere Einblicke in die
Mysterien der Welt erhalten werde. Zumindest sind
meiner Neugier keine Grenzen gesetzt und ich liebe
es, Fragen zu stellen, um meinen Horizont zu
erweitern. Das ist wie Seelenfutter für mich…
137Was auch immer sehr aufregend für manche
Klienten ist, ist das Kennenlernen der eigenen
Seelenfamilie. Es öffnet einfach die Augen und man
versteht die besondere Verbindung zu manchen
Menschen in diesem Leben, mit denen man
gemeinsam inkarniert ist. Da kann es sein, dass
vielleicht die Mutter oder sogar der Lebenspartner
zur Seelenfamilie gehören, aber es kann auch ein
Kollege oder Freund sein. Auch kann man erfahren,
wer die Dualseele ist und ob man sie im Leben
bereits getroffen hat oder ob es noch kommt.
Manchmal erfahren die Klienten, ob es in ihrem
Seelenplan vorgesehen ist, dass sie beispielsweise
als Liebespaar in diesem Leben zusammenkommen
sollten oder eben nicht. Das ist nicht in jedem Leben
so vorgesehen, weil auch die Dualseelen oft eine
unterschiedliche Seelenreife haben und
unterschiedliche Seelenpläne und es dann unter
solchen Umständen sehr dramatisch sein kann, als
Liebespaar in Harmonie zu leben…. Aber manchmal
ist es als beste Freunde oder sogar als
Geschwisterpaar möglich, sich als unzertrennliche
Dualseele zu erleben…
Einmal fragte ich einen Klienten, der beim
Ältestenrat (Rat von aufgestiegenen Meistern wie
Jesus oder Mutter Maria, St. Germain und Erzengel
138wie Michael und andere beispielsweise) in der
geistigen Welt war, was die Bedeutung von Gut und
Böse sei. Als Antwort darauf bekam ich, dass diese
Begrifflichkeit oder Unterscheidungen nur in der 3.
Dimension existierten, also bei uns auf der Erde in
3D… Gut und Böse seien wie Yin und Yang,
männlich und weiblich, schwarz und weiß, hell und
dunkel, warm und kalt…. Also Gegensätze. Nur
durch den Gegensatz kennt man den Unterschied.
So wie es keine Dunkelheit gibt, wenn alles voller
Licht ist. Dunkelheit ist also nur die Abwesenheit
von Licht und kann nicht weiter existieren, sobald
Licht da ist. Dunkelheit muss immer dem Licht
weichen. Nicht andersherum. Auch eine interessante
Erkenntnis, wie ich finde…
Eine Klientin hatte auch ein sehr spannendes
Vorleben in Kairo in Ägypten. Sie erlebte sich selbst
als junger Mann , der Visionen hatte und deshalb im
Dienste des Herrschers arbeiten musste. Er
beherrschte räumliches Sehen unvergleichbar gut
und half so, Baupläne und Lage für Städte und
Pyramiden zu erstellen. Leider wurde einmal seine
Vision falsch interpretiert und man schob ihm die
Schuld in die Schuhe, weil er angeblich eine falsche
Vision hatte. Daher wurden zur Strafe seine Augen
mit einer ätzenden Flüssigkeit vernichtet, weshalb
139er nie wieder mit seinen irdischen Augen sehen
konnte. Die Klienten hatte in diesem Leben
tatsächlich ein schielendes Auge, was ihr an sich nie
Probleme bereitet hatte, aber sie wollte aus Neugier
einfach nur wissen, ob das Auge irgendeine
Vorgeschichte hatte… Ihre Lernaufgabe war, darauf
zu vertrauen, was sie sah, egal mit welchen Auge,
mit dem irdischen oder mit dem spirituellen dritten
Auge. Einfach gigantisch!
Ich hätte nie gedacht, dass ich überhaupt jemals
mit Hypnose arbeiten würde… Und dass ich so
unfassbare Einblicke haben würde. Der Plan war ja
ursprünglich ja, eine verbeamtete Lehrerin zu sein
bis zur Rente… Aber nach fünf Jahren Lehrersein
kam die Hypnose zu mir und ich musste mich
beruflich verändern, weil meine Seele einfach
weiter wollte… Ich habe auch nicht gedacht, dass
ich tatsächlich jemals ein Buch schreiben würde,
aber jetzt sitze ich gerade da und schreibe es… Was
auch immer auf meinem Weg noch auf mich wartet,
ich bin bereit, den Weg voller Vertrauen zu gehen,
egal, was kommt. Alles hat seinen Sinn, auch wenn
ich ihn jetzt noch nicht deutlich erkennen kann.
Ich bin unendlich dankbar dafür. Wenn auch nur
eine handvoll Menschen dieses Buch hier liest und
140mein Buch wenigstens ein einziges Herz berührt,
dann hat sich die Mühe für mich schon gelohnt…
Mein Wunsch ist es, die Herzen von Menschen
mit meinem Buch zu erreichen und zu berühren, in
ihrem tiefsten Inneren… und auf diese Weise
Hoffnung zu schenken, wo vielleicht keine mehr
ist… Ich hoffe, dass das eine oder andere Herz
durch meine Worte und Geschichten auch Heilung
finden kann, sodass die Seele wieder fliegen kann…
In Liebe,
Irene


